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Altenburg Auf Sperrung folgt Rechtsstreit
Region Altenburg Auf Sperrung folgt Rechtsstreit
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08:06 12.05.2018
Nach Wochen der Sperrung wurde die Fahrbahndecke der Teichstraße wieder geschlossen. Dennoch bleibt die Baustelle Gesprächsstoff. Quelle: Kay Würker
Altenburg

Gut einen Monat war die Altenburger Teichstraße für den Verkehr gesperrt. Weil dort zwischen Anfang April und Anfang Mai aber so gut wie nicht gearbeitet wurde, wunderten sich Anwohner zwischen Hill- und Kesselgasse. Schließlich sollte doch ein kaputter Abwasserkanal erneuert werden. Seit Freitag ist die wichtige Verbindung zwischen Großem Teich und Innenstadt zwar wieder frei, muss allerdings irgendwann erneut aufgerissen und gesperrt werden.

„Wir konnten das Vorhaben nicht so umsetzen wie geplant“, erklärte der Werkleiter des Wasserver- und Abwasserentsorgungsbetriebes Altenburg (Waba), Martin Wenzel, dazu auf Nachfrage. Man habe die havarierten Teile des Abwassersystems in Höhe des Hauses Teichstraße Nummer 5 nur provisorisch verschlossen. „Es gibt einen Rechtsstreit wegen Beschädigungen an unseren Abwasserleitungen und wegen des von uns geforderten Schadenersatzes.“

Die Vorgeschichte des Gerichtsverfahrens war jedenfalls der Grund für die verlängerte Sperrung der Teichstraße. Denn als die Straße geöffnet wurde, um den Schaden zu beheben, offenbarte sich erst dessen Ausmaß. Schnell war klar, dass die Leitung nicht aus Altersschwäche nachgegeben hatte, sondern eine Baufirma diese beschädigt haben musste. „Das passte ins Schadensbild“, sagte Wenzel. Da man den acht involvierten und damit als Verursacher infrage kommenden Firmen die Möglichkeit geben wollte, sich die Sache anzuschauen und sich „schuldig“ zu bekennen, dauerte es. „Aber das tat keiner“, erklärte der Waba-Chef weiter. „Nun muss ein Gericht entscheiden.“

Daher passierte vor allem in den beiden letzten Wochen der Sperrung nichts mehr. „Wir müssen jetzt Geduld haben“, sagte Wenzel mit Blick auf den Prozess, der sich durch die vielen beteiligten Firmen und den Einsatz eines Gutachters hinziehen dürfte. Erst wenn klar sei, wer für den Schaden verantwortlich sei, werde die Straße wieder gesperrt und die Sache zu Ende gebracht. „Das läuft dann aber als Reparatur und ist keine Investition“, so der Waba-Chef. Schließlich habe man die Leitung so wiederherstellen können, dass sie vorerst halte.

Von Thomas Haegeler

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