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Altenburg Auf Zeitreise
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20:42 23.09.2013

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Das Schloss war dabei eine treffliche Kulisse und Hort für Ritter, Gaukler und über 50 Handwerker- und Händlerstände, die die Atmosphäre längst vergangener Zeiten einzufangen wussten.

Nach den wenigen Metern durch das Schlosstor erinnerte nichts mehr an die Gegenwart, der man soeben entstiegen war: reges Markttreiben, Handwerker gekleidet wie einst, Stände gefertigt aus Holz, Stroh, Tuch oder Reisig. Ob Schleifer, Schmied, Papierschöpfer, Schneider, Steinmetz oder Gerber - sie alle konnte man bei der Ausübung alter Handwerkskünste bestaunen und durfte, natürlich im Tausch gegen ein paar Taler, eines ihrer Kunstwerke sein Eigen nennen.

Für die kleinen Ritter und Prinzessinnen unter den Besuchern gab es allerhand zu entdecken und auszuprobieren. Im Agnesgarten, in dem auch ein altes Ritterlager seinen Platz fand, galt es, sich in speziellen Disziplinen zu beweisen. "Mit der Axt muss man viel Kraft haben, um nach mehreren Würfen noch eine tiefe Kerbe ins Holz zu schlagen", berichtete der neunjährige Bastian aus Jena. Die zehnjährige Emily aus Leipzig versuchte sich da doch lieber beim Bogenschießen, was selbstverständlich ebenso etwas Übung bedurfte, um ins Schwarze zu treffen. Ein paar Meter weiter machten es sich die ganz Kleinen vor dem Kasperle-Theater bequem, um dort sichtlich vergnügt dem lustigen Puppenspiel des "Hummlerus" zu lauschen. Der war aus Cottbus angereist, um seine Geschichten über Ruhm, Ehre und menschliche Eitelkeiten zum Besten zu geben.

Auch ein besonderes Karussell gab es. Ganz wie es sich für das Mittelalter gehört, wurde es mit reiner Muskelkraft es in Bewegung gesetzt. Den Kindern war das egal, sie hatten sichtlich ihren Spaß. Völlig ohne elektrischen Strom ging es dann aber doch nicht. Bei der musikalischen Untermalung der Band "Cradem Aventure" samt Dudelsack- und Schalmeien auf der Hauptbühne halfen dann doch Verstärker & Co.

Und was natürlich bei keinem Mittelalterspektakel fehlen darf, sind die Schaukämpfe. Immer wenn im Schlosshof das Schwerterklingen zu vernehmen war, bildete sich rasch eine große Traube Schaulustiger.

Wer nach all dem Durst und Hunger verspürte, hatte die Qual der Wahl: Allerlei Garküchen, Tavernen und Zuckerbäcker luden bei Ritterbier, Met, Braten, Fladen, Kuchen und vielem mehr zum Verweilen und Schlemmen ein. Gerade bei doch teilweise regnerischem und kühlem Wetter an diesem Wochenende dürfte ein Krug mit heißem Met ein willkommenes Getränk gewesen sein.

Programmhöhepunkt des Samstags war der Wettstreit der Feuerspucker. Feuerkünstler wie "Las Fuegas" und "Rudolfo" traten gegeneinander an, um die meisten, höchsten und größten Feuerbälle in den Abendhimmel zu spucken. Anschließend folgten weitere atemberaubende Kunststücke mit dem heißen Element. Wilder Feuerregen ging nieder, wirbelnde Ketten und tanzende Feuerschalen sorgten für manches Erstaunen bei den Zuschauern.

Insgesamt waren es Veranstalterangaben zufolge über 1000, die sich das Mittelalterspektakel im Altenburger Schloss nicht entgehen ließen."Es war in diesem Jahr wieder ein voller Erfolg. Deshalb werden wir 2014 am 20. und 21. wiederkommen," verspricht Eberhard Heieck vom Veranstalter-Team. Dann gibt es die Zeitreise bereits zum fünften Mal.

Sascha Paul

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