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Auf dem Weg nach Troja

Auf dem Weg nach Troja

Die türkisch-griechisch-deutsche Produktion "Die Frauen von Troja", die in der kommenden Spielzeit am Altenburg-Geraer Theater zu sehen ist, gehört zu den 35 von der Bundeskulturstiftung bewilligten Förderprojekten.

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Das Schauspielensemble will im September nach Troja. Noch werden zehn Mitfahrer gesucht.

Quelle: Stephan Walzl

Gera/Altenburg. Wie vorgestern bekannt wurde, erhält das vom Schauspiel initiierte Vorhaben 99 000 Euro der Gesamtfördersumme von 6,15 Millionen Euro.

 

Das Theater will mit dieser Kooperation seinen Antike-Zyklus fortsetzen und eine Neuübersetzung der antiken Tragödie "Die Troerinnen" von Euripides entwickeln. Es soll eine mehrsprachige Textfassung entstehen, die hauptsächlich deutsche, aber auch türkische und altgriechische Passagen enthalten wird. Das Theater wird die Produktion gemeinsam mit einem international besetzten Ensemble erarbeiten: An der Seite der acht deutschen Schauspieler agieren sechs türkische. Die Musik kommt aus der Feder des kurdischen Komponisten Ömer Ayci. Das Stück soll in Deutschland, in der Türkei und in Griechenland im antiken Theater von Pythagorion aufgeführt werden.

 

Mit der Wahl ihres Stoffes möchte das Altenburg-Geraer Theater die starken gemeinsamen Wurzeln dieser drei Länder betonen, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Antike und die Mythen um den Trojanischen Krieg stellen den gemeinsamen kulturellen Bezugspunkt dar. Zugleich soll mit der gemeinsamen Arbeit von Angehörigen unterschiedlicher Kulturen und Nationen ein Zeichen gegen Ressentiments und für Völkerverständigung gesetzt werden. Ergänzt wird die Aufführung durch ein umfangreiches Begleitprogramm, bestehend aus Gesprächen, Symposien und einer Sonderausstellung im Lindenau-Museum Altenburg. Die künstlerische Leitung hat Schauspieldirektor Bernhard Stengele. Zu sehen ist die Produktion am 4. und 11. Mai 2014 in Altenburg sowie am 16., 18., 24. und 31. Mai in Gera.

 

Um dieses international besetzte Ensemble frühzeitig zusammenzuführen, beginnt die Probenzeit bereits im September dieses Jahres mit einem Workshop und einer Recherchereise in die Türkei. Da diese Reise durch die Förderung der Kulturstiftung des Bundes nur für jene Ensemblemitglieder finanziert wird, die an der Aufführung aktiv beteiligt sind, hat das Theater das Modell von Patenschaften ersonnen: Zehn Personen erhalten die Möglichkeit, das Schauspielensemble voraussichtlich vom 11. bis 17. September bei dem Aufenthalt in der Türkei zu begleiten, wenn sie neben ihren eigenen Reisekosten eine Patenschaft in Höhe von 500 Euro übernehmen. Prof. Ulrich Sinn, der das Theater bei den Antike-Projekten als wissenschaftlicher Berater und als Verfasser von Neuübertragungen der antiken Tragödien unterstützt, bietet den Paten dafür als Bonus unentgeltlich ein attraktives Programm. Besucht werden mit ihm die Antikenstätten Troja, Priene, Didyma und Ephesos.

 

iInteressenten melden sich bitte bei Simone Eckardt telefonisch (Tel. 03447 585118) oder per E-Mail (simone.eckardt@tpthueringen.de) oder schriftlich: Landestheater Altenburg, Theaterplatz 19, 04600 Altenburg.

Ellen Paul

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