Volltextsuche über das Angebot:

28 ° / 15 ° Regenschauer

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Auf den Spuren von Luther durch die Altenburger Innenstadt

Neue App Auf den Spuren von Luther durch die Altenburger Innenstadt

Mit der App „Luther to go“ kann man bequem per Smartphone die Lutherwege in Thüringen erkunden. In jeder Etappe gibt es kurze Informationen zu Stätten am Wegesrand. Auch ein Rundweg durch die Altenburger Innenstadt ist in der App zu finden.

Unterwegs auf Luthers Wegen: OVZ-Redakteurin Tatjana Kulpa an der Brüderkirche in Altenburg.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. Der 500. Jahrestag der Reformation wirft seine Schatten voraus. Nicht nur die OVZ berichtet ausführlich über die durch Sachsen und Thüringen verlaufenden Luther-Wege, auch andere Aktionen rund um den großen Reformator verkünden die nahenden Feierlichkeiten.

Um sich auf Luthers Spuren zielsicher bewegen zu können, hat die Thüringer Tourismus GmbH eine App entwickelt. 1010 Kilometer Lutherwege in Thüringen sind hier digital festgehalten. Auch ein Rundweg durch die Innenstadt von Altenburg – im Gegensatz zu manch einem Lutherweg tatsächlich von diesem beschritten – ist in der App aufgeführt. Warum also in die Ferne schweifen, wenn die Historie direkt vor der Tür liegt?

Brüderkirche, Nikolaikirchturm, Rote Spitzen und Sankt Bartholomäikirche, all diese Orte oder zumindest Teile davon standen bereits zu Luthers Zeiten und sind heute noch erlebbar. „Das ist ein großer Vorteil, den Altenburg hat“, sagt Christine Büring, Geschäftsführerin der Altenburger Tourismus GmbH. „Die historischen Orte sind immer noch da.“

Als erstes geht es zur Brüderkirche. Die App schlägt als Startpunkt den Schlosspark vor. Da es sich aber um einen Rundweg handelt, ist der Anfang einem jeden selbst überlassen. Wo heute die Brüderkirche steht, befand sich im 16. Jahrhundert ein Franziskanerkloster. „Die Franziskanermönche kümmerten sich damals um das Sozialwesen – Bildung und Armenspeisungen“, erklärt Büring. An der zwischen 1902 und 1905 errichteten Kirche findet man neben Luther und Spalatin auch die Büste von Wenzeslaus Linck. Ihn traute Luther 1523 in der Bartholomäikirche – eine der ersten Priesterehen überhaupt.

Danach führt die App weiter Richtung Nikolaiturm. Wer die App nicht zur Hand hat, findet – wenn auch oft erst auf den zweiten Blick – kleine grün-weiße Symbole, die den Weg zum nächsten Luther-Schauplatz lenken. Manchmal auch freistehende Hinweisschilder. An mancher Stelle stehen neben den Lutherweg-Zeichen auch Symbole für den Jakobsweg und die Via regia am selben Platz. Nicht immer einfach, den richtigen Weg zu finden. Aber wenn man doch mal vom Pfad abkommt, den die App vorschlägt, nimmt man eben eine andere Gasse. Einheimische werden den Weg auch ohne App leicht finden. Für Ortsfremde ist es auch eine Entdeckungstour durch die verwinkelten Gässchen.

Vom Nikolaiturm aus verläuft der offizielle Luther-Weg der App vorbei am Inselzoo um den Großen Teich. Eher ein touristischer als ein historisch korrekter Abstecher. Als nächstes erreicht man über die Berggasse die Roten Spitzen. „Stellen Sie sich vor, sie kommen als Mensch des Mittelalters hier entlang, um sie herum nur flache Holzbauten und dann diese imposanten Türme aus Stein“, sagt Büring.

Die heute noch stehenden Turmspitzen gehörten einst zur Marienkirche des Augustinerklosters. „Erst 30 Jahre nach der Reformation ließ sich der Abt dazu bewegen, gegen eine Pensionszahlung seinen Posten zu räumen“, schildert Büring die damalige Situation.

Vorbei am Residenzschloss, wo Luther während seiner Aufenthalte predigte und an der Kanzel der Schlosskirche verewigt wurde, geht der Rundweg weiter zur Sankt Bartholomäikirche. Hier erwartet die Besucher die Dauerausstellung „Georg Spalatin – Freiheit und Glaube“.

Laut App dauert der Rundweg durch Altenburg dreieinhalb Stunden und ist knapp fünf Kilometer lang. An mancher Stelle ist der Blick auf die Karte der App schwierig, da sich die Karte nur schwer ruhig halten lässt und zuweilen etwas starr und verspätet reagiert. Ortsfremde könnten so leicht vom Weg abkommen. Aber dann entdecken sie vielleicht noch andere schöne Seiten der Altenburger Innenstadt.

Von Tatjana Kulpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Altenburg
  • LVZ-Sommerkino im Scheibenholz
    LVZ Sommerkino im Scheibenholz: Alle Infos zu Filmen, Ticketverkauf und dem Rahmenprogramm.

    Das LVZ-Sommerkino lud wieder zu unterhaltsamen Filmabenden ins Scheibenholz ein. Sehen Sie hier einen Rückblick in Fotos und Geschichten. mehr

  • Zeitung in Schulen

    Herzlich willkommen bei den Schulprojekten der Leipziger Volkszeitung und ihrer Regionalausgaben. mehr

  • LVZ-Fahrradfest 2017
    Logo LVZ-Fahrradfest

    Das 13. LVZ-Fahrradfest lud am 14. Mai 2017 wieder Radler ein, gemeinsam in die Pedalen zu treten. Fotos, Videos und Infos finden Sie in unserem Sp... mehr

  • Jahrtausendflut 2002

    Entlang von Mulde, Elbe und Pleite brach im August 2002 eine verheerende Flutkatastrophe herein. Die LVZ zeigt eine Bestandsaufnahme. mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr

  • Sparkassen Challenge
    Logomotiv der Sparkassen Challenge 2017

    "Sport frei!" heißt es auch 2017 bei zahlreichen Wettkämpfen der Sparkassen-Challenge. Alle Events mit vielen Fotos finden Sie hier! mehr

  • Gutes von hier

    Das regionale Schaufenster mit Produkten und Dienstleistungen aus dem Leipziger Raum - von traditionell bis innovativ. Gutes von hier eben! mehr