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Altenburg Auf die Pedale, fertig, los: Schüler suchen besten Fahrradfahrer
Region Altenburg Auf die Pedale, fertig, los: Schüler suchen besten Fahrradfahrer
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00:33 28.06.2015
Mit voller Konzentration bewegt sich Tim Hußner aus Thonhausen auf dem Parcours. Quelle: Mario Jahn
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Im Verkehrsgarten an der Liebermannstraße stand das traditionelle Kreisfinale der diesjährigen Fahrradausbildung an, für das sich die jeweils besten Mädchen und Jungen der vierten Klassen qualifiziert hatten.

"Klar will ich auch heute gewinnen", sagte David nach absolviertem Theorietest. Vor ihm, seinem gleichaltrigen Schulkameraden Pharell Wiche aus der Parallelklasse und den anderen Startern lag an diesem Vormittag noch ein üppiges Programm: Im Parcours mussten im praktischen Teil diverse Herausforderungen mit dem Fahrrad fehlerfrei absolviert werden. Außerdem galt es, versteckte Defekte oder Mängel an drei Fahrrädern zu finden. "Ein dritter Platz wäre schon schön", meinte Pharell, der seit seinem vierten Lebensjahr mit dem Fahrrad unterwegs ist. "Meine Eltern haben es mir beigebracht, und seitdem bin ich oft damit unterwegs", so der Viertklässler.

Seit 1992 gibt es diese Fahrradausbildung als Pflichtstoff an den vierten Klassen in Thüringen. Und seit nunmehr 20 Jahren findet so ein gemeinsames Finale statt, das vom Landratsamt, der hiesigen Verkehrswacht und der Polizei ausgerichtet wird. "Für die teilnehmenden Kinder ist dieses Finale immer ein Höhepunkt, auf den sie sich richtig freuen", sagt Monika Meister von der Verkehrswacht. Deshalb halte man auch in Zeiten knapper Kassen an dieser Veranstaltung fest, die nach Meisters Kenntnisstand einzigartig in Thüringen ist.

Insgesamt haben im zu Ende gehenden Schuljahr 660 Mädchen und Jungen aus 40 vierten Klassen von 21 Grundschulen sowie zwei Förderzentren diese Ausbildung mit praktischem und theoretischem Teil durchlaufen. Wie anspruchsvoll diese Ausbildung ist, beweist allein die Tatsache, dass 43 Kinder die Prüfung nicht bestanden haben.

Für Polizistin Carolina Burkhardt kommt diese recht hohe Durchfallquote aber nicht überraschend: "Wir erleben es in der Fahrradausbildung immer häufiger, dass Kinder überhaupt nicht Fahrrad fahren können oder motorische Probleme damit haben." Letzteres könne man von Haus aus vermeiden, wenn die Kinder regelmäßig mit dem Rad unterwegs sind und schon frühzeitig an den Drahtesel beispielsweise durch Laufräder herangeführt werden. Gestern aber saßen alle sicher im Sattel. Kein Wunder als Klassenbeste.

Jörg Wolf

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