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Aufbau-Frauen machen Dampf: Knappe Niederlage gegen Zweitligist, Neuer Trainer für 2. Mannschaft

Aufbau-Frauen machen Dampf: Knappe Niederlage gegen Zweitligist, Neuer Trainer für 2. Mannschaft

Wenn ein Handball-Viertligist gut zwei Wochen vor dem Saisonstart mit einer knappen Niederlage aus einem Testspiel gegen ein Zweitliga-Team geht, dann muss er viel richtig gemacht haben.

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Aufbau-Neuzugang Sarah Schaaf (mit Ball) zieht voll durch, übernimmt Verantwortung und steuert den einen oder anderen Treffer im Test gegen Zwickau bei.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. Von Thomas Haegeler und Lutz Pfefferkorn

Sechs Minuten vor dem Schlusspfiff lag für das Team der Trainer Michael Zita und Christian Vincenz sogar die ganz dicke Überraschung in der Luft. Denn da führten sie gegen Zwickau 25:24. Und das, obwohl die Coaches weiter auf Caroline Konrad, Anja Friedrich und Stefanie Lingk verzichten mussten. Aber das schien die Damen, die auf der Platte standen, nicht zu irritieren. Ohne Scheu machten sie Dampf auf allen Positionen. Zweitligist Zwickau ist derzeit allerdings nicht zu beneiden. Denn kurz vor Saisonbeginn hat das Verletzungspech auch dort ziemlich arg zugeschlagen.

So also hieß es für die Trainer beider Mannschaften vordergründig, nach Alternativlösungen zu suchen, was zunächst zwar gut aussah, jedoch beim Abschluss immer wieder Mängel hervorrief. Das 6:4 nach 18 Minuten ließ jedenfalls nicht unbedingt auf eine effektive Ausbeute schließen. Doch beide Teams wussten sich zu steigern. Dass dies dann teilweise zulasten der Defensive ging, stellte die Coaches aber weit weniger zufrieden. Vor allem für die Kreismittelspielerin der Gäste fühlte sich in der Aufbau-Abwehr niemand richtig zuständig und so gelangen den Zwickauerinnen von dieser Position immer wieder leichte Tore, die sie kurz vor der Pause noch mit drei Treffern in Front bringen sollten.

Neuzugänge übernehmen Verantwortung

Nach dem Seitenwechsel zogen die Kontrahenten nochmals merklich das Tempo an und suchten den schnellen Abschluss. Aufbau verlagerte nun viel Verantwortung auf die Schultern ihrer Neuzugänge Sarah Schaaf, Franziska Greiner und Lucie Mrozkova und initiierte nun einen Konter nach dem anderen. Als dann auch noch Vivien Walzel, Lucie Dorotikova und Jana Foksova auf Hochtouren liefen, erreichte das MHV-Team durchaus optische Gleichwertigkeit.

Hätte nicht die bundesligaerfahrene Nele Kurzke, Neuzugang vom FHC Frankfurt, im Zwickauer Tor einige Male großartig pariert, hätten die Aufbau-Mädels durchaus berechtigte Siegchancen gehabt. So reichte die Führung der Skatstädterinnen nur bis in die 54. Minute. Dann scheiterte man dreimal über links an der Torfrau Kurzke, während sich die Zwickauerinnen einen Zacken cleverer anstellten, ihre Bälle in der Schlussphase sicher verwerteten und damit doch noch die Kohlen aus dem Feuer holten. Die beiden Aufbau-Trainer Zita und Vincenz zeigten sich indes nicht unzufrieden mit der Leistung ihrer Mannschaft, sahen aber auch noch einige Ansatzpunkte für das nun folgende dreitägige Trainingslager.

Volker Friedrich übernimmt Verbandsliga-Team

Aber auch an anderer Stelle tut sich etwas bei den Aufbau-Handballerinnen. Denn die zweite Mannschaft, die aktuell in der Verbandsliga zu Hause ist, hat einen neuen Trainer. Der heißt Volker Friedrich, ist 42 Jahre alt und coachte zuletzt Sachsenligist TSG Taucha. "Nachdem Thomas Moosbach als Co-Trainer zu Lothar Doering und den Männern gewechselt ist und David Steinbach berufsbedingt nicht mehr die Zeit hat, hatten wir niemanden mehr", erklärte der Vereinsvorsitzende Lutz Härtel die Notwendigkeit der Neubesetzung. Da sei das Angebot gerade recht gekommen. "Zumal sich Michael Zita und Volker Friedrich bereits von früher kennen und schon einmal eng zusammengearbeitet haben."

Das klingt nach strafferer Struktur und mehr Abstimmung und nach dem Plan, der Oberliga-Truppe einen echten Unterbau zu geben. "Perspektivisch wollen wir das Team als Reserve der ersten Mannschaft etablieren", sagte Härtel weiter. Das Wort Aufstieg nehme man aber in dieser Saison noch nicht in den Mund. "Wir streben eine Konsolidierung mit den Spielerinnen an, die wir jetzt dort haben, und wollen ab Ende dieses und im nächsten Jahr verstärkt Nachwuchs integrieren." Schließlich könnten im Handball Talente ab 16 Jahren bei den Frauen spielen.

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