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Altenburg Aufbau-Handballer kassieren bittere Niederlage
Region Altenburg Aufbau-Handballer kassieren bittere Niederlage
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21:11 12.01.2015
Beim Siebenmeter macht Aufbau-Spieler Ronny Bärbig eine gute Figur - zum Sieg reicht es am Ende aber nicht. Quelle: Mario Jahn

Er hatte sich mit knapp 100 weiteren Zuschauern das Abstiegsduell Letzter gegen Vorletzter angetan und war von der 21:25 (10:16)-Niederlage der Altenburger natürlich mehr als enttäuscht. Aber nicht nur das: Insgesamt dürfte der Auftritt der Skatstädter als Handballmannschaft nur die wenigsten der Fans an diesen Tag überzeugt und zum Wiederkommen animiert haben.

Die Begegnung begann erneut ernüchternd: Die Aufbau-Männer kamen überhaupt nicht in die Gänge und gerieten nach sieben Spielminuten bereits mit 2:6 ins Hintertreffen. Beim 4:9 nach elf Minuten sah das immer noch nicht besser aus, und Aufbau-Coach Doering zog die grüne Karte zur Auszeit. Vor allem die schlechte Einstellung im Abwehrverhalten dürfte dabei angesprochen worden sein. Denn für kurze Zeit schien die Ansprache Früchte zu tragen, und die Hausherren verkürzten auf 8:10. Aber es war nur eine kurze Zeit des Aufbegehrens, dann hatten die Eisenacher Jungspunde die Partie wieder im Griff und zogen erneut unaufhörlich ihre Kreise. Aufbau-Schlussmann Michael Wolf war es in dieser Phase zu verdanken, dass die Gastgeber nicht frühzeitig so richtig unter die Räder gerieten. Aber auch so reichte das, was die Bundesligareserve der Westthüringer mit den Altenburgern trieb, um bis zur Pause den Vorsprung auf sechs Tore auszubauen.

Die zweite Spielhälfte begann sogleich mit einen Gästetor. Was sollte beim 10:17-Spielstand noch möglich sein? Eine ganze Menge, wenn das Team als Mannschaft funktioniert, wenn jeder für den anderen spielt und kämpft - das zeigten die Aufbau-Männer in den folgenden zehn Spielminuten. Plötzlich war das Aufbau-Team auf 16:17 ran und hatte sogar mehrfach den Ausgleich in den Händen. Es ist fast schon bezeichnend, dass dabei ausgerechnet der Jüngste im Aufbau-Team auftrumpfte. Hatte Nico Bertus in der ersten Halbzeit noch einige Großchancen liegen gelassen, klappte es nun immer besser. Er fand die Lücken zwischen Keeper und Torpfosten. Der Ausgleich war also weiter möglich.

Fünf Spielminuten später war es dann so weit: Das 20:20 leuchtete von der Anzeige. Es hätte vielleicht in roter Farbe blinken müssen, damit jedem Aufbau-Spieler bewusst gewesen wäre, dass hier durchaus noch die Wende im Bereich des Möglichen liegt. Denn mit einen Mal war es bei den Altenburger vorbei mit dem Aufbegehren. Die Gäste zogen über ihre Achse aus starkem Mittelspieler und wendigem Kreisläufer wieder auf 20:23 davon. Damit war's das. Zudem fehlte es den Altenburgern an vielem, unter anderem der Willenskraft. Eine bittere Niederlage war damit besiegelt.

Auf die Aufbau-Handballer kommen schwere Zeiten zu. Zwar sind erst die Hälfte der 26 Spiele absolviert, und somit ist generell noch viel möglich. Allerdings sind die Altenburger fünf Punkte vom rettenden Ufer entfernt und haben schon fünf Heimspiele in den Sand gesetzt. Die Liga scheint einfach zu stark und zu ausgeglichen für die Altenburger. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt, aber viel Zeit dafür ist nicht mehr. Die nächsten drei Begegnungen finden in eigener Halle statt - Mitte Februar dürfte somit feststehen, in welche Richtung der Weg für die nächste Saison gehen wird.

Aufbau: Wolf, Kießhauer, Unger (1), Bärbig (5), Krause (2), Abt (2), Fick (4), Bertus (4), Härtel (1), F.Schörnig (1), O Schörnig (1), Härling (1).

Lutz Pfefferkorn

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