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Aufbau-Handballer quälen sich ins Pokal-Viertelfinale

Aufbau-Handballer quälen sich ins Pokal-Viertelfinale

Die Thüringenliga-Handballer des SV Aufbau Altenburg werden sich im Lostopf befinden, wenn am 5. Januar in Bad Blankenburg das Viertelfinale des Landespokals ausgelost wird.

Altenburg.

Der Weg dorthin war beim 31:28 (12:16)-Heimsieg gegen den SV Wutha-Farnroda am Sonnabend allerdings schwerer, als man das erahnen konnte.

 

Gegen den Landesliga-Siebenten war Aufbau klarer Favorit, kam damit aber überhaupt nicht zurecht. Zwar führten die Hausherren nach fünf Minuten bereits 3:1, was das Team in den restlichen 25 Minuten allerdings ablieferte, war nicht nur schlecht und erfolglos, sondern ließ Einsatz und Leidenschaft vor allem bei den Fans auf fast unerträgliche Weise vermissen. Die Gäste, beileibe keine Übermannschaft, agierten dagegen fern ab jeglichen Respekts und demonstrierten auf anschauliche Art und Weise zu welcher Leistung ein Landesligist auf auswärtigem Parkett in der Lage ist.

 

So hatten die Gäste beim 4:3 erstmals die Führung übernommen und taten einiges, um diese nicht nur zu verteidigen, sondern bis Mitte der ersten Halbzeit gar auf 11:7 auszubauen. Dabei sah vor allem die Altenburger Abwehr immer wieder richtig schlecht aus, wurde phasenweise vorgeführt. Dass Trainer Lothar Doering mit Bennet Leuschke und den beiden Stammtorhütern Kevin Günther und David Kießhauer drei Stammkräfte fehlten, konnte aber nicht als Ausrede herhalten. Denn ansonsten war alles an Deck, auch Felix Herzendorf nach fast zwei Jahren verletzungsbedingten Ausfalls.

 

Aber irgendwie kamen die Hausherren nicht richtig in die Gänge, verzettelten sich immer wieder in ihren Angriffsaktionen oder scheiterten fast kläglich am Gästeschlussmann, der durch unkonzentrierte Würfe regelrecht abgeschossen wurde. Einzig André Werrmann hielt sein Team jetzt mit ein paar schönen Hüftwürfen noch einigermaßen im Spiel. So war es auch kein Zufall, dass die Gäste eine Vier-Tore-Führung mit in die Kabinen nehmen konnten, verdient hatten sie es sich mit ihrer unbekümmerten Spielweise allemal.

 

Es konnte also für Aufbau in den zweiten 30 Minuten nur besser werden. Doch zunächst ging auch nach dem Wechsel gar nichts. Die Gäste erzielten schnell die ersten beiden Tore und führten somit 18:12. Sollte hier eine deftige Blamage in der Luft liegen? Es sah fast danach aus. Ein derartiges Bauchgefühl muss dann auch die Hausherren beschlichen haben. Denn mit einem Mal ging ein kleiner, aber spürbarer Ruck durch das Team der Gastgeber. Martin Stockhaus bließ nun zur Attacke. Der wieselflinke Linksaußen ging nun ab wie ein Zäpfchen, erlief sich einen Konter nach dem anderen und hatte großen Anteil daran, dass nun der Startschuss für eine Aufholjagd gefallen war. Wenn auch noch längst nicht alles nach Wunsch lief, beste Chancen weiter liegen gelassen wurden, aber so nach und nach kam man dem Gegner, dem nun etwas die Luft ausging, näher und näher.

 

Als dann auch noch Kevin Reinhardt ein paar schwere Bälle parieren konnte, war der Ausgleich nicht mehr fern und beim 23:23 endlich Realität. Bis zum 28:27 sollten sich die tapferen Gäste noch wehren können, dann war auch ihr Wille gebrochen und der Favorit seiner Rolle gerecht geworden. Wie schwer dieser Erfolg allerdings fiel, darüber schweigt das Ergebnis - zum Glück. Ein frohes Weihnachtsfest allerdings haben sich dennoch alle Handballer redlich verdient.

 

Aufbau: Reinhardt, Stockhaus (5), Bärbig, Wagner (1), Harzendorf (6), Beer(5), F. Schörnig (4), Pohle (1), Werrmann (5), Melzer (1), Härtel, Jahn (1), O. Schörnig (2), Rohr.

Lutz Pfefferkorn

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