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Altenburg Aufbau-Handballerinnen landen historischen Sieg
Region Altenburg Aufbau-Handballerinnen landen historischen Sieg
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19:47 20.03.2012
Kaum zu halten: Lucie Dorotikova (M.) und die Aufbau-Handballerinnen spielen Gera regelrecht an die Wand. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Obwohl beide Teams der gleichen Spielklasse angehören, sahen die Fans der Prinzenräuberinnen zwei Mannschaften völlig unterschiedlichen Niveaus. Dabei waren die Geraerinnen mit der Empfehlung ihres Heimsieges gegen Calbe in der Skatstadt angereist, ließen allerdings sämtliche Tugenden vermissen und hatten gegen ein hochmotiviertes Aufbau-Team nicht die Spur einer Chance.

Die Altenburgerinnen nämlich legten ein Tempo vor, dass einem Angst und Bange werden konnte. So leuchtete nach noch nicht einmal zehn Minuten bereits ein 6:1 auf der Anzeigetafel. Nur durch die erste Geraer Auszeit konnten sich die Gäste mal für eine Minute Zeit zum Luftholen verschaffen. Dann aber ging die Hatz weiter und über die Stationen 10:3 und 16:7 in Richtung Elf-Tore-Halbzeitführung. Dabei machten es die Gäste durch ihr Übermaß an technischen Fehlern den Altenburgerinnen nicht einmal schwer, immer wieder ohne jegliche Abwehrhandlung in Ballbesitz zu kommen. Das ließ den - nach dem Sportunfall von Micha Zita - seit dieser Woche auf dem Chefposten befindlichen Coach Christian Vincenz bereits zur Pause ins Schwärmen geraten. "Die Mädels setzten genau das um, was wir besprochen haben, ich bin rundum zufrieden."

Und in den zweiten 30 Minuten sollte sich der Klassenunterschied sogar noch deutlicher gestalten. Gera erschien jetzt nur noch wie gelähmt und verkrampfte immer wieder bereits im Spielaufbau. Ganz anders dagegen Aufbau, wo der Ball schnell von Jana Foksova und Lucie Dorotikova nach vorn gebracht und dann geschickt auf die freigelaufenen Anja Friedrich und Vivien Walzel verteilt wurde. Letztere war in ihrem Tordrang nun überhaupt nicht mehr zu bändigen und versenkte 16 Bälle extrem sicher. Eine fast unheimliche Bilanz, wenn man beachtet, dass sie damit genau ein Tor mehr erzielte als das gesamte Gäste-Team.

Als zwischen der 38. und 44. Minute neun Tore am Stück gelangen, standen beim 33:13 bereits 20 Tore zwischen den Altenburgerinnen und ihrem Gegner und es war noch lange nicht Schluss. Denn auch die Endphase wurde noch einmal zu einem einzigen Schaulaufen für die Aufbau-Mädels. Mit ihrer felsenfesten Abwehr verleiteten sie die Gäste weiter immer wieder zu leichten Fehlern und Fehlabspielen. Hätte das eigene Umkehrspiel noch etwas strukturierter funktioniert, nicht auszudenken, was für ein Ergebnis möglich gewesen wäre. Aber es reichte auch so, der Sieg und die Punkte waren hochverdient und nun muss in der nächsten Woche in Haldensleben nachgelegt werden, dann ist sogar wieder ein Medaillenplatz möglich.

Zimmermann, Keller, Foksova (9), Friedrich (4), Dorotikova (6/3), Wurst, Große, Walzel (16/1), Holz (3/1), Lingk (3), Konrad (1).

Lutz Pfefferkorn

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