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Aufbau-Handballerinnen schlagen sich wacker

Aufbau-Handballerinnen schlagen sich wacker

Vielleicht hatte der eine oder andere aufgrund der Tabellensituation im Vorfeld mit einer deutlicheren Niederlage gerechnet. Möglicherweise spekulierte mancher gar, ob die Oberlgia-Handballerinnen des SV Aufbau Altenburg 30 oder gar 40 Tore vom SC Markranstädt eingeschenkt bekommen.

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Das Aufbau-Team um Franziska Holz (2.v.l.) wehrt sich dermaßen, dass Markranstädt nur der bisher zweitniedrigste Saisonsieg gelingt. Punkte bringt das freilich nicht.

Quelle: Mario Jahn

Doch all die Zweifler machten die Rechnung ohne das hochmotiviert, kämpferisch und geschlossen auftretende Team von Trainer Volker Friedrich. Denn im 13. Saisonspiel unterlag man dem Spitzenreiter am Sonnabend zwar 20:28 (11:18), enttäuschte aber nicht.

 

Immerhin schafften es die Altenburgerinnen, dass der ungeschlagene Tabellenführer seinen zweitniedrigsten Sieg einfuhr. Auch wenn das den SCM wenig bewegt, ist es doch für die Aufbau-Frauen ein deutliches Signal in die richtige Richtung. Ihre große Motivation zeigte sich von Beginn an auf beiden Seiten: Nach einer langen Abtastphase - das erste Tor fiel erst in der dritten Minute - glich Aufbau zum 2:2 aus.

 

Grund dafür war vor allem eine gut formierte Altenburger Abwehrreihe, in der sich jede Spielerin für ihre Nebenfrau engagierte und die Zweikämpfe aggressiv angenommen wurden. Auch im Angriff konnte die Mannschaft um Strippenzieherin Stefanie Lingk die taktischen Maßnahmen auf die Platte bringen und dem Gegner damit auf Augenhöhe begegnen. Leider gesellten sich aber auch wieder Unkonzentriertheiten dazu, die Markranstädt stets in eigene Tore ummünzte. Nach dem 7:9 (20.) konnten sich die Spielerinnen von Gäste-Trainer Michael Zita deswegen auf 7:13 absetzen und bis zur Halbzeit den Vorsprung auf sieben Tore ausbauen (11:18).

 

Nach der Halbzeit vermochten es die Gäste sogar durch schnelle Konter und eine gut aufgelegte Torhüterin Julia Hegemann auf 11:22 davonzuziehen. Wer nun aber dachte, dass sich Aufbau aufgab und sich mit einer hohen Niederlage abfand, wurde eines Besseren belehrt. Vor allem Youngster Benita Ebersbach zeigte sich - wie im Spiel gegen den THC II - wieder von ihrer besten Seite und unterstützte die Mannschaft nach Kräften. Und für diesen belohnte sich die Mannschaft beim 20:26, als sie den Vorsprung der Gäste schon fast wieder halbiert hatte.

 

Letztlich waren die 27 Fehlwürfe aber doch zu viel, um den Spitzenreiter noch etwas mehr zu ärgern. Am Ende hieß es deshalb 20:28 - ein Ergebnis mit dem sich beide Mannschaften durchaus zufrieden zeigten. "Das 20:28 gegen einen Spitzenreiter, der ungeschlagen und absoluter Aufstiegsaspirant ist, ist zwar ein Zwei-Punkte-Verlust in der Tabelle, aber es ist eben auch eine riesige Motivation für die anstehenden Herausforderungen", fasste Mannschaftsbetreuer Rick Wurzbach die Stimmung nach dem Spiel zusammen. Und auch Chef-Coach Friedrich wirkte erleichtert: "Ich bin mit der Leistung meiner Mannschaft definitiv zufrieden, wir haben gezeigt, dass wir noch ein Wörtchen mitzureden haben im Kampf um den Klassenerhalt und wenn wir diese Motivation und die positiven Dinge aus diesem Spiel mitnehmen können, dann ist unser Ziel auf jeden Fall erreichbar."

 

Einen ganz besonderen Dank richtete die Mannschaft nach der Partie an die Como-Vento-Familie, die zusammen mit den 350 Zuschauern eine tolle Stimmung im Goldenen Pflug verbreiteten und mit ihren "sambasiastischen Trommelkünsten" für lautstarke Unterstützung sorgten. Unter dem Motto "Angriff ist die beste Verteidigung" wollen die Altenburgerinnen in der kommenden Woche an die gute Mannschaftsleistung anknüpfen und gegen den direkten Tabellennachbarn aus Görlitz (18. Januar, 18 Uhr, Goldener Pflug) beide Punkte für sich beanspruchen.

 

Aufbau: Wodrich, Wippich Dietrich (1), Lange, Winkler (2/1), Biele (5), Mahnstein, Schmidt, Herziger, Lingk (6), Holz (3), Ebersbach (2).

Annekathrin Rudolph

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