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Aufbau-Handballern gelingt mit Rumpftruppe Pokalsensation gegen höherklassige Werrataler

Aufbau-Handballern gelingt mit Rumpftruppe Pokalsensation gegen höherklassige Werrataler

HSG Werratal 33:31 (18:14). Es gibt sie noch, die eigenen Gesetze des Pokals. Eine Sensation erlebten rund 200 Zuschauer am späten Samstagabend im Goldenen Pflug beim Spiel David gegen Goliath, oder Landesligist Altenburg gegen Thüringenligist Werratal.

Aufbau Altenburg. Es gibt sie noch, die eigenen Gesetze des Pokals. Eine Sensation erlebten rund 200 Zuschauer am späten Samstagabend im Goldenen Pflug beim Spiel David gegen Goliath, oder Landesligist Altenburg gegen Thüringenligist Werratal. Dabei sprach neben dem Klassenunterschied so ziemlich alles gegen die Rumpftruppe aus der Skatstadt. Doch die noch verbliebenen, vom Verletzungspech verschonten Hausherren konnten auf die moralische Unterstützung ihrer kränkelnden Spielbeobachter Oliver Schörnig, Moritz Pohle, Paul Härtel, Antonio Rohr und Jan Melzer bauen.

 

Und die sahen keineswegs eine sich vor Ehrfurcht versteckende Aufbau-Mannschaft, sondern ein Team, dass couragiert und diszipliniert zu Werke ging. Dafür wurde man mit der 3:2-Führung belohnt. Die Gäste, die in der vergangenen Saison bei ihrem Gastspiel im Goldenen Pflug fast 50 Tore erzielt hatten und bis auf Mitrovic und Alaj in Bestbesetzung antraten, zeigten sich davon jedoch überhaupt nicht geschockt. Jedenfalls harrten sie zunächst der Dinge, die da kamen.

Wohl erst recht, als sich die Führung wie selbstverständlich dann beim 4:6 zu ihnen geneigt hatte und die Partie eigentlich ihren gewohnten Lauf hätte nehmen können. Aber da hatte man wohl nicht mit den "Nun-erst-recht Effekt" der Aufbau-Männer gerechnet, die von nun an ihr Spiel aufzogen und eine Partie boten, die ihnen wohl kaum jemand zugetraut hätte. Am wenigsten die Gäste, die jetzt mit ansehen mussten, wie Ronny Bärbig geschickt die Fäden zog und seine Mitspieler immer wieder perfekt in Szene setzte. Und die zeigten auch weiter keinerlei Respekt und übernahmen Mitte der ersten Halbzeit nach schönen Toren vom Linksaußen Florian Pohle und des unermüdlich rackernden Kreisläufers Mike Dietze wieder die Führung. Zu diesem Zeitpunkt sicher ohne auch nur in ihren kühnsten Träumen zu erahnen, dass sie diese im nachfolgenden gesamten Spielverlauf nicht wieder abgeben müssen.

Grund dafür: die auch weiterhin von allen Mannschaftsteilen mit fast ungewohnter Kaltschnäuzigkeit und enormer Einsatzbereitschaft geprägte Spielweise. Diese sollte dann zunächst schon einmal zur 18:14-Pausenführung genügen. Doch noch hatte der große Favorit aus Westthüringen ja 30 Minuten Zeit, die Partie in geordnete Bahnen zu lenken.

Aber nichts da. Diese Rechnung hatte der Jäger ohne die Hasen gemacht. Denn die begannen mit zunehmender Spielzeit immer mehr an ihre Möglichkeit zu glauben, hier erfolgreich zu sein und wurden nun gar noch stärker und frecher. Wohl erst recht, als Bärbig drei Gewaltwürfe in die Maschen jagte und Felix Harzendorf bei allen seinen zehn Siebenmetern den Gästekeepern nicht die Spur einer Chance ließ. Zehn Minuten vor Ende führte Aufbau mit sechs Toren und hatte bereits genügend Chancen, den Sack zuzumachen.

Vier teilweise überzogene Zeitstrafen sollten die Partie dann zumindest noch einmal etwas spannend machen, weil nun vor allem Sascha Kleint auf Seiten der Gäste immer wieder mit schnellen Toren um den Anschluss bemüht war. Aber die Hausherren ließen nichts mehr anbrennen: David Kießhauer knüpfte im Tor an die guten Leistungen seines Vorgängers Sebastian Günther nahtlos an und hatte damit auch seinen Anteil am letztlich verdienten Pokalerfolg. Denn der wurde spätestens zur Realität, als zwei Minuten vor Ende Florian Pohle den 33. Aufbau-Treffer erzielte.

 

 

Günther, Kießhauer, Moosdorf (2), Bärbig (5), Dietze (3), F. Pohle, Hoppe (1), Harzendorf (11), Stockhaus (3), F. Schörnig (2), Krause (2).

Lutz Pfefferkorn

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