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Altenburg Aufbau ärgert Aufstiegsfavoriten
Region Altenburg Aufbau ärgert Aufstiegsfavoriten
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20:35 24.09.2013
Bennet Leuschke (2.v.l.) gehört zu den stärksten Aufbau-Handballern. In Halbzeit zwei verletzt er sich - auch ein Grund, warum Altenburg noch klar verliert. Quelle: Mario Jahn

26:32 (14:15) hieß es am Ende im Goldenen Pflug aus der Sicht des Teams von Trainer Lothar Doering, das zudem arg vom Verletzungspech gebeutelt wurde.

Dabei begann die Partie für die Hausherren alles andere als nach Maß. Denn die Gäste begannen mit viel Druck und Tempo, was sie nach knapp zehn Minuten schon mit 7:2 in Führung brachte. Zwar mühte sich das Aufbau-Team, das ohne Martin Stockhaus, Oliver Schörnig und Florian Pohle antreten musste, vor allem über seine Mittelachse Patrick Jahn, Patrick Beer und Bennet Leuschke redlich, aber die einfachen Tore gelangen zu diesem Zeitpunkt noch den Glockenstädtern. Auch nach 20 Minuten sah das bei der 12:6-Gästeführung numerisch immer noch nicht viel besser aus. Zwar gingen die Altenburger jedes Tempo mit, aber sie scheiterten auch einige Male unglücklich am Apoldaer Keeper.

Hinzu kam die bereits erwähnte Verletzungsanfälligkeit, die Mitte der ersten Halbzeit zunächst Jahn und dann auch Jan Melzer am Knie erwischte. Dem Kampfgeist der Einheimischen tat das jedoch keinen Abbruch. Dass man den Favoriten auch kalt erwischen kann, bewies das Team dann in den letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit. Mit schönen Einzelaktionen über Beer, Leuschke und dem an diesen Tag vielleicht besten Aufbau-Spieler André Werrmann, aber auch gelungenen Kombinationen und schönen Torhüterparaden kämpfte sich die Mannschaft Tor um Tor an Apolda heran und wurde schließlich kurz vor der Pause gar noch mit dem Anschlusstreffer belohnt.

Wer nun dachte, dass man den Gästen im zweiten Spielabschnitt ebenso Paroli bieten könnte, sah sich frühzeitig getäuscht. Als sich nämlich Aufbau durch die Ausfälle von Leuschke und Paul Härtel erneut weiter reduzierte, war die gesamte Bank aufgebraucht und die Aufstellung regelte sich damit von selbst. Dass die Skatstädter unter derartigen Voraussetzungen einen Aufstiegsfavoriten nicht weiter in Bedrängnis bringen konnten, war spätestens jetzt jedem Anwesenden klar und es kam, was kommen musste. Beim 17:19 war der Gegner letztmalig in Reichweite, dann zog er über die Stationen 17:23 und 23:30 seine Kreise und steuerte einem ungefährdeten Auswärtserfolg entgegen.

Das Aufbau-Team hatte alles probiert, war teilweise ans Limit gegangen und hatte keinesfalls enttäuscht. Die Doering-Sieben muss sich nun in Geduld üben, denn mit Sicherheit kommen auch noch leichtere Gegner in den nächsten Spielen. Viel wichtiger wird jedoch sein, wie der Heilungsprozess der angeschlagenen Spieler in den nächsten Wochen verläuft. Wenn alle Akteure fit sind, braucht Aufbau wohl keinen Gegner der Thüringenliga zu fürchten.

Aufbau: Kießhauer, Günther, Bärbig, Wagner, Beer (7), Leuschke (5), Werrmann (7), Heuschkel, Melzer (4), Jahn, Härtel (3).

Lutz Pfefferkorn

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