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Aufbau gibt Führung aus der Hand

Aufbau gibt Führung aus der Hand

Für ihren Saisonausklang hätten sich die Thüringenliga-Handballer des SV Aufbau Altenburg gemeinsam mit ihren Fans einen erfolgreicheren Abend gewünscht. Nach gut 50 Minuten lief eigentlich alles nach Plan.

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Patrick Beer (2.v.l.) und das Thüringenliga-Team der Aufbau-Handballer hat die Gäste aus Erfurt über weite Strecken fest im Griff. Doch am Ende will nichts mehr gelingen und so verliert man noch unglücklich.

Quelle: Mario Jahn

Es sah nach bestem Handball aus, was das Team von Trainer Lothar Doering in der Sporthalle Südost gegen HSC Erfurt anstellte. Umso bitterer war dann die 31:32 (19:15)-Niederlage zum Schluss.

 

"So etwas habe ich noch nicht erleben müssen, und will das auch nicht wieder", sagte der sichtlich gezeichnete Kapitän Ronny Bärbig unmittelbar nach dem Abpfiff. Erklärungen für den knappen Misserfolg hatten weder er noch der Rest der Mannschaft.

 

Was war geschehen? Durch die späte Entscheidung der Spielkommission des Thüringer Handball-Verbandes, die Absteiger von vier auf zwei zu reduzieren, hatte das Spiel des Tabellenneunten gegen den Zehnten nur noch symbolischen Wert. Gewinnen wollten allerdings beide Teams, was schon in der Anfangsphase offensichtlich wurde. Mike Dietze störte in seinem letzten Spiel für Aufbau in vorgezogener Abwehrposition immer wieder geschickt den Angriffsaufbau der Gäste, die sich dann in der Abwehr festliefen. Dann ging es meist schnell über die wieselflinken Patrick Beer und Moritz Pohle nach vorn und so war Mitte der ersten Halbzeit beim 10:6 schon das Fundament für einen Sieg gelegt.

 

Der Ball lief auch weiterhin gut und sicher im Aufbau-Angriff über Bärbig, Melzer und den wieder bestens aufgelegten Olli Schörnig. Der konnte kurz vor der Pause gar das 18:13 erzielen, sodass die Hausherren keinen Gedanken daran verschwendeten, dass hier etwas schiefgehen könnte. Zumal David Kießhauer noch ein paar schöne Paraden zeigte und sogar ein Kempa-Abschluss den Weg ins Tor fand. Damit sollten sich die ersten 30 Minuten ganz vorn im Ranking der Saison etablieren.

 

Die Aufgabe für die zweite Spielhälfte lautete dementsprechend nur noch, den berühmten Sack zuzumachen. Und wieder ging das Aufbau-Team, bei dem jetzt Leuschke, Bohnstedt und Werrmann ins Spiel gekommen waren, die Sache mit viel Engagement und Leidenschaft an. Auch wenn die Gäste - vielleicht infolge der jetzt praktizierten defensiven 6:0-Abwehr - zu einigen leichten Toren kamen, die Einheimischen hatten im Gegenzug immer wieder die richtige Antwort parat und stellten den alten Abstand schnell wieder her.

 

Dieses Szenario wiederholte sich noch einige Male bis in die besagte 50. Minute, als die Gastgeber 28:21 führten. Auch zwei Minuten später ließ die 29:22-Führung noch nichts Schlimmes erahnen, wohl erst recht nicht das 31:25 bei noch sieben zu spielenden Minuten. Welcher Film vor den Augen von Spielern und Fans dann ablief, dafür fehlt es bis heute an schlüssigen Erklärungen. Tatsache aber ist, dass die Altenburger das Tor nicht mehr trafen, während den Männern aus der Landeshauptstadt nun mit einem Mal nahezu alles gelang. Binnen sechs Minuten liefen sie einen Konter nach dem anderen und drehten 15 Sekunden vor dem Ende gar noch das Spiel.

 

Zum Glück für Altenburg hat das Ergebnis, abgesehen vom Tausch der Tabellenplätze, keinen Einfluss auf die insgesamt gute Saison, die Aufbau gespielt hat. Als Aufsteiger zu keiner Zeit auf einem Abstiegsplatz zu stehen, das hätten sicher die wenigsten erwartet. So konnte am Ende doch noch ein wenig in und vor der Halle gefeiert werden.

 

Aufbau: Kießhauer, Günther, Bärbig (2), Dietze (2), Beer (4), M.Pohle (5), Werrmann (2), F.Pohle, Melzer (2), Bohnstedt (2), Leuschke (3), Schörnig (9).

Lutz Pfefferkorn

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