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Aufbau schlägt sich wacker im DHB-Pokal

Aufbau schlägt sich wacker im DHB-Pokal

Es war das Highlight der neuen Saison für die Oberliga-Handballerinnen des SV Aufbau Altenburg. Gegen den Zweitligisten Spreefüxxe Berlin unterlag das Team von Trainer Volker Friedrich vorgestern trotz großen Kampfs am Ende 22:33 (11:18).

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Dank einer couragierten Leistung bieten Kapitän Lucie Brunova (l.) und das Aufbau-Team den Spreefüxxen Berlin lange Paroli. Am Ende aber behalten die Hauptstädterinnen dank ihrer größeren Klasse die Oberhand.

Quelle: Mario Jahn

Damit schieden die Skatstädterinnen aus dem Pokalwettbewerb des Deutschen Handball-Bundes aus - allerdings erhobenen Hauptes, denn das neu formierte Team zeigte vor über 250 Zuschauern im Goldenen Pflug eine mannschaftlich geschlossene, kämpferische und ansprechende Leistung.

 

Bereits vor Spielbeginn war die Favoritenrolle in diesem Match klar verteilt: Zuschauer, Handball-Fans und Offizielle schickten die Gäste aus der Hauptstadt, weil sie zwei Klassen höher spielen, bereits in die zweite Runde. Doch dabei hatten sie offenbar die Rechnung ohne die Altenburger Frauen gemacht. Denn die legten direkt los wie die Feuerwehr und gingen mit einem Hüftwurf von Franziska Holz in Führung.

 

Von Aufregung und Angst war keine Spur in den Reihen des Teams von Trainer Friedrich. So zeigte sich den mehr als 250 Zuschauern eine durchaus ausgeglichene Partie, in der es die Spreefüxxe nicht vermochten, gegen den Viertligisten davonzuziehen. Denn Aufbau wehrte sich mit einer enorm kämpferischen Mannschaftsleistung. Bis zur 20. Minute (7:7) war von den spielerischen Unterschieden zwischen beiden Teams kaum etwas zu sehen. Den Bärenanteil daran hatten auf Altenburger Seite vor allem eine bestens aufgelegte Franziska Keller im Tor, die effektive Rückraumachse aus Franziska Holz und Lucie Brunova und Flügelflitzerin Peggy Biele, die in Abwehr und Angriff nahezu fehlerlos blieb.

 

In der 25. Minute mussten die Aufbau-Frauen dann eine doppelte Unterzahl verkraften, die ihren Spielfluss deutlich ins Stocken brachte und den Berlinerinnen zugutekam. Denn die Gäste legten begünstigt durch die Situation, einen Gang zu, zeigten ihre Wurf-Effizienz und Schnelligkeit phasenweise und profitieren das eine oder andere Mal von den sich nun häufenden technischen Fehlern der Friedrich-Sieben. Mit dem Pausenpfiff des gut leitenden Schiedsrichtergespanns Tobias Fröbe/Marcus Pesth von der SG Kühnau setzten sich die Gäste um Trainer Dietmar Rösicke auf 18:11 ab.

 

Die Messen fürs Weiterkommen in die zweite Runde des DHB-Pokals waren damit gelesen. Doch wer dachte, dass die Gastgeberinnen sich nun in ihr Schicksal ergeben, irrte erneut. Denn trotz des deutlichen Rückstands verstand es das Team, sich stetig weiter hochmotiviert in die Partie zu stürzen, engagiert zu Werke zu gehen und keineswegs aufzustecken.

 

Das kam natürlich auch beim Publikum an, das die Mannschaft frenetisch anfeuerte und dafür mit der ansprechenden Leistung von Brunova, Holz, Biele und jetzt auch von Kreisläuferin Denise Hoffmann belohnt wurde. Mit einer konzentrierten Abwehrarbeit und auch aufgrund der doch überraschend schwachen Abschlussquote des Zweitbundesligisten konnte das Team den Zehn-Tore-Rückstand stets halten. Am Ende zogen die Gäste aus Berlin mit einem 22:33-Erfolg zwar verdient, aber keineswegs mit einer überlegenen Leistung in die zweite Runde des DHB-Pokals ein.

 

"Mit der ersten Halbzeit meiner Mannschaft bin ich durchaus zufrieden, auch wenn es gen Ende auch noch Verbesserungspotenzial gab", resümierte Trainer Friedrich nach dem Abpfiff. "Letztlich haben wir uns hier gut präsentiert und sind nun bereit, die Herausforderungen der Saison gemeinsam zu meistern."

 

Die letzten beiden Wochen bis zum Saisonstart in Görlitz nutzen die Altenburger Handballerinnen jetzt mit Trainingseinheiten und mit einem weiteren Testspiel. Und ein Ziel haben sie sich laut Kapitän Lucie Brunova bereits gesetzt: "Wir gehen in jedes Spiel mit dem Willen, alles zu geben und zu gewinnen." Angesichts der überzeugenden kämpferischen Leistung muss man ihnen das einfach glauben.

 

Aufbau: Keller, Wippich, Wodrich Biele (4), Diener, Dittrich (1), Brunova (9/3), Herziger (1), Hoffmann (1), Holz (6), Lingk, Mahnstein, Schmidt, Winkler.

Annekathrin Rudolph

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