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Altenburg Aufgestockt
Region Altenburg Aufgestockt
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20:16 22.07.2013

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Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD) übergab gestern Landrätin Michaele Sojka (Linke) den amtlichen Förderbescheid. Der Freistaat verlängert damit sein dreijähriges, Ende des Jahres auslaufendes erstes Regionalbudget noch einmal für den Zeitraum 2014 bis 2016 und stellt dem Altenburger Land somit insgesamt 1,8 Millionen Euro bereit.

Beim Zusammenbau des kleinen Klosters hatte Thüringens oberster Wirtschaftslenker nicht gleich die ruhige Hand, doch letztlich passten die computergesteuerten Bauteile zusammen. Das dahinter steckende Förderprinzip durchschaute Machnig allerdings sofort - und fand es perfekt: Die Stadt Altenburg hatte in den vergangenen Jahre 3,2 Millionen Euro in die Sanierung der Roten Spitzen gesteckt, vornehmlich gefördert aus Städtebau- und Denkmalschutzprogrammen. Doch für die computergestützte Informationsanlage, die die Ausstellung erst komplett macht, gab's keine Förderung. Die 150 000 Euro stellte deshalb der Kreis aus dem Regionalbudget zur Verfügung, wie Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) dem Minister erläuterte.

Der hatte im Rahmen seiner Sommertour unter dem Motto "Wir in Thüringen" einen Förderbescheid mitgebracht, der bestätigte, dass der Freistaat das dreijährige Regionalbudget um nochmals 900 000 auf nunmehr insgesamt 1,8 Millionen Euro aufstockt. "Das Regionalbudget leistet einen Beitrag zur Wachstumsinitiative im Altenburger Land", sagte Machnig. "Die Modernisierung von Infrastruktur und Marketing sowie der Ausbau touristischer Angebote werden mit diesem Budget vorangebracht."

Im Jahr 2010 hat das Wirtschaftsministerium bereits 900 000 Euro für einen Zeitraum von drei Jahren im Rahmen dieses Regionalbudgets bewilligt. Die Summe wird bis Dezember 2013 eingesetzt, sodass ab Januar 2014 die Aufstockung - ebenfalls für einen Zeitraum von drei Jahren - greifen kann, wie das Ministerium informierte. "Damit können begonnene Projekte fortgesetzt und neue angefangen werden", so der Minister.

Der Landkreis Altenburger Land plant mit Hilfe der Förderung ab 2014 unter anderem die Teilnahme an Messen wie der Grünen Woche und der Expo Real. Außerdem soll die Vernetzung zwischen Schule und Wirtschaft ausgebaut werden, indem zum Beispiel Unternehmensbesuche von Schülerinnen und Schülern organisiert werden. Und schließlich will der Landkreis den Tourismus stärken und das Ponitzer Schloss und den Haselbacher See als Urlaubs- und Reiseziele weiterentwickeln. "Wir wünschen Euch viel Erfolg dabei", sagte Machnig. Vor allem müsse die Wirtschaft vorangebracht werden. Und das Altenburger Land müsse seine Schätze bekannter machen und die Qualität seiner touristischen Angebote erhöhen. Der Tourismus sei ein Wachstumsmarkt, von dem auch der Landkreis profitieren könne.

OB und Landrätin konkretisierten die Vorhaben auf Nachfrage. Michael Wolf nannte neben den Messeauftritten auch die Einrichtung einer Kartenmacherwerkstatt und Spielkarten-Erlebniswelt. Touristisch solle über Ländergrenzen gearbeitet werden, sagte er und kündigte ein konkretes Projekt mit Leipzig an. "Die Dampflok muss fahren", nannte Michaele Sojka mit Blick auf das Projekt des Kohlebahnvereins ein Beispiel, betonte aber ebenfalls die Messeprojekte und andere Vorhaben mit der Landesentwicklungsgesellschaft, mit der künftig ohnehin enger zusammengearbeitet werden soll.

"Eine Region kommt nur weiter, wenn sie das Kirchturmdenken aufgibt und kreativ zusammenarbeitet", mahnte Machnig. Doch genau hier gibt es noch Nachholebedarf im Altenburger Land, wie die Landrätin selbst einräumte. So müsse über die Zusammensetzung des sogenannten Lenkungsbeirates neu nachgedacht werden, der die einzelnen Projekte des Regionalbudgets freigibt. Neben Bürgermeistern und Chefs der Verwaltungsgemeinschaften gehören nach Sojkas Ansicht beispielsweise auch Kreistag, Fremdenverkehrsverband oder Landfrauen mit in das Gremium.

Und auch die Vorhaben müssten künftig kritischer hinterfragt werden. Den umstrittenen Weg zum Haselbacher See beispielsweise hält sie aus heutiger Sicht für einen Fehler, und auch für den Bau von Spielplätzen, nur weil der Gemeinde gerade mal das nötige Geld fehle, seien die Landesmittel viel zu schade. © Kommentar

Günter Neumann

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