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Altenburg Aus zwei mach’ eins: Werbegemeinschaft und IG Baderei fusionieren
Region Altenburg Aus zwei mach’ eins: Werbegemeinschaft und IG Baderei fusionieren
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20:52 27.09.2012

Von Ellen Paul

Gegründet wurde die IG Baderei vor rund 15 Jahren, um als kleine, überschaubare Gruppe sich ihren ureigensten Interessen widmen zu können, erinnert sich der amtierende Vorsitzende Peter Labisch. Dabei ging es vor allem um Sauberkeit und das Gestalten dieses innerstädtischen Areals, um die Organisation von kleinen, aber feinen Festen sowie ein gemeinsames Auftreten. "Uns war die Werbegemeinschaft damals einfach zu groß, zu uneinig", so Labisch.

Irgendwann aber kam die Einsicht, dass ein Miteinander die "Schlagkraft" der Händler stärken könnte. So schaffte es der damalige Werbegemeinschafts-Vorsitzende Wolfgang Krause, die IG Baderei zumindest als juristisches Mitglied zu gewinnen. Das hieß: Die rund 20 Geschäftsleute sind mit zwei Stimmen bei den Entscheidungen vertreten. Nach dem Rücktritt von Krause dann der Quantensprung: Die Werbegemeinschaft wählte mit Gebhard Berger ein Mitglied des kleineren Partners zum Vorsitzenden.

Gerade an seiner Person aber drohte das Bündnis in diesem Jahr zu zerbrechen. Denn die Art und Weise, wie Berger gegen die beabsichtigte Ansiedlung eines neuen Modemarkts am Stadtrand und damit im Wahlkampf gegen Oberbürgermeister Michael Wolf zu Felde zog, haben nicht alle gutgeheißen. Das hatte zahlreiche Austritte aus der Werbegemeinschaft zur Folge, darunter so prominente Mitglieder wie die Brauerei und der Ratskeller. Auch in der IG Baderei gab es ernsthafte Bestrebungen, ebenfalls auszutreten. Doch auf der Mitgliederversammlung im Frühsommer fand sich dafür nicht die notwendige Mehrheit.

Daraufhin schmiss der Vorsitzende Achim Dathe nicht nur das Amt, sondern auch seine Mitgliedskarte hin. Gleiches tat Albrecht Reinhold. "Vieles, was damals im Namen der Werbegemeinschaft passiert ist, konnte ich einfach nicht gutheißen, vor allem, was das umstrittene Video angeht. Da es in der Baderei aber keine Mehrheit für den Austritt gab, habe ich persönlich die Konsequenzen gezogen." Und Reinhold hatte seinen Schritt damit begründet, dass die Werbegemeinschaft, insbesondere ihr Vorsitzender, eine Politik betreibe, die gegen die Bürger Altenburgs, gegen den Stadtrat, gegen den Oberbürgermeister und gegen neue Investoren gerichtet sei. "Ich wollte damit nicht in Verbindung gebracht werden."

Inzwischen scheint sich die Aufregung gelegt zu haben. In der vergangenen Woche entschieden sich die IG Baderei auf einer Mitgliederversammlung einstimmig für die Fusion. "Die Werbegemeinschaft ist mittlerweile eine starke Truppe. Ich denke, wir sind als gleichberechtigte Mitglieder hier gut aufgehoben", argumentiert Peter Labisch. Auch die Mitglieder der Werbegemeinschaft votierten am Dienstagabend einstimmig für ein Zusammengehen.

Für die Vorstände beider Vereine ist dies ein folgerichtiger und längst überfälliger Schritt. "Er signalisiert die Stärkung der Altenburger Händlerschaft", so Gebhard Berger. Mit den Händlern der Baderei zählt die Altenburger Werbegemeinschaft nun 115 Mitglieder. Nach Angaben von Berger hat es in den letzten Monaten 15 Austritte gegeben, allerdings nicht alle wegen des Zerwürfnisses mit dem Oberbürgermeister, sondern auch wegen Geschäftsaufgabe oder Umzugs.

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