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Altenburg Ausgeplätschert: Altenburg spart Fontäne im Großen Teich ein
Region Altenburg Ausgeplätschert: Altenburg spart Fontäne im Großen Teich ein
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00:17 17.10.2016
Eine Fontäne im Großen Teich in Altenburg wird vorerst nicht mehr geben. Grund: Das Geld dafür fehlt. Quelle: Jens Paul Taubert
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Altenburg

Die Fontäne im Großen Teich gehört vorerst der Geschichte an. Das verkündete Altenburgs Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) am Donnerstag. Allerdings tat er das schweren Herzens. „Ich sehe keine andere Möglichkeit, als mich zu revidieren“, erklärte der Rathaus-Chef mit Blick auf die leere Stadtkasse. Noch bis vor kurzem war geplant, das alte abgebaute Wasserspiel durch ein neues zu ersetzen.

Geplant war laut Stadtverwaltung, „eine effektvolle Fontäne, deren Strahl 20 Meter hoch reicht“. Kosten sollte das Ganze rund 40 000 Euro – 24 000 Euro allein für eine entsprechende Düse, der Rest für eine Pumpstation mit Leitung zum Ufer, die Montage und Erdarbeiten. Hinzu wären – bei einem Betrieb von acht Stunden – monatlich etwa 1000 Euro Stromkosten hinzugekommen.

„Dass wir das jetzt nicht tun, kann man kritisieren“, erklärte Wolf weiter und konkretisierte die Kostengründe. „Wir hatten die Hoffnung, dass mehr Geld in die kommunalen Kassen fließt.“ Stattdessen seien aber Einnahmen bei der Gewerbesteuer ausgefallen und auch die Schlüsselzuweisungen des Landes seien nicht mehr geworden. „Es ist ein Offenbarungseid, aber vielleicht versteht es der eine oder andere.“

Die alte Anlage zu reparieren, war keine Alternative. Das Problem der einst hauptsächlich von Claus Jäger sen. gestifteten Fontäne war, dass sich der Ansaugkorb der zugehörigen Pumpe trotz regelmäßiger Reinigung mit Laub und Schlick vollgesogen hat. Dadurch war der Wasserstrahl immer dünner geworden. „Das hätte ein kümmerliches Bild abgegeben, weshalb wir uns geeinigt haben, die Anlage auszuschalten“, begründete der OB, warum dieses Jahr keine Fontäne zu sehen war. Dieses Problem hätte man bei der neuen Anlage mit einer ufernahen Pumpstation gelöst, weil deren Filter so leichter zu reinigen gewesen wäre.

Gänzlich zu den Akten will der OB das Vorhaben aber noch nicht legen. „Wir schauen nun, ob wir Sponsoren dafür finden“, sagte Wolf. Das gehe aber nicht von heute auf morgen. Zumal man dies auch für eine Vielzahl von anderen Dingen in der Stadt tue.

Was aber trotz des klammen Stadtsäckels umgesetzt wird, ist die Maßnahme zum Hochwasserschutz. Dafür hat die Stadt eine Firma beauftragt, die Wehrschwelle am Übergang vom Großen zum Kleinen Teich zu durchbohren. „Dort werden drei zusätzliche Röhren installiert, um die Abflussfähigkeit zu verbessern“, erklärt Denis Anders, Leiter des Referats Stadtwirtschaft. Damit sei es möglich, den Großen Teich den Winter über vollständig trocken zu legen. Das sei nötig, um den Schlamm im Gewässer zu reduzieren und die Wasserqualität zu verbessern. „Sonst droht eine teure Schlämmung.“

Durch die Abflussverbesserung habe man zugleich mehr Puffer bei Starkregen und Hochwasser. „Das bringt mehr Sicherheit in Altenburg“, so OB Wolf. Rund 12 000 Euro kostet das Vorhaben, das frühestens Mitte November beginnt, wenn das Wasser beider Teiche abgelassen ist. Einen konkreten Zeitplan gibt es noch nicht. Dieser hängt wiederum am Wetter. Denn für die Arbeiten braucht es eine längere Trockenperiode. Weil es im Vorjahr beständig regnete, musste man die Arbeiten bereits verschieben.

Von Thomas Haegeler

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