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Altenburg Auslaufmodell Schulhausmeister
Region Altenburg Auslaufmodell Schulhausmeister
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19:13 09.02.2015

Außer vielleicht jetzt im Winter, da passen sie natürlich auf, dass, wenn Schüler und Lehrer kommen, die Wege ins Schulhaus keine spiegelglatten Rutschbahnen sind. Doch so beliebt Harald Sieber als Hausmeister auch ist, er gehört in gewisser Weise einer aussterbenden Gattung an.

Bis Ende März ist Sieber noch als Hausmeister in der Grundschule unterwegs. Dann geht er in den verdienten Ruhestand. Doch seine Stelle soll ab 1. April nicht wieder besetzt werden. "Der Landkreis überlegt, die Aufgaben des Hausmeisters an unseren Bauhof zu übertragen", erklärt Starkenbergs Bürgermeister Wolfram Schlegel (Die Regionalen). Ein Entscheidung sei noch nicht gefallen, informiert er weiter. Zur nächsten Arbeitsberatung will Schlegel das Thema noch einmal abschließend mit den Gemeinderäten diskutieren. Damit in einer der nächsten Gemeinderatssitzungen ein Beschluss gefasst werden kann.

"Bis dahin müssen wir beispielsweise klären, ob wir den Bauhof mit den Arbeiten beauftragen oder die Dienstleistung extern vergeben", so Schlegel, der im Großen und Ganzen die Idee für einen gangbaren Weg hält. "Schließlich bekommen wir für die Leistung vom Landkreis auch das Geld." Damit lasse sich die Arbeit flexibler organisieren.

Das heißt, wenn ein Hausmeister beispielsweise 30 Stunden in der Woche zu tun hat beziehungsweise finanziert wird, es aber eine Vollstelle geben soll, kann er in den verbleibenden zehn Stunden andere Aufgaben im Bauhof erledigen. Diese Rechnung machen auch andere Bürgermeister auf. So könnte sich auch der Nobitzer Bürgermeister Hendrik Läbe (SPD) mit einer solchen Lösung anfreunden. "Aber uns hat der Schulträger, also das Landratsamt, noch nicht gefragt." Läbe kann der Sache etwas abgewinnen, solange der Kreis fair die eingesparten Gelder an die Kommunen weitergibt.

Gegenteiliges ist von Rolf Hermann (FDP) nicht zu hören. Dafür wiederholt der Löbichauer Bürgermeister die positive Sicht seiner Kollegen: "Und es klappt auch ordentlich", sagt er, denn seit 1. Januar wird das Modell bereits an der Grundschule "Theodor Körner" in Großstechau angewandt. Abgesehen von kleinen Startschwierigkeiten, die es immer bei Neuerungen gibt, habe es sich bewährt, die Arbeiten in den Bauhof zu integrieren. "Auch weil bei uns Kita und Schule eine Einheit bilden und die Bauhofmitarbeiten sowieso oft dort sind."

Auch beim Landkreis schlagen positive Effekte zu Buche. "Zum Beispiel wird es bei Krankheitsfällen besser. Bis jetzt sorgt das Landratsamt dann für den Ersatz. Gerade im Winter muss ja jemand den Schnee räumen und streuen. Wenn der Bauhof verantwortlich ist, übernimmt im Notfall einfach ein anderer den Winterdienst", erklärt Schlegel.

Doch nicht nur der Landkreis überlegt in diese Richtungen. "Was die Wieratalschule betrifft, sind wir noch nicht gefragt worden", so Langenleuba-Niederhain Bürgermeister Jürgen Schneider (parteilos). Jedoch denke die Verwaltungsgemeinschaft darüber nach, die Hausmeisteraufgaben für die Kitas über die Bauhöfe abzudecken. © Kommentar Seite 11

Reuter, Jörg

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