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Altenburg Ausstellung, Stadtrundgang und Forum
Region Altenburg Ausstellung, Stadtrundgang und Forum
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20:33 06.10.2014

Insgesamt drei Veranstaltungen sind angekündigt, die die evangelisch-lutherische Kirchgemeindeselbst beziehungsweise der Kommunalpolitische Ring Altenburger Land (Kora), ein Verein von engagierten Menschen des Kreises, organisieren.

Start ist bereits morgen um 12.30 Uhr mit der Eröffnung einer Ausstellung zum Thema "Bis an die Grenzen - Freiheit und Reformation" in der Taufkapelle der Brüderkirche. Bis zum 21. November wird auf Tafeln sowie symbolischen Litfaßsäulen über die Aktivitäten sowie die wirkenden Personen und Gruppierungen der friedlichen Revolution in und um Altenburg berichtet.

Am 24. Oktober dann beginnt um 17 Uhr auf dem Brüderkirch-Vorplatz unter dem Motto "Friedliche Revolution - der Herbst '89 in Altenburg" ein Rundgang durch die Stadt zu fünf exemplarischen Stationen. So wird der langjährige Brüderkirch-Pfarrer Michael Wohlfarth an seiner ehemaligen Wirkungsstätte über die "offene Kirche" und die ersten Demonstrationen berichten. Wolfgang Geffe, damals Friedensgruppe, spricht am Rathaus unter anderem über die Wahlkontrolle im März 1989. Peter Gzik, damals Neues Forum, erinnert in der Lindenaustraße an die Versiegelung des MfS-Gebäudes, und am Landestheater werden Informationen über die Aktion "Wir treten aus unseren Rollen heraus" gegeben.

Der Stadtrundgang endet am Magdalenenstift. Der damalige Leiter Georg Harpain berichtet, wie man Kindergarten und Pflegeheim einerseits sowie Umweltbibliothek und Treffpunkt für Ausreisewillige andererseits unter einem Dach vereinte. "An den Stationen werden Transparente und insgesamt 25 Lichter an den besonderen Jahrestag erinnern", so Kora-Vorsitzender Christian Repkewitz. In guter Tradition werden die Gäste außerdem gebeten, Kerzen - bestenfalls in einem Glasgefäß - mitzubringen. Abschließend ist in der Stiftskirche der Film "Radfahrer - Die Überwachung des Fotografen Harald Hauswald durch die Stasi" von Marc Thümmler zu sehen.

Und zum Gedenken an die erste freie Groß-Demo in der Skatstadt findet einen Tag später, am 25. Oktober um 18 Uhr, in der Brüderkirche ein Forum statt. Es sind Erlebnisberichte zu hören und es wird nach den Früchten sowie Konsequenzen der friedlichen Revolution gefragt. Als Mitwirkende werden erwartet: Wolfgang Geffe, Michael Wohlfarth, Georg Harpain, Brita Müller-Weiske, OB Michael Wolf und Pfarrer Reinhard Kwaschik.

Die ersten Initiativen zur friedlichen Revolution fanden in Altenburg Mitte der 1980er-Jahre statt. Die Einwohner wollten nicht mehr zusehen, wie ihre Stadt verfällt und verwahrlost; sie machten auf die Umweltverschmutzung beispielsweise durch das Teerwerk Rositz, die Braunkohle-Industrie und den Uranbergbau in der Umgebung aufmerksam. Zunächst gründeten sich eine Umwelt- und eine Friedensgruppe. Als Gemeinschaftsprojekt wurde im Magdalenenstift eine Umweltbibliothek eröffnet. Neben Aktionen mit regionalem Bezug wurden republikweite Kampagnen unterstützt.

Am 1. September 1989 fand zum Weltfriedenstag ein Gedenkgottesdienst statt. Danach zogen vom Magdalenenstift etwa 100 Menschen zur katholischen Kirche und anschließend zur Brüderkirche. Dies war ein Vorläufer der Demonstrationen in Altenburg. Am 25. Oktober fand dann die erste Großdemonstration statt. Am 29. November gründete sich eine Regionalgruppe des Neuen Forums. Der Runde Tisch tagte erstmals am 14. Dezember 1989 und letztmalig am 2. Mai 1990.

Ellen Paul

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Nein, gezählt hat sie die Besucher nicht. Wie soll das auch gehen bei einer Veranstaltung ohne Eintritt?! Doch allein beim Blick auf die voll besetzten Bänke, den Andrang beim Kinderschminken und Knüppelkuchen-Backen und natürlich auf die vielen bunten Drachen am Himmel war Ina Hofmann klar: Das ist ein super Besuch.

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