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Ausstellung in Rositz erinnert an den Schrecken des Zweiten Weltkrieges

Ausstellung in Rositz erinnert an den Schrecken des Zweiten Weltkrieges

Mit einer Friedensandacht erinnerten die Rositzer in der evangelischen Kirche an das Ende des Zweiten Weltkrieges. "Dieser Tag ist für Deutschland und Rositz kein Tag wie jeder andere.

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Eine kleine Sonderausstellung in der Rositzer Heimatscheune erinnert an das Ende des Zweiten Weltkrieges in der Industriegemeinde.

Quelle: Mario Jahn

Denn vor 70 Jahren ging am 8. Mai der Zweite Weltkrieg in Europa zu Ende. Er ist aber auch der Beginn von 70 Jahren Frieden", sagte Bürgermeister Steffen Stange (parteilos). Außerdem wurde eine Ausstellung eröffnet.

 

"Die Gräueltaten, die während dieses Krieges begangen wurden, dürfen nie in Vergessenheit geraten. Mit dem Erinnern daran darf nie Schluss sein", betonte er. Heute gäbe es dafür in Rositz noch Zeitzeugen, die noch aus eigenem Erleben berichten können. Doch sie würden immer weniger.

 

Weil es in den nächsten Jahrzehnten kaum noch Augenzeugen des Geschehens im Zweiten Weltkrieg geben werde, sei es umso wichtiger, dass es für die Menschen Orte des Erinnerns gibt. "Solche Orte sind zum Beispiel die Frauenkirche oder die Soldatenfriedhöfe", sagte Pfarrer Peter Klukas.

 

Bürgermeister Stange erinnert daran, dass es während des Krieges in und um Rositz mehrere Zwangsarbeitslager gab. Einer, der die Strapazen dort überstanden habe, war der österreichische Kabarettist, Volksschauspieler und Schriftsteller Otto Grünmandl.

 

Stange rief aber auch die Erinnerung an die vielen Bombenangriffe wach, unter denen Rositz und die umliegenden Orte zu leiden hatten. Auf Rositz sind mehr als 4400 Bomben abgeworfen worden. Ziel war vor allem die damalige Dea. Noch heute werden auf der Aschehalde mehrere Dutzend Blindgänger vermutet (die OVZ berichtete). Bei einem der Bombenangriffe sei auch die fünfköpfige Familie Anders, eine Flüchtlingsfamilie aus Schlesien, umgekommen, die zuvor die Strapazen der Flucht im letzten Kriegswinter 1945 überstanden hatte.

 

Um die Erinnerungen an sie und die vielen anderen Kriegsopfer wachzuhalten, wurde nach der Gedenkveranstaltung in der Rositzer Heimatscheune die Sonderausstellung "70. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges und Bombardierung der Gemeinde Rositz" eröffnet. In Wort und Bild zeugt sie vor allem von den Geschehnissen in den letzten Monaten des furchtbaren Krieges. Von Bomben zerstörte Häuser und Bombeneinschläge in und um Rositz erinnern ebenso an die schlimmen Geschehnisse wie Aufzeichnungen über die acht Zwangsarbeitslager, in denen rund 800 Menschen schuften mussten. In Vitrinen sind Bombensplitter, Stahlhelme und andere Utensilien zu sehen, die mit der Unterstützung von Rositzer Bürgern bis einen Tage vor der Eröffnung zusammengetragen wurden.

 

Benno Moller und Steffen Stange, die die Ausstellung federführend zusammengestellt haben, wünschen sich, dass viele junge Menschen diese Ausstellung besuchen, um sich anzuschauen, was in Rositz damals geschehen ist. "Nur so können die Erinnerungen an die schrecklichen Geschehnisse wachgehalten werden", merkte der Bürgermeister an.

Marlies Neumann

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Von Redakteur Monika Neumann

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