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Altenburg Auszeichnung für Ehrenhainer Altar und Wolperndorfer Vierseithof
Region Altenburg Auszeichnung für Ehrenhainer Altar und Wolperndorfer Vierseithof
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18:00 10.09.2017
Preisträger (von links): Doreen und Stefan Lichtenstein mit Hugo und Fanny, Elena Danilova und René Martin von der ABW Immobilien Thüringen GmbH sowie Sandra Schmidt, Edith Rath, Jochen Borowanski und Wolfram Pitschel von der Kirchgemeinde Ehrenhain. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

Wenn es darum geht, historische Bausubstanz zu erhalten, führt am Einsatz privater Akteure kaum ein Weg vorbei. Die Stadt Altenburg und der Landkreis würdigen derlei Engagement deshalb mit je einem Preis, der im Zuge des Denkmaltages vergeben wird.

Auf Anregung des Denkmalbeirates des Landkreises wurden am Freitagabend im Altenburger Marstall Vertreter des Gemeindekirchenrates Ehrenhain auf die Bühne geholt. Ihnen ist es gelungen – zusammen mit vielen Unterstützern –, nach einem der schwärzesten Tage in der Gemeindegeschichte verlorene Werte wieder zu erschaffen und den Verlust sogar in einen ideellen Zugewinn zu wandeln. Im März 2009 waren aus dem Ehrenhainer Gotteshaus zahlreiche sakrale Kunstgegenstände gestohlen worden – darunter Engelsfiguren, Schmucksäulen sowie Medaillons mit auf Leinwand gefassten Ölgemälden. Alles Bestandteile des Kirchenaltars. „Trotz finanzieller Nöte befürworteten die Gemeindekirchenräte den Wiederaufbau ohne Zögern, denn damit bestand eine einmalige Chance“, sagte Landrätin Michaele Sojka (Linke) in ihrer Laudatio. Es wurden nicht nur hochwertige Rekonstruktionen geschaffen, sondern auch der noch vorhandene originale Bestand restauriert – und so „ein einzigartiges Zeugnis barocker Schnitzkunst im mitteldeutschen Raum in seiner Qualität und Geschlossenheit“ wiederhergestellt, würdigte Sojka.

Seine historische Anmut zurückerhalten hat auch ein Vierseithof am Eingang der denkmalgeschützten Ortslage Wolperndorf. Zu verdanken ist das Doreen und Stephan Lichtenstein, die am Freitag ebenfalls vom Landkreis ausgezeichnet wurden. Die Familie hat den Hof 2013 erworben – in dramatischem Zustand. Das Umgebindehaus von 1822 war sanierungsbedürftig, statisch unsicher und bis zur Unkenntlichkeit überformt. „Anspruch von Stephan und Doreen Lichtenstein war es, die ursprünglichen Strukturen und das bauzeitliche Erscheinungsbild des Bauernhauses wieder erlebbar zu machen“, honorierte Sojka. Das sei hervorragend gelungen. Die zwei Säle in den Seitengebäuden sollen nun für Projekte der Göpfers- und Garbisdorfer Kulturszene sowie von der Kirch- und Dorfgemeinde genutzt werden.

Geehrt wurde am Freitag auch die ABW Immobilien Thüringen GmbH. Für die vorbildliche Fassadensanierung des gründerzeitlichen Hauses Kanalstraße 47 erhielt sie den Denkmalschutzpreis der Stadt Altenburg (die OVZ berichtete).

Von Kay Würker

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