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Altenburg Autobahnanbindung stockt weiter: Sojka schreibt an Dobrindt
Region Altenburg Autobahnanbindung stockt weiter: Sojka schreibt an Dobrindt
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11:56 19.05.2015

Deswegen hat Landrätin Michaele Sojka (Linke) gemeinsam mit ihrem Leipziger Amtskollegen Gerhard Gey (CDU) nun einen Brief an Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) geschrieben. Im Schreiben vom 29. April wird die Bitte geäußert, bald mit dem Bau der neuen Bundesstraße 7, dem geplanten Zubringer, zu beginnen.

Sojka und Gey weisen auf die enorme wirtschaftliche Bedeutung dieses Zubringers hin, mit dem ein enormes Ansiedlungshindernis für Gewerbe- und Industriegebiete im Altenburger Land beseitigt werden würde. Auch wenn der größte Teil der Neubaustrecke in Sachsen liege, "ist die Anbindung aus Thüringer Sicht sinnvoll, weil der Thüringer Raum an den Leipziger Arbeitsmarkt angebunden wird und die lokalen Arbeitsplätze nach dem Wegbrechen der Monostrukturen, wie Wismut und Braunkohlebergbau, immer noch fehlen". Doch auch aus sächsischer Sicht sei die B 7 dringend erforderlich, da die Entwicklung der Leipziger Wirtschaft Arbeitskräfte erfordere, die der sächsische Raum allein nicht aufbieten könne. Nachdem nun der Wohnraum in Leipzig knapp werde, seien die Stadt-Umland-Beziehungen auch in dieser Hinsicht untrennbar mit dem weiteren Wirtschaftswachstum in diesem Teil Sachsens verbunden.

Vorstöße wie diesen Brief gab es in der Vergangenheit immer wieder. Seit dem letzten, einer Elefantenrunde im Altenburger Rathaus Anfang 2013, ist relativ wenig passiert. Zwar übersandte die zuständige Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH im März 2013 alle Vorentwürfe an das Bundesverkehrsministerium (BMVI), aber das folgende Treffen von Vertretern aus Sachsen und Thüringen im Juli 2013 in Berlin, bei dem Einsparmöglichkeiten diskutierten wurden, führte erneut zu Zeitverzug. "Im Anschluss daran wurde im Juni 2014 ein erstes Grobkonzept vorgestellt, das zwischen den Freistaaten erneut diskutiert und beraten wird", teilte die Bundesbehörde auf OVZ-Nachfrage mit. "Als nächsten Schritt müssen die Länder dem BMVI nun Vorentwürfe vorlegen."

Das soll laut Bundestagsabgeordnetem Volkmar Vogel (CDU) bis Sommer passieren. Bleibt es dabei, steht das Projekt in wenigen Wochen am gleichen Punkt wie vor zwei Jahren - außer, dass man sich möglicherweise auf Sparmaßnahmen verständigt hat. Denn dem Bund war die neue B 7 samt A 72-AS mit rund 80 Millionen Euro zu teuer (die OVZ berichtete).

Obwohl Thüringen und Sachsen den jeweiligen neuen Abschnitt der B 7 für den neuen Bundesverkehrswegeplan (BVWP), der im Herbst vorgestellt wird, angemeldet haben, kann es sein, dass das Projekt nicht mehr wie geplant gebaut wird. Dafür spricht, dass ein Teil der B 7 neu aufgrund seiner Nähe zum bisherigen Verlauf nicht in den BVWP aufgenommen werden muss. Gleiches gilt für die AS Frohburg, da sie ein A 72-Rest ist. Diese Konsequenz hatte auch Vogel nach einem Termin bei BMVI-Staatssekretär Rainer Bomba Anfang des Jahres angedeutet, zugleich einen Ausbau der B 93 ins Spiel gebracht und Sachsen aufgefordert, sich zu positionieren.

Jens Rosenkranz

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