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Altenburg B 7n nimmt nächste Hürde – Autobahnzubringer im Bundesverkehrswegeplan
Region Altenburg B 7n nimmt nächste Hürde – Autobahnzubringer im Bundesverkehrswegeplan
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05:00 13.08.2016
Stellte den Bundesverkehrswegeplan vor: Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU). Quelle: dpa
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Altenburg

Die neue Variante der Bundesstraße 7 (B 7n) hat die nächste Hürde genommen. Nachdem der Zubringer für Altenburg und Umgebung zur Autobahn 72 Mitte März bereits in den Entwurf des Bundesverkehrswegeplans (BVWP) 2030 aufgenommen wurde, ist er nun fester Bestandteil desselben. Das beschloss das Bundeskabinett in der Vorwoche. Allerdings heißt das nicht, dass in absehbarer Zeit mit dem Bau begonnen wird. Denn die B 7n stand bereits im vorangegangenen Plan und muss noch weitere Hürden nehmen.

Die erste wird der Beschluss des BVWP im Bundestag, der bis Jahresende geplant ist. Die Zustimmung des Gremiums zu dem Projekt gilt unter Experten aber als sicher. Zumal sich die Kosten der 10,25 Kilometer langen Straße, die von der Anschlussstelle Frohburg vorbei an Eschefeld und über Windischleuba zum Zschaschelwitzer Kreuz führen soll, dank Überarbeitung inzwischen von einst 68 auf nunmehr 52 Millionen verringerten. Geschafft wurde das vor allem durch eine Reduktion der Fahrstreifen von vier auf drei, die versetzt in beiden Richtungen verlaufen. Auch die Einstufung als „vordringlicher Bedarf“, der zweithöchsten Wichtigkeit nach „fest disponiert“, blieb bestehen.

Doch darüber hinaus fangen die Probleme an. Denn die Anschlussstelle Frohburg, ohne die die neue Straße kaum Zeitersparnis bei der Auffahrt auf die A 72 bringt, gibt es noch nicht. Wann diese gebaut wird, steht ebenfalls noch in den Sternen. Zudem wurde die B 7n im neuen BVWP von der A 72 abgekoppelt und stattdessen der Verbindung von A 72 und A 9 bei Zeitz zugeordnet. Das muss kein Nachteil sein, weil diese Achse als wichtig gilt. Allerdings unterscheiden sich die Planungsstände der Teilabschnitte extrem stark. Gibt es für das Stück bis Altenburg bereits einen Vorentwurf samt vom Bund bestätigter Linienführung, existieren für den Teil nach Rositz (B 180) gerade einmal Umweltverträglichkeitsvarianten. Die Ortsumfahrung Meuselwitz wird gar noch „ohne Planung“ geführt, weswegen es der hiesige Bundestagsabgeordnete Volkmar Vogel (CDU) als „unrealistisch“ ansieht, dass dieses letzte bis 2030 gebaut wird.

Aber selbst die Anbindung Altenburgs an die A 72 braucht noch eine Finanzierungsvereinbarung und muss ein Planfeststellungsverfahren durchlaufen. Dabei können alle Betroffenen Einwände erheben. Und dabei sieht etwa Frohburgs Bürgermeister Wolfgang Hiensch (BuW) angesichts der geplanten Trassenführung erhebliches Konfliktpotenzial, weswegen er glaubt, dass die B 7n bis zum Ende seiner Amtszeit 2022 nicht fertig wird.

Von Thomas Haegeler

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