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BVB-Chef Watzke besucht Fanclub Ostborussen in Fockendorf

Kultklub BVB-Chef Watzke besucht Fanclub Ostborussen in Fockendorf

Hoher Besuch beim Borussia-Dortmund-Fanclub Ostborussen in Fockendorf: Kein Geringerer als BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke besuchte die Anhänger am Mittwochnachmittag. Watzke plauderte locker über den BVB und sich – und gönnte den Fans ein ganz besonderes Erlebnis.

Schwarz-gelbe Glückseligkeit: Hans-Joachim „Aki“ Watzke bekommt von den Ostborussen ein Trikot mit seinem Namen und der Nummer 25.

Quelle: Mario Jahn

Fockendorf. Sie haben ja schon einiges erlebt, die Fanclub-Mitglieder des in Fockendorf ansässigen BVB-Fanclubs „Ostborussen“, aber diesen 17.August werden sie mit Sicherheit so schnell nicht vergessen. Vor 25 Jahren gegründet und mit knapp 400 Mitgliedern mittlerweile zum größten Fanclub der Dortmunder Borussia im Osten Deutschlands mutiert, war Fanclubtreffen angesagt, und aus ganz Mitteldeutschland waren Mitglieder des Clubs angereist.

Ab 15 Uhr wurden zunächst Höhepunkte des letztjährigen Vereinslebens resümiert und die dienstältesten Clubmitglieder ausgezeichnet. Ab 17 Uhr war dann die Stimmung im Biergarten der Stauseegaststätte kaum noch auszuhalten. Es knisterte, denn längst hatte sich herumgesprochen, dass an diesen Tag ein ganz besonderer Gast die „Borussen“ besuchen sollte. Bereits fünfmal konnten die Fockendorfer prominente Besucher ihres Lieblingsvereins empfangen, zweimal schon weilte Marcel Schmelzer in Fockendorf, einmal Mats Hummels und zudem die Strategen vergangener Tage – „Aki“ Schmidt und Lothar „Emma“ Emmerich.

Dann der Moment auf den sie an diesen Tag alle gewartet hatten. Club-Chef Rene Staudacher geleitete den Geschäftsführer von Borussia Dortmund, Hans-Joachim Watzke, mitten durch die jubelnden Massen. Es dauerte dann ein Weilchen bis dieser auf der Bühne des Biergartens Platz nehmen konnte, der Beifall für ihn – für viele ist Watzke der Retter des Clubs in schweren Zeiten – wollte einfach kein Ende nehmen.

Aus Dortmund extra für die „Ostborussen“ angereist, war Watzke dann überrascht, wie weit die Strecke von dort nach Fockendorf doch ist, „ . . . aber jetzt weiß ich mal, was ihr Woche für Woche da auf Euch nehmt“! Rund eine halbe Stunde berichtete er dann aus dem Geschäfts- und Vereinsleben, seinen persönlichen Dortmunder Wertegang hoch interessant, immer wieder süffisant. Der Mann weiß, wovon er redet. Der Mann kann Massen begeistern.

Dann hatten die Fans rund eine Stunde Gelegenheit, unter Leitung der Fanclubleitung von Rene Staudacher, Julian Spreda und Michael Wagner ihre Fragen an den Geschäftsführer los zu werden. „Aber bitte sagt Aki zu mir, nicht Hans-Joachim, sonst denk ich immer an früher bei meiner Mutter, wenn ich mal wieder was angestellt hatte!“ Nichts, aber auch gar nichts wurde ausgelassen und mit viel Sprachwitz und Sachverstand von „Aki“ beantwortet. Das Stadion in Dortmund, die aktuellen Ab- und Zugänge der Saison, kleine Seitenhiebe auf die Bayern, Schalke und den HSV, seine Kartenabende mit Jürgen Klopp, die Freundschaft zu Mario Götze, der Umgang mit den Ultras, die Wertigkeit von Spielerverträgen, selbst der Traum, vielleicht selbst noch einmal Präsident des BVB zu werden, wurde Watzke entlockt. Und immer wieder Beifallsstürme aus den vollen Stausee-Biergarten, die Herzen der Fans hatte Watzke längst für sich erobert.

Erst recht, als er sich bereitwillig allen Anwesenden zum Fotoshooting zur Verfügung stellte und versprach, trotz Angeboten anderer Vereine für immer ein Borusse zu bleiben. Auch was die Wertigkeit seiner Liebe zum Verein ausmache, konnte er erklären: „Wenn Du oben stehst, jubeln Dir alle zu, aber wenn Du auf dem 18.Tabellenplatz stehst und dennoch alle zusammen halten und keine Spieler- und Trainerentlassung überhaupt zur Debatte stehen, dann weißt Du, an was Du hängst!“

Nach gut zwei Stunden wurde der Gast von den gut 300 Fans, die spätestens jetzt völlig aus den Häuschen waren, mit großer Herzlichkeit verabschiedet. Er hatte Spuren der Begeisterung hinterlassen und im weiten Rund des Biergartens noch lange für Gesprächsstoff sorgen können.

Von Lutz Pfefferkorn

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