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Altenburg Babys, Todesfälle, Ja-Worte – Standesamt Altenburg hat 2017 gut zu tun
Region Altenburg Babys, Todesfälle, Ja-Worte – Standesamt Altenburg hat 2017 gut zu tun
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00:22 08.02.2018
Hochzeiten, Babys und das kleinste Trauzimmer im Altenburger Hausmannsturm: großes und kleines Glück im Altenburger Standesamtsbezirk. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

Die Altenburger Standesbeamtinnen haben 2017 mehr zu tun gehabt als im Jahr zuvor. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, wurden zwar deutlich weniger Ehen geschlossen, dafür gab es aber mehr Geburten und Sterbefälle. So schlossen im Standesamtsbezirk Altenburg, zu dem neben der Skatstadt auch Meuselwitz, Lucka, Nobitz und die Verwaltungsgemeinschaften Pleißenaue, Wieratal, Rositz und Altenburger Land gehören, 269 Paare den Bund fürs Leben (2016: 293). Zudem starben exakt 1000 Menschen (2016: 992) und 493 Babys erblickten das Licht der Welt (2016: 432).

„Die Zahl der Geburten ist halb so hoch wie die der Sterbefälle“, konstatierte Altenburgs Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD). „Dennoch ist die Einwohnerzahl nicht zurückgegangen, weil wir mehr Zuzug als Wegzug haben. Allerdings kommt dies – so ehrlich muss man sein – vor allem durch Flüchtlinge zustande.“ Demnach lag die Zahl der Altenburger Ende vergangenen Jahres bei rund 32 700. Angesichts des hohen Niveaus bei Geburten und Todesfällen gelte es, mehr Überschuss zu generieren, so der Rathauschef. „Es gilt, weiter an mehr Zuzug zu arbeiten.“ Während Wolf beim Plus bei Geburten und Sterbefällen einen Trend sieht, den es mit „vernünftigen Rahmenbedingungen umzusetzen“ gilt, hält er den Rückgang beim Thema Heirat für eine normale Schwankung.

Von der seit Oktober bestehenden Möglichkeit, eine gleichgeschlechtliche eingetragene Partnerschaft in eine Ehe umzuwandeln, machten überdies vier Paare Gebrauch. Für dieses Jahr liegen bereits weitere Anfragen dazu vor. Wer allerdings wegen der Häufung der acht am Sonnabend, dem 18.8.18 in Altenburg heiraten möchte, sollte sich sputen: Laut Standesamt liegen dafür bereits 18 Anmeldungen vor. „Es werden nur noch wenige vergeben“, sagte Rathaussprecher Christian Bettels.

Heiraten kann man auch dieses Jahr wieder an zahlreichen Orten in und um Altenburg. Das Standesamt der Skatstadt (Spalatinpromenade 8) ist im Vorjahr noch einladender geworden, weil der Eingangsbereich umgestaltet und breiter gepflastert wurde. Für eine stilvolle Innendekoration sorgte Susan Uhlig vom Blumenhaus Windischleuba. Daneben kann die Zeremonie auch im Schloss (Fest- oder Bachsaal), in der Brauerei, im Teehaus, im Herrenhaus Oberzetzscha und in der Orangerie Meuselwitz sowie in der Kirche Prößdorf durchgeführt werden. Das Gros der Paare entschied sich auch 2017 für das Standesamt im Pohlhof, 18 Paare gaben sich im Teehaus das Ja-Wort, 9 im Bachsaal des Schlosses und 10 in der Orangerie Meuselwitz.

Während sich bei der Beliebtheit von Trauungsorten nichts geändert hat, gibt es bei den Kindernamen neue Spitzenreiter. Laut Standesamt stießen Nele und Paul 2017 in der Region Altenburg die Vorjahressieger Luca und Charlotte vom Thron. Nele heißen sieben Neugeborene, Paul sechs – von 493 registrierten Kindern. Hält sich Paul seit Jahren in der Beliebtheitsskala (2016: acht Nennungen), kann Nele als Überraschungssiegerin bezeichnet werden. Denn 2016 wurde der Name nur dreimal vergeben. Dahinter landeten Emilia (6), Johanna (5), Lucy/Lucie (5), Ella, Emma, Frieda, Marie und Sophia (je 4) auf den Plätzen.

Bei den Jungen waren hinter Paul die Namen Emil, Jonas, Luca, Oskar (je 5), Hannes, John, Noah und Theo (je 4) am beliebtesten. Daneben wurden auch 2017 wieder ausgefallene Vornamen vergeben. Die Standesbeamtinnen weisen aber darauf hin, dass dem Einfallsreichtum der Eltern Grenzen gesetzt sind. Im Vorjahr erhielten 320 Kinder einen, 167 zwei und sechs Kinder drei Vornamen.

Von Thomas Haegeler

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