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Bäume kriegen eine Gnadenfrist bis 2017

Bäume kriegen eine Gnadenfrist bis 2017

Die Stadträte forderten eine Gesamtlösung für die Straße, die aber nicht vor 2017 in Angriff genommen werden kann.Das Stadtoberhaupt hatte zur Zukunft der umstrittenen Bäume eine Anwohner- und Eigentümerbefragung des Bereichs zwischen der Spinoza- und der Erich-Mäder-Straße veranlasst, in deren Ergebnis eine Mehrheit für die Fällung votierte (die OVZ berichtete).

Die Stadträte forderten eine Gesamtlösung für die Straße, die aber nicht vor 2017 in Angriff genommen werden kann.

Das Stadtoberhaupt hatte zur Zukunft der umstrittenen Bäume eine Anwohner- und Eigentümerbefragung des Bereichs zwischen der Spinoza- und der Erich-Mäder-Straße veranlasst, in deren Ergebnis eine Mehrheit für die Fällung votierte (die OVZ berichtete). Mit vier Ja- und neun Nein-Stimmen sprach sich der Bauausschuss aber ziemlich überraschend dagegen aus. Nicht zuletzt die relativ geringe Zahl der Rückmeldungen ließ Zweifel an dem tatsächlichen Mehrheitswillen aufkommen. 124 Anwohner und Eigentümer waren angeschrieben worden, aber nur 46 antworteten. Von ihnen wiederum hatten sich 28 für das Fällen der Bäume ausgesprochen.

"Das hat die Mehrzahl der Bauausschussmitglieder nicht als ein klares Votum gewertet", erklärte dessen Vorsitzender Peter Müller (Pro Altenburg) gestern auf Nachfrage. "Außerdem sind vor fünf Jahren schon einmal nach einer Bürgerbefragung in einem anderen Teilabschnitt der Rousseaustraße Bäume gefällt worden, doch die Stümpfe stehen noch immer. Das ist für uns keine Lösung", so Müller.

Der Bauausschuss habe vielmehr eine Gesamtlösung gefordert, in der das Grün, das Parken und die Verkehrsführung gleichermaßen Berücksichtigung finden. In der Diskussion spielten dabei Gedanken über einen grundhaften Ausbau der Rousseaustraße einschließlich der Neuordnung des Grüns oder der bloße Austausch der vorhandenen Kugel-ahorn-Bäume durch junge Setzlinge eine Rolle.

Letzteres wurde von den Fachleuten des Referats Stadtwirtschaft aber abgelehnt, da die vorhandenen Pflanztaschen nicht groß genug für eine gesunde Entwicklung eines Stadtbaums seien, informiert die Stadtverwaltung. Eine Gesamtlösung sei zwar grundsätzlich begrüßt worden, doch Altenburgs Bürgermeisterin Kristin Moos wies darauf hin, dass eine solche Maßnahme kostenintensiv sei und außerdem mit der Erhebung von Straßenausbaubeiträgen der Anlieger zu rechnen wäre. Entsprechende Haushaltsmittel seien derzeit ohnehin nicht geplant. "Wir wollen deshalb darauf dringen, dass im Haushalt für 2017 entsprechende Mittel eingestellt werden", so Peter Müller.

Durch das Votum des Bauausschusses bleibt in der Rousseaustraße erst einmal alles so, wie es ist. Es wird die sogenannte "Nullvariante" umgesetzt, wonach der Baumbestand erhalten bleibt und Pflegeschnitte nur vor dem Hintergrund der Verkehrssicherheit vorgenommen werden.

Ausgangspunkt für die Befragung waren wie schon 2010 Bürgerbeschwerden gewesen, die fehlendes Licht in den Erdgeschossen, den Zustand sowie die eingeschränkte Breite der Gehwege sowie Verlust von Parkraum kritisierten.

© Kommentar

Ellen Paul

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