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Altenburg Bahn baut zwischen Lehndorf und Paditz weiter – zwei Tage Vollsperrung
Region Altenburg Bahn baut zwischen Lehndorf und Paditz weiter – zwei Tage Vollsperrung
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12:36 24.06.2016
Der Ausbau der Sachsen-Franken-Magistrale zwischen Paditz und Lehndorf geht ab 1. Juli in die zweite Phase. Dabei wird auch die Brücke in Ehrenberg um 20 Meter nach rechts versetzt. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg/Nobitz

Auf eine kurze Verschnaufpause folgt Vollgas: Nachdem Stufe eins Ende 2015 beendet und im Frühjahr Vorarbeiten erledigt wurden, startet die Deutsche Bahn am 1. Juli die zweite Phase beim Umbau des Bahnabschnitts zwischen Paditz und Lehndorf. Wie das Unternehmen nun mitteilte, wird die Strecke gleich zu Beginn bis 3. Juli voll gesperrt. Bis 2020 soll das rund 94 Millionen Euro teure Gesamtvorhaben, das Teil der Sachsen-Franken-Magistrale ist, abgeschlossen sein. Rund 50 Millionen Euro sind allein für den nun beginnenden Bauabschnitt geplant.

Dafür werden zwischen Paditz und Lehndorf die Gleise und Oberleitungen, die Anlagen der Leit-, Sicherungs- und Elektrotechnik sowie der Telekommunikation neu gebaut. Außerdem werden in Paditz der Bahnübergang erneuert und die Bahnsteige sowie die alte Fußgängerbrücke über die Gleise abgerissen. Die Eisenbahnbrücke in Ehrenberg wird zudem 20 Meter weiter neu errichtet und die Kreisstraße in diesem Bereich verlegt. Am Bahnhof Lehndorf entstehen in der Folge zwei neue Bahnsteige, und die Brücke an der B 93 im Ort wird abgerissen und durch eine neue Stabbogenbrücke ersetzt. Auch Lärmschutzwände sind geplant. Aktuell werden die Baustraßen und Einrichtungsflächen angelegt.

Damit die Arbeiten in den kommenden Monaten wie geplant vonstatten gehen können, muss der Abschnitt Lehndorf–Paditz laut Bahn zunächst vom 1. bis 3. Juli voll gesperrt werden. In dieser Zeit werden die technischen Voraussetzungen geschaffen, um das Gleis Richtung Lehndorf stillzulegen und die Züge auf dem Gegengleis weiter rollen zu lassen. Für Nutzer der Regionalzüge etwa nach Altenburg oder Erfurt und der S-Bahnen Richtung Leipzig/Zwickau heißt das für zwei Tage: Umsteigen auf Busse. Denn von Freitagabend bis Sonntagfrüh gibt es auf den unterschiedlichen Strecken Schienenersatzverkehr.

Im Detail sieht das so aus, dass beim Regionalexpress von und nach Erfurt am 1./2. und 2./3. Juli von 23 bis 0.15 Uhr zwischen Schmölln und Altenburg Busse rollen. Diese brauchen in die Skatstadt wiederum 18 Minuten länger als der Zug. In die Gegenrichtung fahren sie zudem zwölf Minuten später los, haben aber Anschluss an die eine halbe Stunde später fahrenden Züge nach Gera. Auf der Regionalbahn-Strecke von und nach Glauchau fahren am 2. Juli ganztägig nur Busse.

Für die S-Bahn Linie 5 gibt es von Sonnabend, 0 Uhr, bis Sonntag, 5 Uhr, zwischen Altenburg und Gößnitz Schienenersatzverkehr mit späteren Fahrzeiten der Züge von Gößnitz nach Glauchau, wobei in der Gegenrichtung Anschluss an die nächste S-Bahn nach Leipzig bestehen soll. Vom 2. auf den 3. Juli fahren dann von 22.15 Uhr bis 5 Uhr zwischen der Skatstadt und Zwickau nur noch Busse.

Neben dem Bahn- behindern die Bauarbeiten in den nächsten Monaten zeitweise auch den Autoverkehr. „Das mit den beteiligten Behörden und Gemeinden abgestimmte Umleitungskonzept kommt dann zum Tragen“, erklärte ein Bahnsprecher dazu. „Die Umleitungsstrecken werden rechtzeitig vor Sperrbeginn bekanntgegeben.“

Zudem gebe es auch Eingriffe in die Natur, die jedoch kompensiert werden. „Zum Beispiel werden Streuobstwiesen angelegt und der Bereich der Paditzer Schanzen umweltgerecht aufgewertet.“ Dafür werden unter anderem Bäume gefällt und Sträucher entfernt, die derzeit den Blick auf das Naturdenkmal versperren (die OVZ berichtete). Außerdem sollen die Felsen gesichert und Schutt beräumt werden.

Wenn 2020 alles fertig ist, können die Züge nach Bahn-Angaben die Strecke dann mit 160 km/h passieren. Dafür wurden seit 2014 unter anderem die Kornhausbrücke und der Güterschuppen in Lehndorf abgerissen, ein Teil der Gleise Richtung Gößnitz erneuert und die Brücke in Mockern durch eine neue ersetzt (die OVZ berichtete). Außerdem baute die Bahn ein elektronisches Stellwerk, mit dem auch Fernmelde- und Sicherungskabel zwischen Paditz und Crimmitschau neu verlegt wurden.

Von Thomas Haegeler

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