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Altenburg Bald wieder Obst und Gemüse statt Pfannkuchen
Region Altenburg Bald wieder Obst und Gemüse statt Pfannkuchen
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19:34 09.09.2014

Doch seit Schuljahresbeginn bleiben die extra für die Zubereitung eingerichteten Küchen leer. Der Grund: Die Förderung der insgesamt sechs Bürgerarbeitsplätze ist ausgelaufen, eine andere nicht in Sicht.

"Die Enttäuschung bei uns, aber besonders bei den Kindern, Eltern und Lehrern war entsprechend groß", so Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD), der sich von Anfang an für die gesunde Alternative zu Chips, Cola oder Süßigkeiten stark gemacht hat. Die Stadt habe sich bewusst für diese beiden Schulen in den Stadtteilen Nord und Südost eingesetzt, weil dort die Zahl von sozial benachteiligten Kindern besonders hoch sei. Deshalb wurde seit Bekanntwerden des drohenden Aus' gemeinsam, vor allem aber im Rathaus, intensiv nach einer Alternativlösung gesucht.

Zum Hintergrund: Vom September 2009 bis August 2011 waren die vier, später sechs Arbeitskräfte über das Projekt Jobperspektive mit 75 Prozent von der Arbeitsagentur gefördert worden. Die Stadt zahlte aus eigener Tasche 13 000 Euro jährlich zu. Von September 2011 bis zum 31. August 2014 nutzte die Stadt dann die Möglichkeit der Bürgerarbeit. Doch damit ist zum Jahresende deutschlandweit ebenfalls Schluss, neue Anträge dürfen schon seit zwei Jahren nicht mehr gestellt werden. "Wir werden von den Fördermittelgebern einfach mit unseren Problemen sitzengelassen", sagt Wolf.

Nachdem als letzter Rettungsanker auch der Bundesfreiwilligendienst nicht infrage kam, hat der OB jetzt im Altenburger Verein für Beschäftigung einen Partner und für zwei Monate eine Übergangslösung gefunden. Danach will er nicht verbrauchte Haushalts-Gelder aus dem Kita-Sport an die beiden Schulfördervereine geben, damit diese bis zum Jahresende die bisherigen Bürgerarbeiter - nunmehr wieder nur vier - beschäftigen und bezahlen können. Dazu braucht Michael Wolf allerdings einen entsprechenden Stadtratsbeschluss.

"Das gesunde Frühstück an beiden Schulen ist also erst einmal gerettet. Wenn alles planmäßig läuft, wird es ab kommendem Montag wieder angeboten." Wie es allerdings ab Januar weitergehen soll, weiß auch Wolf nicht.

Dabei sei es wirklich wichtig, dass es weitergeht, bestätigt die zuständige Rathaus-Mitarbeiterin Helga-Viola Thiel. "Denn mittlerweile nehmen an beiden Grundschulen fast alle Schüler am gesunden Frühstück teil." Es kostet 50 Cent pro Tag und Kind, sei damit für alle erschwinglich und habe zudem eine wichtige pädagogische Komponente.

Denn die gesunde Ernährung der Kinder ist beileibe nicht durchgängig von den Familien gewährleistet, weiß beispielsweise die Direktorin der Busch-Schule, Bärbel Bruns, und hat auch gleich ein Beispiel parat: Trotz der Information, dass es mit Beginn des neuen Schuljahres vorerst kein gemeinsames Frühstück für die Kinder mehr gibt, kamen am ersten Schultag einige Kinder ohne selbiges. Ein Vater hat nachträglich für sein Kind etwas gebracht: einen Pfannkuchen. © Kommentar

Ellen Paul

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