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Bananen, Müsli, Nudeln: Radfahrerinnen beziehen Quartier in Altenburg

Bananen, Müsli, Nudeln: Radfahrerinnen beziehen Quartier in Altenburg

Hochbetrieb vor dem Altenburger Hof. Räder surren, Werkzeug klimpert, Seifenwasser plätschert. Zwischen unzähligen Teamfahrzeugen werden die Zeitfahrräder für die Thüringen-Rundfahrt der Damen flottgemacht.

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Vor dem Start der Thüringen-Rundfahrt macht Mechaniker Bernd Schlechte das windschnittige Zeitfahrrad von Junioren-Weltmeisterin Mieke Kröger startklar. Im Bus hängen die Räder, die bei den Flach- und Bergetappen der Tour zum Einsatz kommen.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. Von Conrad Ziesch

Techniker Bernd Schlechte hält eine Zange in der Hand, mit der er die Schaltung und die Bremse des Rennrads nachzieht, das vor dem Bus der Deutschen Juniorennationalmannschaft aufgebockt ist. "Der Anfang ist immer schwer", sagt er, nur wenige Stunden vor dem Prolog in Zwickau. Jeder Handgriff muss stimmen. Am Abend soll sein Schützling Mieke Kröger ähnlich schnell über die Strecke flitzen wie bei ihrem größten Triumph: der Goldmedaille bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Moskau.

Zu den Favoritinnen auf den Gesamtsieg der Thüringen-Rundfahrt zählen andere: die Vorjahressiegerin Emma Johansson aus Schweden, die Italienerin Noemi Cantele oder Hanka Kupfernagel aus Deutschland.

120 Starterinnen aus aller Herren Länder rollen seit gestern durch Ost-thüringen - Rekordbeteiligung. Vor dem Altenburger Hof stehen Mannschaftswagen mit niederländischen oder Schweizer Kennzeichen. Die ersten Sportlerinnen reisten bereits am Sonntagabend an.

Wer sich den Weg zum Hoteleingang bahnen möchte, muss sich durch die vielen Autos schlängeln. In der Hotel-Lobby begrüßt ein zwei Meter breites Transparent in vier Sprachen die Gäste. An einer Pinnwand hängen Zimmerbelegungen und Renninfos.

Laut Angaben des Gastgebers sind alle 135 Doppelzimmer ausgebucht. Hof und Vorplatz wurden für die Busse, Campingwagen und Begleitfahrzeuge reserviert. Sportlich geht es auch im großen Saal zu: Hier stehen die teuren Räder in Reih und Glied, werden von Helfern raus- und reingetragen.

Für das leibliche Wohl ist im Altenburger Hof ebenfalls gesorgt. Nudeln, Müsli, Bananen: Sportlernahrung steht ganz oben auf dem Speiseplan, der extra für das Event mit dem Hotel abgestimmt wurde.

"Für die Betreuer darf es auch mal ein Hefeweizen sein", sagt Bernd Schlechte und lacht. Den 20 Teams biete das Hotel "ideale Bedingungen", findet er.

Besonders schön sei es, dass alle Mannschaften gemeinsam untergebracht seien - nicht üblich im Rennzirkus. "So trifft man viele Bekannte und Freunde wieder." Auch umziehen und einen neuen Parkplatz suchen müsse man nicht.

In den kommenden Renntagen werden die Athletinnen jeden Tag von Altenburg aus zu den Tour-Orten aufbrechen und am Abend in die Schmöllnsche Landstraße heimkehren. Nach dem gestrigen Prolog in Zwickau steht heute die 104 Kilometer lange Etappe um Neustadt an der Orla auf dem Rennplan, danach werden Schleiz und Greiz angesteuert.

Am Freitag dann die große Hatz durch Altenburg. Wo sich im vergangenen Jahr Elizabeth Armitstead und Exweltmeisterin Judith Arndt ein packendes Duell auf der Zielgeraden am Markt lieferten, wird in diesem Jahr ein Zeitfahren über 21 Kilometer ausgetragen. Die erste Fahrerin tritt 16.30 Uhr in die Pedale. Start und Ziel befinden sich am Marktplatz. Auf der vierten Etappe könnte bereits eine Vorentscheidung auf den Gesamtsieg fallen.

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