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Altenburg Barbara Golder gibt ihr Amt vorzeitig auf
Region Altenburg Barbara Golder gibt ihr Amt vorzeitig auf
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00:34 03.08.2015
Barbara Golder Quelle: Mario Jahn
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Meuselwitz

Gründe für diese Entscheidung ließ sie nicht verlautbaren. Über ihren Rücktritt hatte Golder gestern auch Landrätin Michaele Sojka (Linke) informiert und gleichzeitig um die Versetzung in den Ruhestand sowie die Festlegung eines Wahltermins für das Bürgermeisteramt gebeten.

Golders Entscheidung war kein Schnellschuss, sondern seit geraumer Zeit geplant, wie aus ihrem Umfeld zu erfahren war. Für ein Statement war sie gestern nicht mehr erreichbar.

Nach ihrer Wiederwahl 2010 hatte Golder noch erklärt, für die gesamte Amtszeit zur Verfügung zu stehen. Die hätte für die 67-Jährige regulär am 26. Oktober 2016 geendet. Im Chefsessel der Meuselwitzer Stadtverwaltung sitzt sie seit Ende 2004.

"Ich habe Respekt für die Entscheidung und hoffe auf eine gute Wahl der Meuselwitzer, damit ab 1. November das Bürgermeisteramt vor dem Hintergrund der anstehenden Aufgaben, wie der Gebietsreform, gut ausgeführt wird", betonte Landrätin Sojka auf OVZ-Nachfrage. Gründe für ihren Rücktritt habe Golder auch ihr gegenüber nicht angeführt. Das müsse sie auch nicht, denn sie sei 67 Jahre.

"Die Entscheidung von Barbara Golder stimmt mich traurig, überrascht mich allerdings nicht. Für mich war abzusehen, dass sie vorzeitig aus ihrem Amt ausscheidet", erklärte CDU-Kreisvorsitzender Uwe Melzer. Er gehe davon aus, dass gesundheitliche Gründe sie zu diesem Schritt veranlasst haben. "Sicherlich spielen auch die Veränderungen im Stadtrat eine Rolle", so Melzer.

"Wir müssen die Entscheidung der Bürgermeisterin akzeptieren. Die hat sie für sich persönlich getroffen. Es ist allerdings nicht schön, wenn ein Amtsinhaber vorzeitig aufhört", sagte Lutz Hempel, Fraktionschef der Bürger für Meuselwitz. Er verwies zudem darauf, dass die zurückliegenden Monate schwierig für Golder gewesen seien.

"Für mich kam dieser Schritt nicht überraschend. Barbara Golder ist in einem Alter, in dem andere längst schon nicht mehr arbeiten. Die Entscheidung ist also menschlich verständlich", sagte CDU-Fraktionschef Mattias Wittig.

"Ich begrüße den Schritt der Bürgermeisterin, ihr Amt niederzulegen. Wir haben in der Stadt Meuselwitz eine lange Zeit der Stagnation hinter uns. In den letzten Monaten hat sich gezeigt, dass von Frau Golder keine neuen Impulse mehr zu erwarten waren. Jetzt haben wir die vorzeitige Chance zu einem politischen Neuanfang. Den braucht die Stadt auch ganz dringend, denn es sind viele Probleme zusammengekommen, die gelöst werden müssen", so Klaus-Peter Liefländer, Fraktionschef der UWW/SPD. Mit ihrer Entscheidung habe Golder den Weg für neue Ideen und hoffentlich eine neue politische Richtung in der Schnauderstadt frei gemacht, erklärte Liefländer. © Kommentar

Marlies Neumann

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