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Bauende für Johannisgraben in Altenburg verzögert sich um zwei Wochen

China schließt Steinbrüche Bauende für Johannisgraben in Altenburg verzögert sich um zwei Wochen

Für den weiteren Ausbau des Johannisgrabens in Altenburg fehlen Pflastersteine, Borde, Rinnsteine und Gehwegplatten. Ursache dafür ist die Schließung von Steinbrüchen in China. Die zuständige Baufirma will die damit verbundene Verzögerung jedoch auf zwei Wochen begrenzen. Altenburg kennt solche Lieferschwierigkeiten.

Der Johannisgraben in Altenburg bleibt länger voll gesperrt als geplant. Es fehlt das Baumaterial aus China.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. Der Ausbau des Johannisgrabens verzögert sich. Darüber informierte Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) am Dienstag die OVZ. Ursache dafür ist, dass Baumaterial aus China nicht pünktlich geliefert werden kann. Wolf beruft sich bei diesen Informationen auf ein Schreiben der Lieferfirma an den Schmöllner Baubetrieb Gerth, der mit dem Johannisgraben beauftragt wurde.

Vorgesehen war, dass die Baustoffe in der Woche vom 14. bis 20. August eintreffen. Nun sind das Mosaik-Pflaster, Borde und Rinnsteine etwa für Mitte September, die Gehwegplatten für Ende September/Anfang Oktober angekündigt. Das verzögert das Vorhaben den ersten Berechnungen zufolge um vier Wochen. „Das tut uns sehr leid, und wir entschuldigen uns dafür bei der Bevölkerung“, sagte der Oberbürgermeister.

Für die Gründe sei man allerdings nicht verantwortlich. Dem Schreiben zufolge habe die chinesische Regierung das Lizenzverfahren in der Natursteinbranche neu aufgerollt und bis zur Neuvergabe sämtliche Steinbrüche und Verarbeitungsbetriebe vorübergehend geschlossen. Erst Anfang September würde die Produktion wieder anlaufen.

Trifft das Material wie angekündigt ein, will die Baufirma die Verzögerung von vier auf zwei Wochen absenken, sodass der Johannisgraben in der Woche vom 4. bis 10. Dezember freigegeben wird. Ursprünglicher Termin war der 24. November. Bei weiteren Verzögerungen sehe ein Notfall-Plan die Asphaltierung der Straße und zunächst eine provisorische Befestigung der Gehwege vor.

Lieferschwierigkeiten von Baumaterial aus China sind in Altenburg leidlich bekannt. Angeblich verschollene Schiffsladungen hatten bereits 2005 für wochenlange Verzögerungen beim Ausbau der Burg- und der Johannisstraße gesorgt. Um aus diesen Schwierigkeiten zu lernen, bestellte die Baufirma die Steine 2007 beim Ausbau des Marktes zeitiger und lagerte sie zwischenzeitlich in großen Kisten. Auch das half nur bedingt. Denn das Pflaster war zwar da, aber letztendlich kamen wegen Lieferschwierigkeiten die Granitsockel für die Bänke verspätet an.

Trotz dieser Unwägbarkeiten sieht Wolf im Moment keine Alternativen zu den Baustoffen aus dem Reich der Mitte, die vor allem wegen der Preise und ihrer Qualität konkurrenzlos seien. Auch könne man den Firmen keine Vorschriften machen, woher sie ihr Material bezögen, weil sie dabei auf Kosten und Qualität achten müssten.

Durch den grundhaften Ausbau des Grabens soll die Straße, die sich in einem schlechten Zustand befand, städtebaulich aufgewertet werden. Sie erhält einen aufgehellten Asphaltbelag und die Seitenräume werden mit Natursteinplatten und -pflaster gemäß dem Stadtbodenkonzept befestigt. Die vorhandene Straßenbeleuchtung wird neu angeordnet. Außerdem entstehen 37 Parkplätze. Die Kosten betragen rund eine Million Euro.

„Mit dem Ausbau des Johannisgrabens wird ein seit Jahren verfolgtes Ziel verwirklicht“, hatte Wolf betont. Das Eingangstor zur Innenstadt werde ansprechend gestaltet und das Zentrum besser erreichbar, das Quartier für die Touristen attraktiver.

Von Jens Rosenkranz

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