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Altenburg Bauern wehren sichgegen Generalverdacht
Region Altenburg Bauern wehren sichgegen Generalverdacht
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20:04 15.08.2013
Altenburg

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"Das bezieht sich nur auf Ausnahmen." Zudem signalisierte er, dass die Bauern bereit sind, ihren Teil zum Hochwasserschutz beizutragen. Aber das müsse vorher klar vertraglich geregelt sein.

Von Thomas Haegeler

Dass es, wie von manchem Politiker behauptet, Bauern gibt, die es mit den schützenden Grünstreifen oder Gräben nicht so genau nehmen, will der KBV-Chef nicht bestreiten. "Aber die Landwirte sind nicht gleich, da gibt es mindestens A, B, und C", erklärt der 63-Jährige. Während sich A richtig verhalte und die Streifen nicht anrühre, denke B, er ginge Pleite, wenn er diese nicht nutze. Und C liege genau in der Mitte, überlege nicht, sondern mache einfach. "Gesetzlich sind keine Mindestabstände etwa von einem Feld zu einer Straße oder einem Weg geregelt und die Feldraine sind Bestandteil des Flurstücks und damit gepachtet", stellt Apel klar. "Dadurch kann es keine Gesetzesübertretung geben." Zudem sei man zu schnell bereit, die bestehenden Probleme überzubewerten. "Ich gehe davon aus, dass sich der Großteil richtig verhält. Zwischen einer Straße und einem Feld sollte es auch einen Graben geben, der gehört aber zur Straße und nicht zum Feld." Da gebe es viele Spielräume. Dennoch ist weder ihm noch seinen Kollegen an einer Eskalation gelegen. "Die besten Lösungen findet man, wenn man miteinander redet."

Das geschieht nach Auskunft von Birgit Seiler bereits. "Wir haben mit der Gewässerbegehung begonnen, suchen das Gespräch mit Landwirten, Bürgern und Bürgermeistern vor Ort", sagt die Fachdienstleiterin Natur- und Umweltschutz im Landratsamt. Damit hat Landrätin Michaele Sojka (Linke) eines ihrer zentralen Vorhaben in Sachen Hochwasserschutz im Altenburger Land bereits angefangen umzusetzen (OVZ berichtete). Dazu wollen auch die Landwirte ihren Teil beitragen.

"Hochwasserschutz ist wichtig, er muss aber übergreifender als auf Kreisebene durchgeführt werden", teilt Apel eine der Forderungen der Landrätin. Es bestehe die Notwendigkeit, nicht nur regional zu analysieren, um Maßnahmen abzustimmen und den Schutz zu verbessern, sondern länder- und bundesweit.

"Entweder wir bekommen dieses Management hin oder wir werden weiter vor großen Problemen stehen." So stellt er sich etwa die Frage, ob man für die versiegelten Flächen wie Straßen oder Gewerbegebiete ausreichend Wasserrückhaltemöglichkeiten hat oder ob das Wassermanagement in Talsperren und Rückhaltebecken optimiert ist. "Aber es muss auch örtlich gefragt werden, wo macht eine Schlammfange oder ein kleiner Damm Sinn", meint der KBV-Chef. "Wir verschließen uns auch nicht grundsätzlich Überflutungs- und Polterflächen, aber wir wollen sie weiter als Ackerbau- und Grünflächen bewirtschaften." Dafür brauche es allerdings von vornherein Klarheit, wer für eventuelle Schadensbeseitigung und Entschädigung bezahle. "Das muss vorher vertraglich geregelt sein, denn wir wollen wissen, was erwartet uns im Fall der Fälle." © Kommentar

Thomas Haegeler

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