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Altenburg Bauernmarkt und Erntedankfest in Altenburg
Region Altenburg Bauernmarkt und Erntedankfest in Altenburg
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16:54 06.04.2018
Farbenfroh und gut besucht: die Stände auf dem Altenburger Herbstbauernmarkt. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

Der goldene Herbst hielt Sonnabend auf dem Markt in Altenburg Einzug. Zahlreiche Besucher aus nah und fern erkundeten zwischen herbstlichem Bauernmarkt und Erntedankfest Altenburger Tradition sowie einige regionale Köstlichkeiten.

Orangene, gelbe oder grüne Kürbisse, wunderschöne getrocknete Blumensträuße, der Duft von frisch gebackenem Brot und Omas Kuchen belebten das bunte Markttreiben im Schatten der Brüderkirche. Vor dieser wurde das Erntedankfest zelebriert. Frische Erntegaben für den guten Zweck der Tafelläden Talisa in Altenburg und Lucka wurden schon vor der Mittagszeit an die evangelische Kirchengemeinde Altenburg abgegeben und auf den Stufen der Kirche platziert. Dabei spendeten nicht nur das Rittergut Schwanditz und der Fruchtexpress Altenburg die Gaben, sondern auch einige Altenburger brachten Lebensmittel vorbei.

Das Erntedankfest ist laut Heike Schramm vom Kulturmanagement des Schloss- und Kulturbetriebs Altenburg eine Traditionsfeier, die so auch schon Anfang der 90er-Jahre in der Skatstadt gefeiert wurde, dann aber einige Zeit ausgesetzt hat. Sie erklärte: „Da wir in diesem Jahr kein Altstadtfest gemacht haben, wollten wir den Bauernmarkt mit dem Fest entsprechend erweitern.“

Auch im Jahr 2017 waren der Altenburger Herbstbauernmarkt und das gleichzeitig stattfindende Erntedankfest Besuchermagneten in der Skatstadt. Hier einige Impressionen der beiden Veranstaltungen.

„Ich konn asse, so viel ich will, ich wochse enfach nich“ – das Altenburger Folkloreensemble hatte neben Tanz und Musik auch so manches kleine Theaterstück in Altenburger Mundart im Programm. Iris Ulrich ist schon seit 30 Jahren im Verein tätig. Sie selbst kommt dabei ursprünglich gar nicht aus der Region. Nach dem Studium verschlug es sie ins Altenburger Land, wo sie sich über die Jahre immer mehr zu Hause fühlte. Um Land und Leute richtig kennenzulernen, trat Iris Ulrich damals dem Folkloreensemble bei und hat nun schon viele Auftritte mitgestaltet.

Die Tracht trägt Iris Ulrich mit Stolz. Die Tänzerin sagt: „Die Altenburger Tracht setzt sich zusammen aus einem gesmokten Rock, einer geschnürten Weste mit einer Art Brett vor Bauch und Brust, einer Jacke und aufwendig besticktem Lätzchen sowie einer Haube.“ Je aufwendiger die Tracht dabei verziert war, umso reicher war das Elternhaus. Und auch den Begriff „unter die Haube kommen“ erklärte die Folkloretänzerin in einem Atemzug mit dem Aufbau des Kostüms: „Die Tracht wurde für die Frauen oftmals erst angefertigt, wenn sie geheiratet haben. Dann kamen sie nicht nur unter die Haube, sondern auch eine Haube, im Sinne der Kleidung, auf den Kopf.“

Dieter Klinger besuchte den Herbstmarkt gemeinsam mit seiner Frau. Er erzählte: „Es hat ja schon ein paar Mal getröpfelt. Ich hoffe das Wetter hält.“ Das Ehepaar kommt aus Altenburg, hat selbst einen kleinen Garten und holt sich auf dem Markt immer Inspirationen. Und so schlenderte man zwischen den Ständen hindurch. Neben Fisch- und Fleischspezialitäten fanden sich Altenburger Käse, Töpferwaren, ein Meer aus Blumen und vieles mehr.

Besonders beliebt waren die Tiere. Die Ponys beim Kinderreiten liefen dabei fast im Dauerbetrieb ihre Runden. Auch bei den Wensleydale-Schafen von Harald Weber standen die Kinder mit großen Augen. Glück hatte fast jeder, denn die fünf zutraulichen und kuschelweichen Schafe ließen sich gerne mal von den Marktbesuchern mit der Hand über den Rücken fahren.

Harald Weber war das erste Mal mit seinem Stand auf dem Markt vertreten. Die Schafe sind sein Hobby. Er erklärte: „Normalerweise werden meine Schafe zur Beweidung von Solarparks eingesetzt. Dass sie hier heute in der Innenstadt stehen, ist für sie richtig ungewöhnlich.“

Das klopfen der Futterschroter hallte indes, gleich unter der riesigen Erntedankkrone, durch das Marktgeschehen.

Mit Abstand am beliebtesten bei den kleinen Besuchern war die große Stroh-Pyramide. Dort tobten die Entdecker, teilweise sogar mit ihren Eltern zusammen. Daneben fand man – wie zu jedem Bauernmarkt – die Traktor-Oldtimer von Bernd Greischen, Rolf Rüger und Peter Benndorf. Außerdem konnten Naturendecker am Waldmobil des Thüringenforst ihr Waldwissen testen.

Von Eva Anna-Lena Zorn

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