Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Altenburg Bauernverband erwartet durchschnittliche Getreideernte
Region Altenburg Bauernverband erwartet durchschnittliche Getreideernte
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:33 22.06.2015
Anzeige

"Aber so wie der Witterungsverlauf derzeit ist, kann man eine durchschnittliche Ernte erwarten."

Zwar war die Niederschlagsmenge im vergangenen Monat geringer als in anderen Jahren, aber Apel verweist darauf, dass es im Landkreis an verschiedenen Orten unterschiedlich viel geregnet habe und sich somit keine Pauschalaussagen treffen ließen. "Wo beispielsweise Kippenboden oder Sandunterlage ist, gibt es schon Einbußen, weil Kulturpflanzen verdörrt sind", bemerkt er. Dies betreffe aber nur einzelne, kleine Teilflächen. Laut seinen Angaben handelt es sich dabei um maximal fünf Prozent. "Auf diesen Flächen hat auch der Regen der letzten Tage nichts mehr geholfen."

Ebenso wenig konnte die Wintergerste von den Schauern profitieren. "Der Regen kam für die Kornausbildung der Wintergerste einfach zu spät", sagt der Experte. Voraussichtlich ab Anfang Juli werden im Landkreis die 4000 Hektar Wintergerste gedroschen, danach geht es weiter mit Raps oder frühen Weizensorten. Einen Großteil der Anbaufläche im Altenburger Land nimmt nach wie vor der Winterweizen mit 13 000 Hektar ein. Raps ist nach dem jetzigen Stand auf 7000 bis 7500 Hektar vertreten. Damit ist die Verbreitung der Ölsaat im Vergleich zum Vorjahr gleich geblieben und macht rund 20 Prozent der hiesigen Gesamtanbaufläche aus.

Insgesamt seien die Felder im Altenburger Land in einem gesunden Zustand, schätzt Apel ein. So gebe es bei den Getreidebeständen nur vereinzelt Gelbrost oder Fusarium. Die Landwirte würden dies bereits im frühen Stadium erkennen und entsprechend dagegen vorgehen, beschreibt Apel.

Problematischer könnten dagegen die Folgen der Feldmaus für die Erträge sein. "Vom Frühjahr bis Ostern hatten wir hier eine wachsende Population, danach gab es eine Phase der Ruhe, und momentan lässt es sich schwer einschätzen." Denn während das Getreide reift, sei es schwierig, die Löcher zu zählen. Das genaue Ausmaß zeige sich dann, wenn reife Halme angefressen werden und umfallen. "Wir hoffen noch, dass es sich im Landkreis in Grenzen hält", so Apel. Sollte es aber übermäßig viele Feldmäuse geben, würde der Bauernverband auch darauf drängen, dass nicht nur Einzelloch-Bekämpfung eingesetzt werden darf.

Jenifer Hochhaus

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Im vergangenen Jahr machte der fehlende Haushaltplan dem ehrgeizigen Vorhaben einen Strich durch die Rechnung. Diesmal nun klappt es: Stadt und Theater legen ihre Kräfte zusammen und bieten den Altenburgern und ihren Gästen ein Wochenende, was sie so wohl noch nicht erlebt haben: vom 3. bis 5. Juli zweimal "Carmina Burana" und ein Altstadtfest.

22.06.2015

Es fehlt das endgültige Ergebnis der gerichtsmedizinischen Untersuchung. Das teilte Ralf Wörmann, Sprecher der Staatsanwaltschaft Gera, in dieser Woche der OVZ auf eine Anfrage mit.

21.06.2015

"Nyamacela" ist das Wort, mit dem in der Hauptstadt Malis Menschen bezeichnet werden, die sich ihren Lebensunterhalt durch Müllsammeln verdienen.

21.06.2015
Anzeige