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Bauernverband erwartet durchschnittliche Getreideernte

Bauernverband erwartet durchschnittliche Getreideernte

Trotz des relativ trockenen Monats Mai rechnet der Kreisbauernverband in diesem Jahr mit einem durchschnittlichen Ertrag der Getreideernte. "Natürlich müssen wir noch die nächsten Wochen abwarten", sagt Vorsitzender Berndt Apel vorsichtig.

"Aber so wie der Witterungsverlauf derzeit ist, kann man eine durchschnittliche Ernte erwarten."

 

Zwar war die Niederschlagsmenge im vergangenen Monat geringer als in anderen Jahren, aber Apel verweist darauf, dass es im Landkreis an verschiedenen Orten unterschiedlich viel geregnet habe und sich somit keine Pauschalaussagen treffen ließen. "Wo beispielsweise Kippenboden oder Sandunterlage ist, gibt es schon Einbußen, weil Kulturpflanzen verdörrt sind", bemerkt er. Dies betreffe aber nur einzelne, kleine Teilflächen. Laut seinen Angaben handelt es sich dabei um maximal fünf Prozent. "Auf diesen Flächen hat auch der Regen der letzten Tage nichts mehr geholfen."

 

Ebenso wenig konnte die Wintergerste von den Schauern profitieren. "Der Regen kam für die Kornausbildung der Wintergerste einfach zu spät", sagt der Experte. Voraussichtlich ab Anfang Juli werden im Landkreis die 4000 Hektar Wintergerste gedroschen, danach geht es weiter mit Raps oder frühen Weizensorten. Einen Großteil der Anbaufläche im Altenburger Land nimmt nach wie vor der Winterweizen mit 13 000 Hektar ein. Raps ist nach dem jetzigen Stand auf 7000 bis 7500 Hektar vertreten. Damit ist die Verbreitung der Ölsaat im Vergleich zum Vorjahr gleich geblieben und macht rund 20 Prozent der hiesigen Gesamtanbaufläche aus.

 

Insgesamt seien die Felder im Altenburger Land in einem gesunden Zustand, schätzt Apel ein. So gebe es bei den Getreidebeständen nur vereinzelt Gelbrost oder Fusarium. Die Landwirte würden dies bereits im frühen Stadium erkennen und entsprechend dagegen vorgehen, beschreibt Apel.

 

Problematischer könnten dagegen die Folgen der Feldmaus für die Erträge sein. "Vom Frühjahr bis Ostern hatten wir hier eine wachsende Population, danach gab es eine Phase der Ruhe, und momentan lässt es sich schwer einschätzen." Denn während das Getreide reift, sei es schwierig, die Löcher zu zählen. Das genaue Ausmaß zeige sich dann, wenn reife Halme angefressen werden und umfallen. "Wir hoffen noch, dass es sich im Landkreis in Grenzen hält", so Apel. Sollte es aber übermäßig viele Feldmäuse geben, würde der Bauernverband auch darauf drängen, dass nicht nur Einzelloch-Bekämpfung eingesetzt werden darf.

Jenifer Hochhaus

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