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Bauhöfe und Kitas in die Hoheit der VG Altenburger Land VG-Chef Sören Huppert für größere Verwaltungsstrukturen

Bauhöfe und Kitas in die Hoheit der VG Altenburger Land VG-Chef Sören Huppert für größere Verwaltungsstrukturen

Seit dem 1. Januar muss in der Kämmerei der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Altenburger Land ein Haushalt weniger geschrieben werden, denn Großröda ist Starkenberg beigetreten.

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Sören Huppert

Mehna. Von Jörg Reuter

Sören Huppert ist sich sicher, früher oder später wird es in Thüringen eine Gebietsreform geben. Im Zweifel wird diese dann von Erfurt aus den Kommunen und Kreisen verordnet. Dem möchte er gern zuvorkommen: "Je größer und damit zukunftsfester die bereits existierenden Strukturen sind, um so schwerer wird es, diese zu verändern oder zu zerschlagen."

Der VG-Chef hat bei diesen Worten eine Karte des Regionalentwicklungsplans für Ostthüringen im Blick. Rot eingezeichnete Linien darauf markieren die Grenzen der Grundversorgungsbereiche. Genau drei dieser Grenzen verlaufen durch die VG Altenburger Land. "Sollte sich Erfurt der Gebietsreform annehmen, dann ist es gut möglich, dass anhand dieser Grenzen die Region neu aufgeteilt wird. Denn so kann die Landesregierung auf bereits gefasste Beschlüsse zurückgreifen und muss nicht alles neu entscheiden." Das würde für seine VG dann deren Zerschlagung bedeuten. Ein Teil ginge an Meuselwitz, ein anderer an Altenburg, das Übrige an Schmölln.

Nach Hupperts Überzeugung drängt die Zeit. Dabei hat er nicht eine Einheitsgemeinde Altenburger Land im Kopf, vielmehr würde er gern einzelne Aufgabenbereiche in die Hoheit der VG übertragen sehen. Dem VG-Chef ist natürlich klar, dass nicht er die Entscheidungen dafür fällt, sondern die Bürgermeister und ihre Gemeinderäte.

Dennoch, die Zusammenlegung aller Kindergärten im VG-Gebiet und in die Trägerschaft der VG wäre eine der Möglichkeiten, Fakten zu schaffen, die sich nur schwer lösen lassen. "Davon sind jedoch die Gemeinden noch nicht alle überzeugt", erklärt Huppert. Derzeit liefen Gespräche mit den Bürgermeistern.

Die Vorteile eines gemeinsamen Kindergartens mit verschiedenen Häusern in den Dörfern der VG sind vielfältig. Etwa könnte das Personal flexibler eingesetzt werden. Auch wären unterschiedliche Öffnungszeiten denkbar, oder verschiedene Konzepte könnten unter einem Dach und einer Leitung angeboten werden. Bis Sommer soll eine Grundsatzentscheidung zum Thema getroffen werden, kündigt Huppert an.

Ein gemeinsamer Bauhof für alle Mitgliedsgemeinden ist ein weiteres Projekt, das sich der Behördenchef gut vorstellen kann. Auch hier liegen aus Sicht der Verwaltung viele Vorteile auf der Hand. Beispielsweise lassen sich zentrale Strukturen besser händeln und Synergien können genutzt werden. Die Technik aller Bauhöfe zusammengelegt, ergebe einen sehr gut ausgestatteten Bauhof. Auch könnte das Personal dann effektiver eingesetzt werden. Selbst zwei Teams wären möglich. Sie könnten bei Großeinsätzen zusammenarbeiten.

Die Blaupause dafür haben schon vor Jahren die Gemeinden Tegkwitz und Naundorf geliefert, als sie Starkenberg beitraten. "Von dort heißt es heute, es läuft viel besser", sagt Huppert. Auch die Finanzierung des Freibades in Altkirchen läge dann auf vielen Schultern. "Warum eigentlich nicht, es wird doch auch von allen Bürgern genutzt."

Doch angesichts der extrem gespannten Haushaltssituation in den Gemeinden werden nicht bei allen diese Ideen gut ankommen. Bereits jetzt ist beispielsweise aus der Gemeinde Göhren zu hören, dass der schon existierende VG-Kindergarten in Rolika für Göhren kaum noch zu finanzieren ist. "Da kommt ja eins zum andern, er muss ausgebaut werden, weil der Bedarf da ist und das bedeutet dann auch mehr Personal. 2012 kommen wir noch hin, aber Ende des Jahres müssen wir weitersehen", sagt Bürgermeister Roberto Bauer (Feuerwehr).

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