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Altenburg Bei Werkzeug- und Maschinenbau Altenburg geht es bergauf
Region Altenburg Bei Werkzeug- und Maschinenbau Altenburg geht es bergauf
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18:58 27.02.2012

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Von Frauke Sievers

Im Jahr 2010 machte das Altenburger Unternehmen, das unter anderem Schweißvorrichtungen und Stanzwerkzeuge herstellt, einen Umsatz von 1,68 Millionen Euro, 2011 waren es bereits wieder 2,06 Millionen Euro. Die eigene Prognose von 1,86 Millionen Euro wurde damit übertroffen, hieß es. Für das laufende Jahr rechnet der Geschäftsführer mit 2,2 Millionen Euro Umsatz. Investieren kann die Firma trotzdem nicht. Der Maschinenpark, dessen Geräte zum Teil sechs bis acht Jahre alt sind, müsste zwar bald erneuert werden. "In dem Bereich können wir im Moment aber noch keine Großinvestitionen vornehmen", sagte Mey. Der Chef hofft, dies 2013 nachholen zu können.

Geld soll neben dem normalen Geschäftsbetrieb über eine vermietete Dachfläche für eine Fotovoltaikanlage in die Kasse fließen. "Das hätten wir schon früher machen sollen", so der Geschäftsführer, "dann hätten wir eine höhere Einspeisevergütung bekommen." Die Anlage soll möglichst noch in den nächsten Tagen in Betrieb gehen. Die Miete wird im Voraus bezahlt und erhöhe damit die Liquidität der Firma.

2010 stand das Altenburger Unternehmen kurz vor der Insolvenz. Großkunden waren zurückhaltender mit ihren Investitionen, bestellten kaum, sämtliche Rücklagen wurden aufgebraucht. "Unser ganzes Guthaben war mit einem Schlag weg." Es folgten Entlassungen. 43 Mitarbeiter waren Anfang 2009 noch bei WMA angestellt, zwischenzeitlich wurde auf 23 runtergefahren. Jetzt arbeiten immerhin wieder 29 Menschen für das Unternehmen. Von April an kommt ein weiterer Mitarbeiter hinzu.

"Ab Mitte 2010 war der Aufschwung der Konjunktur deutlich zu spüren", berichtet Mey erleichtert. "Wir befinden uns in der Konsolidierungsphase." Nicht zuletzt habe die gute Zusammenarbeit mit anderen kleinen mittelständischen Unternehmen - insbesondere aus der Region - aus der Krise geholfen. "Langfristige Verbindlichkeiten wurden jederzeit bedient, kurzfristige in Absprache mit den Lieferanten etwas hinausgeschoben",erklärte Mey.

Kopfschmerzen bereiten ihm aber nach wie vor die Rohstoff- und Energiepreise. Die seien stark gestiegen und er befürchtet weitere Preisanhebungen. "Das Problem ist, dass wir sie nicht 1:1 an unsere Kunden weitergeben können."

Dennoch ist Mey optimistisch, dass es für die Werkzeug- und Maschinenbau Altenburg GmbH wieder stetig bergauf geht: "Für 2012 sehe ich eine positive Tendenz. Wir werden uns weiter festigen auf dem Markt, auch wenn sich die Konjunktur wieder abschwächen sollte." Wichtig sei es zu beobachten, wie sich der Markt entwickelt, sich den Wünschen der Kunden anzupassen, beispielsweise durch eine Produktion nur nach Nachfrage, und somit das Überleben der Firma zu sichern.

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