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"Bei uns gibt es keine Verlierer"

"Bei uns gibt es keine Verlierer"

Was 2009 eigentlich nur als einmalige Sache gedacht war, steigt heute in einer Woche nun bereits zum fünften Mal - der Skatstadt-Marathon.

Altenburg.

Für das Organisationsteam hat die heiße Phase der Vorbereitung längst begonnen. OVZ sprach mit Pressesprecher Helmut Nitschke (59) über kleine und große Siege, schlaflose Nächte und eine magische Zahl.

 

OVZ: Momentan liegen die Online-Anmeldungen bei 2770. Die Zahl steigt stündlich und liegt schon jetzt über der des Vorjahres. Es besteht also die berechtigte Hoffnung, dass Sie diesmal die 3000er-Marke knacken.

 

Helmut Nitschke: Ich bin wirklich guter Hoffnung, dass wir die magische Zahl in diesem Jahr erreichen. Denn viele Läufer entscheiden sich wetter- und formabhängig erst ganz kurzfristig. Da ist noch ordentlich Luft nach oben.

 

Auf welchen Strecken gibt es denn wachsende Teilnehmerzahlen?

 

Auf allen, allerdings die geringsten beim Marathon selbst. Denn die Altenburger Strecke ist kein Pappenstiel, sondern eine große Herausforderung. Sie ist hammerhart. Wer den Altenburger Marathon besteht, braucht keine andere Marathon-Strecke der Welt zu fürchten.

 

Hat es denn da überhaupt Sinn, als Freizeitsportler mitzumachen?

 

Auf den beiden großen Strecken läuft bei uns die Spitze Mitteldeutschlands. Aber hier wie bei jeder anderen Strecke geht es bekanntlich nicht nur um den Platz auf dem Podest. Jeder kann für sich einen Sieg erringen. Sei es, weil er seine persönliche Bestzeit erreicht, eine neue Strecke bewältigt oder den inneren Schweinehund besiegt hat oder weil er sich erstmals der Öffentlichkeit zeigt. Es gibt beim Altenburger Skatstadt-Marathon keine Verlierer.

 

Das Mehr an Läufern macht sich doch sicher für den Verein auch in der Kasse bemerkbar.

 

Klar, denn durch die Startgebühren kann der Eigenanteil bei der Finanzierung erhöht werden. Wir stehen hier auf relativ sicheren Füßen. Aber ohne unsere treuen Sponsoren und die logistische Unterstützung durch die Altenburger Stadtverwaltung, die in Geld gar nicht aufzuwiegen ist, wäre ein solches Event trotzdem nicht zu stemmen.

 

Auf der Beliebtheitsliste der Laufveranstaltungen steht Altenburg in Deutschland auf Platz 24, in Thüringen hinter dem Rennsteiglauf unangefochten auf Platz zwei. Ist der Skatstadt-Marathon auch bei der Bevölkerung angekommen?

 

Ja, und darüber sind wir sehr glücklich. Auf dem Markt und der Kultmeile im Schlosspark ist die Unterstützung der Läufer durch die Zuschauer besonders groß. Schön wäre es, wenn sich auch bei uns noch so kleine Mini-Events an der Strecke entwickeln würden. In Berlin beispielsweise sitzt eine Frau seit vielen Jahren vor ihrem Haus und schlägt auf ihre Kochtöpfe, ein anderer baut auf seinem Balkon eine Anlage auf und spielt große Oper. Aber so etwas muss von selbst entstehen.

 

In diesem Jahr befindet sich die Startzone aufgrund der Bauarbeiten zum ersten Mal in der Schluppe in der Moritzstraße. Kommen Sie damit klar?

 

Mehr noch. Wenn am Sonnabend nicht noch irgendein Problem auftaucht, wollen wir diesen Startplatz künftig beibehalten. Dadurch vereinfacht sich die Sache am Ziel. Denn die Kinder und Schüler sind oftmals schon zurück, wenn andere Läufer gerade erst auf die Strecke gehen.

 

Es gibt also immer wieder etwas Neues. Von Routine in der Vorbereitung kann also keine Rede sein, oder?

 

Im Gegenteil. Je näher der Termin rückt, desto größer wird jedes Jahr die Aufregung. Ich richte mich schon jetzt wieder auf schlaflose Nächte ein.

 

Hatten Sie die auch wegen der Absage von Joey Kelly?

 

Das war schon eine bittere Pille. Wir haben sehr um unser Image gefürchtet, doch die Sache hat uns nicht geschadet.Das verdanken wir auch Manuela Henkel, die für die Veranstaltung am Freitagabend einspringt, obwohl sie beim Vortrag-Halten kein Profi ist. Ich vertraue darauf, dass das interessierte Publikum trotzdem kommt. Es wäre ein tolles Dankeschön für Manuela Henkel.

 

Interview: Ellen Paul

Ellen Paul

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