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Bei zwei großen OVZ-Umfragen stimmt die Mehrheit für Ja

Landesgartenschau 2024 Bei zwei großen OVZ-Umfragen stimmt die Mehrheit für Ja

Zwei OVZ-Umfragen zeigen, dass sich die Skatstädter ein solches Mega-Event 2024 wünschen. Allein eine Online-Befragung zählte über 23 000 Klicks – davon 19 000 bei Ja. Die Aufträge an die Stadtväter sind dabei kompliziert: Holt die Laga nach Altenburg, verkauft dafür aber kein Tafelsilber und seht bloß zu, dass wir uns nicht übernehmen.

Deutliches Votum: Die Altenburger wollen die Landesgartenschau.

Quelle: Patrick Moye

Altenburg. Erblüht das glückliche Altenburg im Glanze der Landesgartenschau (Laga) oder verwendet es seine wenigen Gelder für ganz andere Vorhaben, wie beispielsweise Kitas, Schulen oder den Nordplatz? An diesen Fragen scheiden sich in diesen Tagen die Geister.

Um dem Stimmungsbild in Altenburg etwas auf den Grund zu gehen, hat die Osterländer Volkszeitung zwei Umfragen unter ihren Lesern gestartet – eine per Telefon mit 248 Teilnehmern und eine, bei der man online via Internet mitmachen, dabei allerdings auch mehrmals abstimmen konnte. Die Mehrzahl bei beiden Aktionen sprach sich für die Laga aus.

Am Ende der Befragung ging es darum, ob sich die Kreisstadt nach der Laga noch für weitere Großveranstaltungen bewerben sollte. Dabei wurden die Bereiche Kultur, Sport, Kinder und Jugend, aber auch Konzerte, Feste, Schlossaufführungen, Thüringentage und die Themen Prinzenraub, Skat und Messen vorgeschlagen.

So unterschiedlich, wie die Leser die Laga bewerten, tun dies die politischen Protagonisten in der Stadt. Es gibt eine Initiative gegen die Veranstaltung, die ein Bürgerbegehren in die Wege geleitet hat, das in einen Volksentscheid münden soll. Dazu werden über 2000 Unterschriften benötigt. Gegenspieler ist eine Allianz aus den Stadtratsfraktionen von CDU, Linke, Pro Altenburg sowie Stadtforum/Grüne, die für die Gartenschau werben.

Strittigster Punkt in der Auseinandersetzung sind die Kosten. Investitionen und die Veranstaltung selber werden mit rund 42 Millionen Euro veranschlagt. Davon muss Altenburg knapp zwölf Millionen selbst beisteuern. Für die Laga-Gegner ein Betrag, den die Stadt nie und nimmer aufbringen kann, sich entweder hoch verschulden oder städtisches Vermögen verkaufen müsste. Außerdem habe die Stadt ganz andere Probleme zu lösen, für die durch die Laga dann aber kein Geld mehr da sei, argumentieren die Gegner. Auch danach fragte die Osterländer Volkszeitung ihre Leser, wobei hier die Mehrheit befürchtet, dass sich die Stadt in der Tat finanziell übernimmt.

Eine Machbarkeitsstudie weist für Altenburg als Kernbereiche einer Gartenschau den Großen Teich bis zur Hellwiese, das Quartier Rote Spitzen bis Kleiner Teich sowie die Aufwertung des Gebietes zwischen der Blauen Flut und der Straße Neue Sorge aus. Daneben gibt es weitere Begleitprojekte wie Schloss und Park, Botanischer Garten, Historischer Friedhof, Bahnhofsvorplatz, Kleingartanlage Jüdengrund, Keppler- und Theaterplatz sowie Rad- und Gehwege. All diese Areale sollen aufgewertet, ihre Potenziale besser genutzt werden, Dreckecken verschwinden.

Dafür könnten fast 24 Millionen Euro an Fördermitteln in die Stadt fließen. Für die Laga-Befürworter ist dies ein Betrag, den Altenburg in so kurzer Zeit nie und nimmer bekommen würde und womit gerade heruntergekommene Bereiche in kurzer Zeit wieder in neuem Glanz erstrahlen könnten.

Zur Gartenschau selbst werden etwa 350 000 Besucher erwartet. Altenburg könnte durch seine zentrale Lage zwischen Leipzig, Jena und Dresden sogar auf noch mehr Gäste hoffen. Das Pro-Lager rechnet auch mit Touristen, die Altenburg später deswegen besuchen, weil dort einst die Schau stattfand. Die OVZ fragte deshalb ihre Leser, ob die Stadt tatsächlich einen Entwicklungsschub erfährt. Hier aber ergibt sich kein klares Bild. 51 Prozent der Online-Teilnehmer rechnen nicht damit, rund 56 Prozent der Leser am Telefon dagegen schon.

Von Jens Rosenkranz

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