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Altenburg Besuch der Altenburger Bäder wird teurer
Region Altenburg Besuch der Altenburger Bäder wird teurer
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19:12 21.11.2014

Eine davon trifft besonders viele Bürger sowie Gäste Altenburgs: Die Stadt erhöht die Eintrittspreise für die Schwimmhalle und das Freibad. Während letztere natürlich erst im nächsten Sommer mit Beginn der neuen Saison wirksam werden, wird man für das Hallenbad alsbald tiefer in die Tasche greifen müssen. Die neue Gebührensatzung tritt am Tag ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt in Kraft.

Die Preise steigen in der Schwimmhalle in allen Kategorien um einen Euro. Erwachsene über 16 Jahre zahlen also dann statt drei nun vier Euro. Kinder zahlen 2,50 Euro (bisher 1,50 Euro). Der Besuch im Freibad kostet künftig für Erwachsene drei Euro statt bislang 2,50 Euro und für Kinder 1,50 Euro (bisher ein Euro).

Für den zuständigen Dezernenten der Stadtverwaltung, Robby Tänzer, eine vertretbare und verhältnismäßig moderate Gebührenerhöhung, zumal die letzte bereits viele Jahre zurückliegt. Dass sie in der Schwimmhalle höher ausfällt als im Südbad hat einen einfachen Grund: die zahlreichen Alternativen beim sommerlichen Badespaß im Umland. Da müsse man konkurrenzfähig bleiben, so Tänzer.

"Die Preiserhöhung ist ein erster, wenn auch nur kleiner Beitrag zur Haushaltskonsolidierung", schätzte der Dezernent vor dem Stadtrat ein. Die Stadt rechnet mit Mehreinnahmen in der Schwimmhalle von jährlich rund 39 000 Euro und im Freibad von rund 12 000 Euro. Dennoch arbeiten die beiden Bäder weiterhin noch lange nicht kostendeckend. Beim Freibad seien es 32 Prozent, in der Schwimmhalle liegt die Kostendeckung bei 39 Prozent. Den jährlichen Zuschussbedarf für beide Freizeiteinrichtungen bezifferte er mit über einer halben Million Euro - Tendenz weiter steigend. Denn bei einer weiter zu erwartenden Tarifsteigerung für das Personal sowie für Strom und Gas ist selbst bei gleichbleibenden Besucherzahlen - die natürlich nicht garantiert werden können - mit einem steigenden Defizit zu rechnen.

Entsprechend groß war die Bereitschaft im Stadtrat, der Gebührenerhöhung zuzustimmen. 27 Abgeordnete votierten mit Ja, nur sieben mit Nein. "Es ist legitim und richtig, die Nutzer der Einrichtungen an den gestiegenen Kosten zu beteiligen", argumentierte beispielsweise Detlef Zschiegner (FDP). Nur Frank Fache aus der SPD-Fraktion beanstandete in der Debatte den Fakt, dass die "ziemlich drastische Erhöhung in der Schwimmhalle auch für Schüler und Inhaber des Sozialpasses gilt". Außerdem schlug Fache - selbst Vielnutzer der Schwimmhalle - vor, neben der Zehnerkarte auch Jahres- und Familienkarten anzubieten.

Dies lehnte Robby Tänzer jedoch mit der Begründung ab, dass Inhaber solcher Karten auch jederzeit Zutritt zum Hallenbad haben müssten, selbst wenn es bereits voll sei. "Das ist für uns einfach ein Sicherheitsaspekt." Fache riet der Verwaltung daraufhin, sich mal mit den Betreibern der Schwimmhalle in Borna in Verbindung zu setzen. Dort gebe es nämlich seit Langem Jahres- und Familienkarten und damit keine Probleme.

Ellen Paul

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