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Besucher rennen dem Teehaus-Verein die Bude ein

Film über 1000-Jahr-Feier Altenburgs Besucher rennen dem Teehaus-Verein die Bude ein

Der Teehaus-Förderverein hat auf eine Wiederholung des Vorjahreserfolgs von „Altenburg im Film“ gehofft, doch dass der Run so groß sein würde – nein, damit hat niemand gerechnet. Rund 160 Besucher wurden zur Nachmittagsvorstellung am Donnerstag gezählt. Leider streikte in einem Saal beim Hauptfilm die Technik.

Rappelvoller Saal – alle wollen den Film über die 1000-Jahr-Feier von Ralf Schollbach sehen.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. Der Teehaus-Förderverein hat auf eine Wiederholung des Vorjahreserfolgs von „Altenburg im Film“ gehofft, doch dass der Run so groß sein würde – nein, damit hat niemand gerechnet. Obwohl entschieden wurde, nicht nur den Kultursaal der Orangerie, sondern auch das benachbarte Café zum Kino auf Zeit umzufunktionieren, reichten am Donnerstagnachmittag die Plätze – in Summe 160 – trotzdem nicht. Einige Besucher mussten wieder nach Hause gehen.

Der Grund für das Interesse: Ein knapp 20-minütiger Film über die 1000-Jahr-Feier in Altenburg 1976, der nach 40 Jahren zum ersten Mal einer breiten Öffentlichkeit gezeigt wurde. Gedreht hat ihn der Skatstädter Ralf Schollbach, der damit nicht nur für zahlreiche Aha-Erlebnisse in der Zuschauerschaft sorgte, sondern auch noch eine hübsche Entstehungsgeschichte zum Besten gab.

Seine Frau, damals Lehrerin an der Polytechnischen Oberschule in Nobitz, spielte gemeinsam mit mehreren Kollegen Lotto. Und 1974 hatten sie tatsächlich Glück – einen Fünfer. 3400 DDR-Mark sprangen für die Familie Schollbach dabei heraus. „Und meine Frau hat mir erlaubt, dass ich einen Großteil davon bekomme“, scherzte der 74-Jährige. So habe er sich endlich eine Filmausrüstung anschaffen können. Eine Kamera, einen Projektor und einen Bildbetrachter für insgesamt stolze 1400 Mark.

So stand ihm also gerade rechtzeitig für die Feierlichkeiten 1976 das entsprechende Equip­ment zur Verfügung, um so viel wie möglich vom damaligen Geschehen auf Zelluloid zu bannen. „Gezeigt habe ich den Film zu DDR-Zeiten aber nur relativ wenig“, bekennt Ralf Schollbach. Denn nachdem er die drei Kassetten zu je 5,4 Minuten Film im Amateurfilmstudio Babelsberg hat entwickeln lassen, ist die Rolle beim Vorführen an den Klebestellen oft gerissen. „Das hat mir einfach den Spaß verdorben.“

Erst 2005 ließ er seine Aufnahmen digitalisieren und unterlegte den Stummfilm mit Musik und Text. Weil Ralf Schollbach seine Stimme aber nicht für geeignet hielt, bat er seine Tochter, diesen Part zu übernehmen. Und so hörte der Zuschauer die Erläuterungen zu den Aufnahmen von Birgit Kriesche – der Schulleiterin am Altenburger Spalatin-Gymnasium, die als kleines Mädchen in Großaufnahme in Papas Kamera strahlt. Zu sehen waren außerdem der Festumzug, oder der Auftritt des Gerd-Michaelis-Chors im Schlosshof, die geschmückte Innenstadt, die vielen sozialistischen Losungen und die „Gammler“, die beispielsweise mitten auf dem Markt campierten. Um sich alles nochmal in Ruhe anschauen zu können, haben viele Besucher am Nachmittag, aber auch zur zweiten Veranstaltung am Abend, die DVD (7,50 Euro) mit nach Hause genommen.

Leider verlief die Nachmittagsveranstaltung am Ende doch nicht so erfolgreich wie erhofft. Denn in einem der beiden Säle streikte die Technik, so dass der Hauptfilm „Zu treuen Händen“ – zum Teil in Altenburg gedreht – nicht gezeigt werden konnte. „Das tut uns sehr leid. Wir bitten um Entschuldigung und bieten allen Betroffenen eine neue Vorführung am 2. März an“, so der Vorsitzende des Teehausvereins, Frank Hammerschmidt.

Die Eintrittskarte behält ihre Gültigkeit. Wer aber am 2. März erst 19 Uhr zur Abendvorstellung gehen will, muss die Karte bitte in der OVZ-Geschäftsstele umtauschen

Von Ellen Paul

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