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Betreiber der neuen Altenburger Tourismusinformation stellt sich im Stadtrat vor

Markenstrategie Betreiber der neuen Altenburger Tourismusinformation stellt sich im Stadtrat vor

Tourismus geht alle an. So lässt sich auf den Punkt bringen, wohin im Altenburger Land die Reise geht. Zahlreiche Akteure im Fremdenverkehr – vom Hotelier bis zum Museumsverein – stecken derzeit Ziele ab, arbeiten an einer konzertierten Markenstrategie. Und ab diesem Wochenende sind auch alle Einwohner des Landkreises gefragt.

Zu Gast im Altenburger Stadtrat: Matthias Hundt (rechts) und Björn Steigert berichten über die Ziele der Tourismusinformation Altenburger Land.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. Tourismus geht alle an. So lässt sich auf den Punkt bringen, wohin im Altenburger Land die Reise geht. Zahlreiche Akteure im Fremdenverkehr – vom Hotelier bis zum Museumsverein – stecken derzeit Ziele ab, arbeiten an einer konzertierten Markenstrategie. Und ab diesem Wochenende sind auch alle Einwohner des Landkreises gefragt, sich mit Ideen, Anregungen und Kritik zu beteiligen (siehe unten stehender Beitrag). Initiator ist die neue Tourismusinformation Altenburger Land. Sie stellte sich am Donnerstagabend erstmals öffentlich vor.

„Es ist uns eine Herzensangelegenheit darzustellen, was wir im Altenburger Land vorhaben“, eröffnete Björn Steigert, Geschäftsführer der Leipziger Verlags- und Druckereigesellschaft (LVDG). Die LVDG, die auch die Osterländer Volkszeitung herausgibt, ist zusammen mit der Maxity Deutschland GmbH aus Dresden der Betreiber der neuen Tourismusinformation. Die Arbeitsgemeinschaft verantwortet seit September die touristischen Service- und Marketingleistungen in Stadt und Landkreis, hatte im Zuge einer europaweiten Ausschreibung des Tourismusverbandes Altenburger Land den Zuschlag erhalten. „Wir bündeln Tourismus- und Medienkompetenz“, erklärte Maxity-Projektleiter Matthias Hundt. Einerseits ein Verlag mit mehr als einer Million Lesern, die täglich in der LVZ, ihren Regionalausgaben oder ihren Internetauftritten stöbern, andererseits ein Dienstleister mit gut 20 Jahren Erfahrung, der aktuell rund 700 Anbieter touristischer Leistungen betreut.

„Unser Ziel ist unter anderem eine Steigerung der Gästeankünfte um wenigstens fünf Prozent bis 2018“, schilderte Maxity-Projektleiter Matthias Hundt. Noch deutlich mehr wachsen soll die Zahl der Tagesausflügler. Mit interessanten Angeboten, aktivem Marketing und schnellen Buchungsmöglichkeiten werde das gelingen, so Hundt. Der Projektleiter skizzierte die Tourismusinformation als touristischen Marktplatz: auf der einen Seite die Hotels, Pensionen, Gästeführer und Reiseveranstalter, die ihre Angebote offerieren, auf der anderen Seite die Gäste, die über verschiedene Vertriebswege buchen. „Es gibt zahlreiche, teils spezialisierte Buchungsportale im Internet. Es ist wichtig, dass zum Beispiel die Ferienwohnung aus dem Altenburger Land auf möglichst vielen Portalen angeboten wird. Das zu gewährleisten, ist unsere Aufgabe“, sagte Hundt. Angebote von Übernachtungsmöglichkeiten könnten auf zahlreiche Kanäle gestreut werden. Den Anbieter koste das Einstellen nichts. „Wir verdienen dann erst an der prozentualen Provision, wenn ein Zimmer gebucht wird.“

Möglichst viele Anbieter ins Boot zu holen, das sei nun die erste Aufgabe. In diesem Zusammenhang entwickelt sich auch der neue Internetauftritt unter www.altenburg.travel. Am Markt 10 laufen parallel Vorbereitungen für den Einzug der Tourismusinformation samt OVZ-Geschäftsstelle. Im Moment befindet sich beides noch in der Baderei 1. An der neuen Adresse zieht ein modernes Gestaltungskonzept ein, das mehr Platz und mehr Möglichkeiten für Präsentationen bieten soll.

„Doch natürlich funktioniert die neue Tourismusinformation nicht von heute auf morgen“, betonte Hundt. Zunächst gelte es, die Basis zu schaffen. Dazu zählt auch eine einheitliche Markenstrategie von Stadt Altenburg und Landkreis. „Wir können erst intensiv mit der Werbung anfangen, wenn wir definiert haben, wofür Altenburg steht und was die wichtigsten Gründe sind, in den Landkreis zu kommen“, erklärte LVDG-Chef Steigert. Um das herauszufiltern, diskutierten zahlreiche Anbieter touristischer Leistungen im November in einem Auftakt-Workshop. Im Februar steht die Fortsetzung an. Dann werden auch die Anregungen aus der Einwohnerschaft zur Sprache kommen.

Von Kay Würker

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