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Altenburg Betretene Gesichter
Region Altenburg Betretene Gesichter
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20:06 29.07.2013

Doch die Freude war schnell getrübt. Denn sie musste feststellen, dass die Rathaus-Führung dies wohl anders gesehen hatte und lediglich einen Vertreter, Scblossdirektor Thomas Knechtel, entsandte. Apel drückte ihren Unmut darüber in der letzten Sitzung des Stadtrates vor der Sommerpause aus. Weil sie dort aber wenig Gehör fand, macht sie die Sache jetzt öffentlich.

"Bei unserer Ankunft in Olten gab es sehr betretene Gesichter. Denn die Oltener Stadtverwaltung hatte sich ein tolles Programm einfallen lassen", schreibt Stefanie Apel. So sollte der Altenburger Delegation die neue, gerade eingeweihte Hochschule vom Chefarchitekten persönlich vorgestellt werden. Da die Skatstädter aber nur mit zwei Personen erschienen, seien schnell noch drei Oltener Stadträte bestellt worden.

Hinzu kam, dass gerade die 16-jährige Amtszeit des Oltener Stadtpräsidenten Ernst Zingg (in Deutschland vergleichbar mit dem Status eines Bürgermeisters) zu Ende ging. "Zingg bezog die ganzen Absagen erst einmal auf sich. Schließlich stand der Besuchstermin seit Anfang April fest." Für Stefanie Apel war dies alles nur eines: beschämend.

Altenburgs Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) sieht die Sache freilich etwas anders. Erstens sei die Delegation deutlich größer gewesen. Denn dazu gehörten auch Schüler des Lerchenberggymnasiums. Außerdem hätten er und seine Stellvertreterin private Verpflichtungen gehabt und der Vorsitzende des Stadtrates, Peter Friedrich, sei leider krank geworden. Ein Ersatz konnte auf die Schnelle nicht gefunden werden. "Dies ist sehr bedauerlich. Aber man kann es auch dramatisieren, wie Sie es tun, Frau Apel", so der Oberbürgermeister.

Für die Stadträtin war die Antwort wenig befriedigend. Denn die Gymnasiasten seien traditionell wie in jedem Jahr zu einem Fest ihrer Partnerschule gefahren. "Das hatte mit dem Jubiläum gar nichts zu tun." Doch selbst wenn man die Gymnasiasten hinzurechnet, könne - wie in einer städtischen Pressemitteilung - von einer 40-köpfigen Delegation keine Rede sein. Denn es waren nur 25 Schüler und drei Lehrer.

"Es bleibt mir nur zu hoffen, dass der Gegenbesuch der Oltener bei uns in Altenburg zum Altstadtfest genauso herzlich ausfällt, wie wir dort empfangen wurden", sagt Stefanie Apel. Sonst sehe es traurig aus um eine dauerhafte Städtefreundschaft. Ellen Paul

Ellen Paul

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