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Altenburg Betriebe zur Einstellung von älteren Mitarbeitern aufgefordert
Region Altenburg Betriebe zur Einstellung von älteren Mitarbeitern aufgefordert
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12:26 30.09.2011

Die Quote im September sank auf 11,3 Prozent und liegt damit auch unter der des gleichen Vorjahresmonats (12,4 Prozent). Damit wird selbst die Entwicklung in Thüringen übertroffen, wo geringere Rückgänge zu verzeichnen waren. "In einigen Landkreisen ist die Zahl der Arbeitslosen seit letztem Jahr sogar nahezu unverändert geblieben", hob Ingrid Meineck-Schmiedl, Leiterin der Altenburger Arbeitsagentur, gestern vor der Presse die positive Entwicklung hervor. Das Altenburger Land lässt Gera (11,4) und den Kyffhäuserkreis (12,1) und auch den benachbarten Burgenlandkreis (12,7,) in Sachsen-Anhalt hinter sich. Ingrid Meineck-Schmiedl erinnerte daher an den Anfang der 90er-Jahre, als das Altenburger Land mit Quoten von über 24 Prozent eine Zeitlang die Rote Laterne in ganz Deutschland trug. Auch für Oktober wird ein weiterer Rückgang erwartet. Nach wie vor gibt es eine große Nachfragen für Arbeitnehmer in der Metallbranche und in Pflegeberufen. Auch die Lehrstellensituation ist erfreulich, waren im August nur noch 38 Schulabgänger unversorgt und konnten unter 125 offenen Stellen wählen.

Dennoch wird die Entwicklung getrübt. Denn vom Rückgang profitierten ältere Arbeitnehmer weit schlechter als Jüngere. So sank der gesamte Bestand an Arbeitslosen 2010 im Vergleich zum Vorjahr um 15,3 Prozent. Der Anteil der der 50- bis 65-Jährigen lag jedoch lediglich bei 7,6, der 55- bis 65-Jährigen nur bei 2,6 Prozent.

Aus diesem Grund haben führende Mitglieder des Verwaltungsausschusses der Agentur in einer Resolution Wirtschaft und Politik dazu aufgerufen, diesen Trend zu stoppen. Der Aufruf ist von Vertretern der Arbeitnehmer und Arbeitgeber sowie der Gemeinden des Altenburger Landes unterzeichnet, die Mitglied im Ausschuss sind. In der Resolution wird zu einem Umdenken aufgerufen, vor allem vor dem Hindergrund der demokrafischen Entwicklung. Der internationale wirtschaftliche Wettbewerb lasse es nicht zu, auf die Ressourcen der Älteren in Produktion und Dienstleistung zu verzichten. "Auf den Erfahrungsschatz der Älteren kann und darf nicht verzichtet werden", heißt es.

"Die Nachfrage nach Fachkräften kann ohnehin nicht mehr allein über den Lehrstellenmarkt gelöst werden", sagte auch Meineck-Schmiedl. Vor Jahren konnten sich die Firmen ihren Nachwuchs auszusuchen, jetzt nicht mehr. Sie rief die Betriebe dazu auf, die Instrumente bei der Eingliederung Älterer zu nutzen. Dazu zählten Einstellung-und Trainingshilfen, aber auch Lohnkostenzuschüsse. Der Agentur-Chefin ist jedoch auch klar, dass nicht alle dafür infrage kommen. Vor allem einige Langzeitarbeitslose, sagte sie, kämen am Arbeitsmarkt nicht mehr zurecht.

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