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Altenburg Betrunkene Vandalen suchen den Bauhof mehrfach heim
Region Altenburg Betrunkene Vandalen suchen den Bauhof mehrfach heim
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00:33 06.05.2018
Ärgernis in der Gartensparte Bauhof I: Immer wieder werden einzelne Zaunslatten kaputt gemacht. Anlagenchef Dieter Seifert zeigt die Schäden – die hellen Zaunslatten sind neueren Datums und ersetzen die kaputten alten. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

Erst im Mai 2016 wurde der öffentliche Verbindungsweg zwischen Remsaer Straße und Spinozastraße durch die Kleingartenanlage „Bauhof I“ schmuck hergerichtet und übergeben. Seitdem übernehmen die Pächter der Anlage die Pflege des circa 115 Meter langen Weges, der insgesamt 32 000 Euro kostete und zusätzlich durch Bänke und Papierkörbe durch Sponsoren aufgewertet wird. Auch die Bepflanzung übernehmen die Kleingärtner. „Alles in allem kommen da schon rund 120 Stunden Arbeitsleistungen zusammen“, rechnet Spartenchef Dieter Seifert vor.

Derzeit ist aber die Freude über den schmucken Weg arg getrübt. Denn nicht nur einmal suchten ihn Vandalen heim. „Das beschränkt sich eigentlich auf die erste Bank aus Richtung Remsaer Straße. Dort wird offensichtlich gern wild Party mit diversen alkoholischen Getränken gefeiert. Das ist auch immer wieder eine Lärmbelästigung“, ärgert sich Seifert.

Und dann geht es richtig los: Flaschen flogen immer wieder in die angrenzenden Gärten oder in die Rabatten. Und auch die Zäune waren vor der ungebremsten Kraft der offensichtlich Angetrunkenen nicht sicher. „Schon zweimal wurden in Größenordnungen Latten von den Zaunsfelder gerissen oder zerbrochen. Einmal waren das gleich 80 Latten am Stück. Und wir müssen dann selber für den Schaden aufkommen und alles hinterher räumen“, schimpft der Spartenchef.

Mittlerweile sei ein Schaden von rund 250 Euro entstanden, der aus der Vereinskasse aufgebracht werden musste. „Klingt nicht sonderlich viel. Aber das Geld fehlt dann an anderen Stellen“, so Seifert.

Regionalverbandschef Wolfgang Preuß kennt die Vorfälle und ist darüber ebenso empört. „Es ist unbegreiflich, wie etwas mühsam aufgebautes und gepflegtes Stückchen öffentliches Grün von einigen wenigen Mitmenschen leichtfertig immer wieder zerstört wird.“ Kleingärten in Altenburg verstehen sich durchweg als Bestandteil des öffentlichen Grüns und sind für jedermann begehbar. Schlimmster Fall wäre es doch, die Anlagen für Spaziergänger zu verschließen.

Preuß hat sich mittlerweile mit dem Ordnungsamt der Stadt sowie der Polizei in Verbindung gesetzt. „Von beiden Seiten wurde zumindest zugesichert, den Bereich regelmäßig zu kontrollieren.“

Für die Kleingärtner in der Skatstadt ist diese Art von Zerstörung ein völlig neues Phänomen. „Dem Regionalverband sind bislang glücklicherweise noch keine weiteren Fälle von solchen Auswüchsen zu Ohren gekommen“, klopft Preuß vorerst dreimal auf Holz. „Man kann hier aber auch nur an die breite Öffentlichkeit appellieren, auch den Anfängen gegenüber zu treten“, fügt er hinzu und fordert alle dazu auf, mit wachem Auge durch die Anlagen zu wandern und Beobachtungen in diese unheilvolle Richtung sofort zu melden.

Diesem Aufruf kann sich auch Spartenchef Dieter Seifert nur anschließen. „Immerhin pflegen wir mit dem Verbindungsweg kein eigenes gepachtetes Gelände, sondern freiwillig städtischen Boden.“

Von Jörg Wolf

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