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Altenburg Bewohner des Obdachlosenheims in Altenburg feiern Weihnachten
Region Altenburg Bewohner des Obdachlosenheims in Altenburg feiern Weihnachten
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13:29 23.12.2015
Weihnachtsbaum im Obdachlosenheim Altenburg – Klaus und Daniel (v.l.) haben den Baum geschmückt.  Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

 Weihnachten im trauten Kreis der Familie – das ist nicht für alle Menschen möglich. Manche stehen zu den Festtagen auf der Straße und wissen nicht, wo sie hingehen sollen. In diesem Fall ist das Obdachlosenheim in Altenburg eine gute Adresse. Ein wenig wird auch hier Weihnachten gefeiert. „Durch Spenden erhalten wir Essen für die Bewohner“, so Ines Quart, Referatsleiterin für Soziales der Stadt Altenburg. Heilig Abend würde es Kartoffelsalat mit Würstchen geben und an den beiden Feiertagen ein gemeinsames, traditionelles Mittagessen.

Insgesamt 14 Plätze gibt es im Obdachlosenheim unter der Leitung von Harald Haese, zwei davon sind für Frauen reserviert, mit eigenem Sanitärbereich. Im Jahr 2015 hat eine Frau für drei Wochen dieses Angebot genutzt. „Durch das Heim haben wir keine Obdachlosen in Altenburg“, sagt Ines Quart. Zu Beginn wird die Dauer des Aufenthalts auf drei Monate festgelegt, bei Bedarf kann er ausgeweitet werden. „Es ist aber unser Anliegen, dass sich in den drei Monaten darum bemüht wird, alles zu klären, was im Argen ist, damit danach wieder eine eigene Wohnung bezogen werden kann“, so die Referatsleiterin. Teilweise wechseln die Bewohner des Obdachlosenheims in andere Einrichtungen – beispielsweise in ein Pflegeheim oder in betreutes Wohnen.

Wer es trotz aller Mühen nicht schafft, zur Weihnachtszeit in der eigenen Wohnung zu sein und auch sonst keinen Ort hat, zu dem er gehen könnte, kann sich zumindest auf eine Weihnachtsfeier im Obdachlosenheim freuen, mit einem gemeinsamen Kaffeetrinken am Heiligen Abend. Ein gemeinsames Abendessen gibt es an dem Tag ebenfalls sowie an den beiden Feiertagen. Die Familie Mielisch vom Hotel am Roßplan spendet den Kartoffelsalat mit Würstchen, die Jens Winter GmbH das Essen zu den beiden Festtagen. „Im letzten Jahr gab es auch Geschenke, ein paar Süßigkeiten, Socken und Schals“, erzählt Ines Quart. Sachen, die schnell wieder eingepackt sind und mitgenommen werden können, wenn es aus dem Heim wieder in die eigenen vier Wände geht. Die Spenden kommen von Privatleuten und Firmen, „von treuen Partnern schon über Jahre hinweg“, so die Referatsleiterin. Zu Weihnachten gebe es meist Sachspenden, in Form von zur Jahreszeit passenden Spezialitäten wie Lebkuchen oder Gebäck. Außerdem steht ein Weihnachtsbaum im Aufenthaltsraum. „Den haben die Bewohner selbst geschmückt“, so Harald Haese.

Es wird einiges getan für die Obdachlosen. Nicht nur zu Weihnachten, sondern das ganze Jahr über gibt es Programm für die Bewohner. „Wir haben ein Frühlingsfest gemacht und grillen im Sommer auch zusammen“, so Haese. Dafür müssen die Bewohner aber eine Hausordnung einhalten. Alkohol sei beispielsweise nicht erlaubt. „Wer dagegen verstößt, muss das Obdachlosenheim tagsüber verlassen und kann dann nur dort schlafen“, so Quart. Die Gründe, aus denen jemand in die Obdachlosigkeit fällt, sind unterschiedlich. Mietschulden können ein Grund sein, aber auch ein Brand in der Wohnung. „Im letzteren Fall geht es meist schnell, dass die Leute wieder in eine eigene Wohnung ziehen können“, sagt Ines Quart. Es gibt Schwankungen bei der Belegung der Plätze. Momentan sind zwölf Männer in dem Heim untergebracht. Im Sommer sei es allgemein weniger belegt. „Eine gesicherte Begründung zu den Belegungsschwankungen kennen wir aber nicht“, so die Referatsleiterin.

Von Andrea Schrader

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