Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Altenburg Bierkisten, Staubsauger, Kotflügel: Freiwillige Helfer finden jede Menge Schrott
Region Altenburg Bierkisten, Staubsauger, Kotflügel: Freiwillige Helfer finden jede Menge Schrott
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:47 01.04.2012
Altenburg

[gallery:600-21932409P-1]

Von Monique Pucher und Frauke Sievers

Andrea Rücker vom Verein Hoffnung für Wildenten, Schwäne & Co. traf sich mit knapp einem Dutzend Aufräumwilliger gegen 9 Uhr morgens am Eingang vom Inselzoo. Von dort aus begannen sie, einmal links und einmal rechts um den Teich herum, alles aufzusammeln, was Spaziergänger achtlos haben fallen lassen. Taschentücher, Plastikbeutel, aber auch halbvolle Schnapsflaschen entdeckten die fleißigen Frauen und Männer entlang des Ufers.

"Dieser Müll, der im Wasser treibt, ist sehr gefährlich für die Enten", erzählte Tierschützerin Rücker, betonte aber gleichzeitig, dass sich in den vergangenen Jahren viel verbessert habe. Gerade die Stadtverwaltung, die für die Sauberhaltung des Teiches zuständig ist, mache ihre Arbeit sehr gut. Jedoch: "Wir haben uns auf die Fahne geschrieben, die Enten zu schützen. Und wer weiß, vielleicht finden dieses Jahr auch wieder ein paar Schwäne den Weg zum Großen Teich."

Neben ihr packte auch Annett Kügler mit an. Gemeinsam mit ihrer Nichte war die junge Frau zum Großen Teich gekommen, weil es ihr sehr wichtig ist, eine schöne Stadt zu haben. Die vierjährige Paulina bekam von ihrer Tante etwas zu große Handschuhe verpasst, um selbst mithelfen zu können. "Wir müssen doch alle ein Vorbild für die Kinder sein. Und wenn Paulina jetzt schon merkt, wie viel Mühe es macht, den Müll aufzuheben, wird sie ihn vielleicht gar nicht erst achtlos wegwerfen."

Später zog der Aufräum-Truppe weiter zum Kleinen Teich und sammelte bis mittags halb zwölf insgesamt fünf blaue Säcke voll mit Unrat ein - auch ein Bierkasten war dabei.

"Im Vergleich zum Vorjahr gab es bedeutend weniger Müll aufzusammeln", fasste Petra Kügler ihre Eindrücke zusammen. Ihr Stadtrat-Kollege Torsten Rist (beide SPD) fand es schade, dass sich aufgrund der ungemütlichen Wetterbedingungen nur wenige Bürger an der ehrenamtlichen Aktion beteiligten.

Während die einen am Großen und Kleinen Teich Müll aufsammelten, zogen die anderen durch den Stadtwald. Dort sorgten der Bürgerverein Südost und Dichterviertel sowie der Kleingartenverein Waldessaum für Sauberkeit. Fast 30 blaue Säcke Schrott und Müll kamen am Ende zusammen, einiges mehr als im vergangenen Jahr. Gefunden wurden neben üblichem Müll wie Plastik, Papier, Flaschen und Gläsern auch ein Staubsauger, ein Fahrradrahmen, zwei Stühle und ein Kotflügel. "Ich frage mich, wer den Müll in den Wald schafft. Die Mühe muss ich mir ja erst mal machen. Da kann ich es doch gleich zu einem Container bringen", ist Stefan Nowak, Vorsitzender beider Vereine, fassungslos.

Schön findet er, dass die Beteiligung gestiegen ist. Im vergangenen Jahr halfen noch 18 Leute mit, in diesem Jahr waren es schon 25 Freiwillige. Als Dankeschön gab es im Anschluss ein zweites Frühstück in der Gartenanlage Waldessaum.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Spannung steigt: Heute küren OVZ und Kreissportbund (KSB) auf der Sportparty die Sieger der 21. Sportlerumfrage. Wenn diese in der Ziegelheimer Wieratalhalle verkündet werden, wird auch der Chef des Landessportbundes, Peter Gösel, zu den Gästen zählen.

30.03.2012

Bislang ist "nur" die Werbegemeinschaft als Interessenvertretung der innerstädtischen Händlerschaft Sturm gelaufen gegen die geplante Neuansiedlung des Modeparks Röther am Stadtrand von Altenburg.

30.03.2012

Es kam, wie es drei Wochen vor der Wahl zwangsläufig kommen musste: Die Debatte um den Haushalt 2012 im Altenburger Stadtrat wurde zum Schlagabtausch zwischen dem Amtsinhaber und seinen Herausforderern von CDU und Pro Altenburg.

30.03.2012