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Bilanz der 1. Fußball-Kreisklasse liefert Erkenntnisse für die neue Spielzeit

Bilanz der 1. Fußball-Kreisklasse liefert Erkenntnisse für die neue Spielzeit

Wie alle anderen Fußball-Ligen Ostthüringens auch steht die 1. Kreisklasse kurz vor dem Startschuss in die neue Saison. Bevor es aber an diesem Wochenende so weit ist, geht der Blick noch einmal zurück auf die zurückliegende Spielzeit.

Altenburg.

Denn aus der Bilanz der Vergangenheit lassen sich mitunter wichtige Schlüsse für die Zukunft ziehen.

 

Der SV Eintracht Ponitz startet diese Saison in der Kreisliga. Denn dank konstanter Leistungen schaffte das Team souverän den Aufstieg. Damit erfüllte man zugleich das ausgegebene Ziel. Ponitz siegte in 23 Spielen, verzeichnete nur ein Remis und zwei Niederlagen. Mit 106:9 gab es zudem ein spektakuläres Torverhältnis. Dieses zeigt, dass die Abwehr einem Bollwerk glich und in der Offensive äußerst clever agiert wurde. Basis war der Zusammenhalt der Mannschaft, aber auch mit der Reserve. 19-mal spielte das Team von Trainer Jens Dunkel zu Null, war besonders nach der Pause stark, was für eine gute Physis spricht, die man nun erneut brauchen wird.

 

Knapp vorbei ist auch daneben

 

Der FSV Langenleuba-Niederhain mit dem Trainerduo Schönwälder/Roman verpasste den Aufstieg knapp, kam auf Platz zwei ein. Oft wurde zu leichtsinnig agiert, wie es Ex-Präsident Jürgen Adler formulierte. So wurden mögliche Punkte verschenkt. Besonders bitter war da, weil Widersacher Ponitz zweimal geschlagen wurde. Das Team hat zweifellos Potenzial. Der Grund des verpassten Aufstiegs ist in der Hinrunde zu suchen. 21 Siege, drei Remis und zwei Niederlagen wurden erreicht. Das muss man in dieser Saison wieder schaffen, um oben mitzuspielen.

 

Auch die Reserve des SV Rositz mit Trainer Martin Teuber spielte stark auf, brachte es auf 18 Siege bei drei Unentschieden und fünf Niederlagen. Rositz II knüpfte so an die Leistungen der Kreisoberliga-Mannschaft an, war ein eingespieltes Team, das es den Gegnern schwer machte. Man hätte sogar noch mehr erreichen können. Das dürfte aber das Ziel für diese Saison sein.

 

Der ASV Wintersdorf zählte zum Favoritenkreis, war mit Rang vier am Ende zufrieden, wie Fußballchef Mario Sander bemerkte. Die Mannschaft von Trainer Mike Schröter spielte ein gute Hinrunde, lag immer im Spitzenfeld. In der Rückrunde ließ der ASV aber nach, zeigte Abwehrschwächen und kassierte sechs vermeidbare Niederlagen, was etwas enttäuschte. Spielt man diesmal konstanter, ist mehr drin.

 

Zufriedenheit in der Mitte

 

Positiv hingegen ist der fünfte Rang der Gößnitzer Reserve zu bewerten. 13 Siege wurden erreicht, sieben Niederlagen eingesteckt. Der FSV II agierte besonders in der Abwehr sicher, was 28 Gegentore beweisen. Für Blau-Weiß Zechau/Kriebitzsch war der sechste Rang zufriedenstellend, wie Trainer Jens Hauschild sagte. Mit kleinem Kader war es aber oft schwer, mehrfach mussten Oldies aushelfen - auch Hauschild selbst. Mit zwölf Siegen, sechs Remis und acht Niederlagen hatte Blau-Weiß dennoch eine positive Bilanz. Ebenso sah es bei Eintracht Fockendorf II mit elf Siegen, fünf Unentschieden und zehn Niederlagen aus. Auch hier gab es oft Besetzungsprobleme. Dafür ist Platz sieben ein gutes Ergebnis.

 

Das sieht man beim Achten, dem FSV Lucka II, ebenso. Oft musste im Kader improvisiert werden. Routiniers wie Maik Kunze halfen aus. Niederlagen waren so manchmal nicht zu vermeiden. Neun Siegen standen zwölf Niederlagen gegenüber. An die Leistungen der Vorsaison konnte Roter Stern Altenburg anknüpfen, kam auf Platz neun mit sechs Siegen, sieben Remis und 13 Niederlagen ein. Die SG Schmölln/Großstöbnitz III sicherte sich den zehnten Platz mit sechs Siegen bei 16 Niederlagen.

 

Kleine Kader, große Probleme

 

Einen Leistungsabfall zum Vorjahr verzeichnete die SG Gerstenberg/Haselbach. Wurde in der Saison 2011/12 noch Rang drei erreicht, so musste die SG diesmal mit Rang zwölf leben. Trainer Weber hatte oft Besetzungsprobleme im kleinen Kader. So gab es nur fünf Siege bei sechs Remis und 15 Niederlagen. Oft wurden die gewünschten Leistungen nicht gebracht - über 100 Gegentore belegen das eindrucksvoll. Auch der SV Zehma hatte bei dünner Personaldecke zu kämpfen, hielt aber durch und schaffte fünf Siege bei 17 Niederlagen. Bemerkenswert war die Hilfe für die vom Hochwasser gebeutelten Gößnitzer, denen die Zehmaer Gastrecht gaben.

 

Für die Aufsteiger Lok Altenburg II und TSV Windischleuba II war es eine schwere Saison. Die Lok-Reserve kam mit fünf Siegen, sechs Remis und 15 Niederlagen auf den elften Platz, bleibt der Liga aber erhalten und nimmt nun als SG Motor/Lok III erneut den Kampf auf. Windischleuba II hingegen wurde ohne Sieg Letzter, stieg mit sechs Remis bei 20 Niederlagen in die 2. Kreisklasse ab.

Reinhard Weber

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