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Bis 2020 funken Feuerwehr und Rettungsdienst Thüringen modern

Kreistag segnet Servicestelle ab Bis 2020 funken Feuerwehr und Rettungsdienst Thüringen modern

Die Verträge sind geschlossen. In den kommenden fünf Jahren rüsten Feuerwehren und Rettungsdienst im Freistaat auf Digitalfunk um. Für den dafür zu bewältigenden Berg an Arbeit muss eine Dezentrale technische Servicestelle gebildet werden, deren personelle Besetzung jetzt der Kreistag absegnete.

Bis 2020 werden auch in Thüringen Feuerwehr und Rettungsdienst digital funken.

Quelle: Archiv

Altenburg. Bis zum Jahr 2020, so der jetzt amtliche Plan, sollen Feuerwehren und Rettungsdienste des Landkreises auf modernen und abhörsicheren Digitalfunk umgerüstet sein. „Seit Anfang Februar diesen Jahres gilt der entsprechende Rahmenvertrag zwischen dem Freistaat sowie der Ausstattungsfirma. Eigentlich sollte die landesweite Umrüstung bereits im vergangenen Jahr starten, aber dann gab es Verzögerungen, weil eine Firma gegen die Vergabe in den Widerspruch gegangen ist. Aber die Probleme sind jetzt aus der Welt“, so Kreisbrandinspektor Uwe Engert.

Auf alle Kommunen des Landkreises kommen da nicht unerhebliche finanzielle Belastungen zu. Denn zwar fördert Thüringen die anzuschaffende Technik mit rund 70 Prozent, für die verbleibenden 30 Prozent aber müssen die Kommunen aufkommen. Die Kosten belaufen sich bei Fahrzeugen zwischen 3000 und 8000 Euro, Handsprechgeräte sind jedoch wesentlich billiger.

Engert rechnet jetzt damit, dass wie andernorts in Thüringen um die fünf Jahre ins Land gehen werden, ehe diese Umrüstung abgeschlossen ist. Verbunden ist diese Phase mit jeder Menge zusätzlicher Arbeit, die es vor allem zu koordinieren gilt. Dafür hat das Land jetzt für jeden Landkreis vorgeschrieben, eine so genannte Dezentrale Technische Servicestelle (DTS) zu schaffen. „Mit unserem aktuellen Personalbestand können wir diese zusätzlichen Aufgaben nicht lösen“, so Engert.

Der Kreistag hat da nun Abhilfe geschaffen: Beschlossen wurde jetzt, diese DTS ab 1. Januar 2018 mit einem Leiter sowie einem Sachbearbeiter zu besetzen. Um dabei Kosten zu sparen, teilen sich die Landkreise Greiz und Altenburger Land sowie die Stadt Gera in diese Aufgabe hinein und tragen ebenso anteilig die Kosten.

Dieses Vorgehen hat sich in den zurückliegenden Jahren ohnehin bewährt, da die drei Gebietskörperschaften in Gera eine gemeinsame Leitstelle betreiben. Von dort aus werden für die Landkreise sowie Gera alle Einsätze für die Helfer in der Not ausgelöst und koordiniert.

Von Jörg Wolf

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