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Altenburg Bislang nur 1500 Besucher in der Spalatin-Ausstellung
Region Altenburg Bislang nur 1500 Besucher in der Spalatin-Ausstellung
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21:33 11.07.2014
Blick in die Spalatin-Ausstellung im Altenburger Schloss. Quelle: Jens Paul Taubert

Die konkrete Zahl, die sie jetzt nachgeliefert hat, stellt allerdings selbst schlimmste Befürchtungen noch in den Schatten: Seit ihrer Eröffnung Mitte Mai bis einschließlich 6. Juli haben lediglich rund 1500 Besucher die Exposition über den Luther-Gefährten gesehen.

Das ist ein Wochendurchschnitt von rund 215 Gästen. Will man aber das zur Eröffnung ausgegebene Ziel erreichen, bis zum Ende der Ausstellung am 2. November 30 000 zahlende Gäste zu haben, wären pro Woche 1250 Besucher nötig. "Das ist natürlich ärgerlich, da braucht man gar nicht drumherum zu reden", räumte Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) vorgestern bei Bekanntgabe der aktuellen Zahlen ein. Doch er will sich davon nicht unterkriegen lassen. "Man muss eben manchmal Mut haben, bestimmte Dinge zu machen, um den Bekanntheitsgrad der Stadt zu erhöhen. Das ist eben oft eine Tippeltappeltour."

Trotzdem hat der OB erste Maßnahmen eingeleitet, um gegenzusteuern und ein Finanzdebakel zu verhindern. Schließlich hat die Stadt rund 300 000 Euro aus eigener Tasche beigesteuert, die eigentlich durch die Eintrittsgelder weitgehend refinanziert werden sollten.

So soll künftig im Marketing mehr gemacht werden, wo Wolf auch die Kirche als Partner der Spalatin-Ausstellung mehr in der Verantwortung sieht. Außerdem wird gerade innerhalb der Verwaltung geprüft, ob man die Beschäftigten des Schlossmuseums am Erfolg der Ausstellung beteiligt, mit anderen Worten umsatzabhängig bezahlt. So sollen sie stimuliert werden, mehr Besucher für die Spalatin-Ausstellung anzuwerben. Dazu bedarf es laut OB aber noch der Zustimmung des Personalrats. Außerdem werden derzeit geplante Ausgaben im Museum mit einer Sperre versehen, um die Mindereinnahmen durch fehlende Ausstellungsbesucher zu kompensieren. "Wir werden dem Schloss kein zusätzliches Geld zuschießen, denn das müsste woanders weggenommen werden", begründete Wolf. Das Schloss sei ein Eigenbetrieb und müsse auch so wirtschaften.

Zugleich gibt es weitere Angebote, um mehr Interessenten zum Besuch zu animieren. Zu den neuen Offerten gehören unter anderem ein Spalatin-Tag, bei dem an jedem Donnerstag nicht nur Touristen, sondern ebenso Altenburger die Möglichkeit erhalten, die Ausstellung auch mal nach der Arbeit in Ruhe besuchen zu können. Sie ist deshalb bis 19 statt nur bis 17 Uhr geöffnet. Mit der Offerte "Und abends aufs Schloss" bekommt der Besucher in einer Führung, die sonst extra kostet, den Reformator und prominenten Sohn der Stadt nähergebracht. Diese werden an drei Freitagen noch in Kombination mit einem Drei-Gang-Spalatin-Menü im Ratskeller angeboten. Ein Sommer-Spezial vom 15. Juli bis 31. August verbindet die Spalatin-Ausstellung mit einem Rundblick vom Hausmannsturm und der Besichtigung des aktuellen musealen Highlights, des Zuckerbanketts.

Folgende Tage wurden für die Aktion "Und abends ins Schloss" festgelegt: 22. Juli, 5. und 19. August, 2. , 16. und 30. September. Der Preis beträgt 8.50 Euro pro Person, ermäßigt 7.50 Euro. Außerdem gibt es am 25. Juli, 15. August und 5. September, den Ausstellungsbesuch in Kombination mit dem Drei-Gang-Menü. Beginn ist jeweils um 17 Uhr, der Preis pro Person beträgt 35,50 Euro, ermäßigt 34,50 Euro. Eine Voranmeldung über die Altenburger Tourismus GmbH ist hierzu erforderlich (Tel. 03447 511340).

Ellen Paul

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