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Altenburg Bismarckturm: Gute Aussichten zum 100. Geburtstag
Region Altenburg Bismarckturm: Gute Aussichten zum 100. Geburtstag
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19:15 05.03.2015
Der Altenburger Bismarckturm soll im September wieder zugänglich sein. Quelle: Mario Jahn

Für sie rücken Alexander Adler als Chef und Sven Eckelt als sein Stellvertreter nach.

Die Wahlen in dieser Woche waren sozusagen der offizielle Schlusspunkt unter die ersten drei Jahre des Fördervereines. In denen habe man mehr bewegt, als sich die 15 Gründungsmitglieder, die sich erstmals im Januar 2012 im Café Volkstädt trafen, wohl erhofft hatten, sagte der scheidende Vorsitzende Christoph Mey. "Dass der Verein mittlerweile auf über 40 Mitglieder angewachsen ist, zeigt, dass unser Anliegen, den Bismarckturm wieder begehbar und zu einer Attraktion für Altenburg zu machen, auf fruchtbaren Boden gefallen ist", so Mey. Stand im ersten Jahr die Entrümpelung des seit etlichen Jahren leer stehenden und denkmalgeschützten 33 Meter hohen Turms aus Stampfbeton auf dem Plan, ging es im zweiten um die Freilegung des historischen Säulenganges und die Freilegung der Böschung. Hinzu kam 2013 auch erstmals das Kinderfest am Bismarckturm, das sich förmlich aus dem Stand heraus zu einem Selbstläufer entwickelt hat, rekapitulierte Mey. Dessen Wiederholung im Vorjahr und erneute Etablierung in diesem Jahr am 27. Juni sei eine Aufgabe. "Und natürlich die offiziellen Feierlichkeiten anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Turmes mit dessen Wiedereröffnung am 12. September", hob der Ex-Chef hervor.

Zu tun gibt es bis zu diesem wichtigen Termin noch viel: Eine sichere wie ausreichende Strom- und Wasserversorgung stehen dabei ganz oben. Aber Christoph Mey ist zuversichtlich, dass auch diese Herausforderungen geschultert werden. "Weil alle an einem Strang zogen und sich auch viele Unternehmer und Handwerker für dieses Unternehmen begeistern konnten und sich einbringen." So ist der Einbau einer Toilette für Turmbesucher ebenso geplant wie die komplette Wiederherstellung des Säulenganges mitsamt Bismarckrelief.

Allerdings reiften in den zurückliegenden drei Jahren bei Weitem nicht alle Vorhaben. So läuft das Einsammeln von Spenden nur sehr schleppend. Zudem erhalte man von der Stadt zwar eine sehr gute Unterstützung, aber bürokratische Anforderungen, beispielsweise für Baugenehmigungen, erforderten immer wieder viel Kraft und Aufwand. "Ich bin aber optimistisch, dass wir alle nötigen Genehmigungen rechtzeitig bekommen, um alle Arbeiten bis zur Wiederöffnung erledigt zu haben", erklärte der Vereinsgründer.

Vorerst auf unbestimmte Zeit auf Eis gelegt sind hingegen Pläne, die Fassade herzurichten und die in Sichtrichtung Altenburg stehenden Bäume so zu kürzen, dass wieder ein freier Blick auf die Skatstadt wie anno 1915 zur Turmweihe möglich ist. Das eine Projekt ist derzeit einfach unbezahlbar, das andere bedarf noch vieler Abstimmungen und Überzeugungsarbeit mit den verantwortlichen Stellen. Und auch die künftige Innengestaltung bleibt ein Thema, über das nun der neu und ohne Gegenstimmen gewählte siebenköpfige Vorstand und die Mitglieder beraten und entscheiden müssen.

Jörg Wolf

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